Der Essensplan - eine wertvolle Hilfe in der Küche

Ein Essensplan
Essensplan für eine Woche
Foto: © thingamajiggs

  • Montag: Puddingsuppe mit heißen Erdbeeren
  • Dienstag: Spaghetti Carbonara
  • Mittwoch: Rosenkohl-Kartoffel-Auflauf mit Kassler
  • Donnerstag: Grünkern-Bratling und Kroketten
  • Freitag: Kartoffelsuppe mit Wiener Würstchen
  • Samstag: Seelachsfilet mit Kartoffelbrei
  • Sonntag: Sauerbraten, Rotkohl und grüne Klöße

Klingt lecker, oder? Speisepläne kennen die meisten von uns wohl nur aus dem Kindergarten, der Schule oder der Firma. Doch auch im privaten Bereich kann es sehr sinnvoll sein, im Vorfeld für jeweils eine Woche einen Essensplan zu entwerfen. Das erspart die tägliche Frage: Was essen wir heute? und hilft sich ausgewogener zu ernähren.

Essensplan erstellen und so Zeit und Nerven sparen

Früher, als es noch nicht an jeder Ecke einen Supermarkt gab und man oft weite Strecken zu Fuß oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegte, war diese Art der Mahlzeiten-Planung recht weit verbreitet. Schließlich musste man sich genau überlegen, was man alles in der Küche haben musste, um die Familie zu bekochen. Heute sind die Möglichkeiten um Lebensmittel einzukaufen zwar deutlich vielfältiger und das Angebot entsprechend größer - doch nun fehlt oftmals die Zeit, um mehrmals die Woche den Einkaufswagen durch die Gänge zu schieben und sich im Feierabend-Trubel in die lange Schlange vor der Kasse einzureihen. Mit einem Essensplan weiß man genau, welche Lebensmittel man für eine Woche benötigt und kann diese - bis auf frisches Obst und Gemüse - auf einmal einkaufen. Das spart enorm Zeit und ist wesentlich weniger nervenaufreibend als wenn man täglich die Zutaten für die Familienmahlzeiten besorgen muss.

Ein Essensplan entlastet die Haushaltskasse

Wir alle kennen das Phänomen: da steht man recht planlos im Supermarkt und kauft neben den Lebensmitteln, welche man aktuell benötigt, noch viele kleine andere Dinge ein. Zu groß ist das Angebot in den Regalen und diverse Werbeprospekte locken zusätzlich mit einzigartigen Schnäppchen, an denen man dann garantiert nicht vorbei gehen kann. Hat man erst einmal einen Essensplan erstellt, so reicht es in der Regel aus, einmal pro Woche zum einkaufen zu gehen - die vielen kleinen Touren in den Supermarkt, verbunden mit oft unnötigen Spontankäufen, fallen dadurch weg. Gekauft wird nur das, was wirklich auf dem Einkaufszettel steht. Clevere Hausfrauen studieren vorher die Werbeangebote der Supermärkte und binden diese in den Plan mit ein. Ist gerade das Suppenhuhn im Angebot, so gibt es eben in der nächsten Woche eine deftige Hühnersuppe mit Gemüse und Nudeleinlage. Und kostet das Hackfleisch nur 3,99 € pro kg, so kommen die Frikadellen mit Kartoffelbrei auf den Speiseplan. Die Kombination aus einfachen, preiswerten Gerichten und kostenintensiveren Menüs hilft, die finanzielle Balance zu halten und das Wochenbudget für Lebensmittel nicht zu überschreiten.

Alle Familienmitglieder haben ein Stimmrecht

Möchten Sie einen Speiseplan erstellen, so versammelt sich am besten die ganze Familie am Tisch. Einer wird zum Schriftführer auserkoren und notiert die Essensvorschläge. Nicht jedem schmeckt alles und auch wenn die Kids am liebsten jeden Tag Nudeln möchten, so haben doch auch die anderen Mitglieder der Familie gewisse Geschmacksvorlieben. Der Vorteil eines Essenplanes ist, dass dabei keiner zu kurz kommt. So kann sich beispielsweise der Junior am Dienstag über Spaghetti mit Tomatensoße freuen, die große Schwester am Donnerstag ihren geliebten Grießbrei essen, der Papa sich am Sonntag den heiß begehrten Sauerbraten schmecken lassen und Mittwochs wird vegetarisch gekocht, da die Hausfrau so gern Gemüse isst. Dabei wird natürlich auch Wert auf eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung gelegt.

Ausgewogene Ernährung dank Essensplan

Wenn es nach den Kids gehen würde, so käme an sieben Tagen die Woche jeweils ein Nudelgericht auf den Tisch. Doch eine ausgewogene Ernährung sieht anders aus. Als Anhaltspunkt dienen zwei Fleischgerichte in der Woche, dazu noch ein Fischgericht, eine Süßspeise für Leckermäulchen, ein Essen mit Gemüse, eine Eierspeise und ein Nudelgericht - fertig ist das Gerüst für den Speiseplan. Altbewährte Gerichte haben dabei genau so ihren Platz wie neue Kreationen - experimentieren Sie also ruhig einmal und probieren Sie neue Rezeptideen aus. Frisches Obst (als Ausnahme darf es natürlich auch mal ein Kompott sein), Gemüsesticks oder verschiedene Salate ergänzen jede warme Mahlzeit perfekt und sorgen für eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen. Noch ein Tipp: planen Sie Menüs mit schneller verderblichen Zutaten, wie beispielsweise frischen Spinat, Hackfleisch oder Erdbeeren, zu Wochenbeginn ein. Die Linsensuppe mit Würstchen oder die Fischstäbchen mit Kartoffelbrei können Sie dagegen problemlos gegen Ende der Woche auf den Tisch bringen.

Ein Essensplan bringt Struktur in den Küchenalltag, spart Geld und vermeidet leidige Diskussionen um die Frage: "Was gibt es heute zu essen?". Präsentieren Sie ihn an einer gut sichtbaren Stelle in der Küche und lassen Sie ruhig bei der Gestaltung ihre künstlerischen Fähigkeiten mit einfließen.
Text: K. L. / Stand: 18.01.2017