Was hilft bei lästigem Knoblauchgeruch?

Geschnittener Knoblauch
Wie wird man Knoblauchgeruch wieder los? - Foto: © al62

Auf köstlichen Zaziki oder "aglio e olio" möchten Knoblauchliebhaber nur ungern verzichten. Die würzige Knolle verfeinert nicht nur die Gerichte der mediterranen Küche, sondern ist weltweit sehr beliebt. Schade ist allerdings, dass sich die penetranten Gerüche nach Knoblauch sehr lange halten. Der Atem riecht unangenehm, die Haut dünstet den typischen Knoblauchgeruch aus und auch in der Wohnung hält sich das markante Aroma der köstlichen Zutat hartnäckig. Was tun gegen lästigen Knoblauchgeruch?
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Gesunde Knolle - starker Geruch

In einem sind sich Wissenschaftler einig: Knoblauch ist gesund und schmeckt. Der typische Geruch nach Knoblauch entsteht jedoch erst durch eine biochemische Reaktion im Körper, nachdem der Knoblauch zerkleinert wurde. Auslösender Stoff dafür ist das sogenannte Allicin, eine Schwefelverbindung. Über den Magen-Darm Trakt gelangt der Stoff zunächst in den Blutkreislauf und wird später über die Haut und die Lunge abgegeben. Die Folge: unangenehmer Knoblauchgestank.

Knoblauchgeruch von den Händen entfernen

Ob in der Knoblauchpresse verarbeitet, klein geschnitten oder mit dem Messer zerdrückt - wer Knoblauch zerkleinert, dessen Hände riechen noch lange nach der Knolle. Das einfachste Mittel dagegen besitzt nahezu jeder in seiner Küche: Edelstahl. Besitzer einer Edelstahlspüle reiben die Finger ganz simpel am Beckenrand und waschen sich anschließend die Hände mit Seife. Für alle anderen hält jedes Haushaltswarengeschäft eine sogenannte Edelstahlseife bereit. Hinter letzterem verbirgt sich nichts anderes, als ein Stück Edelstahl in Seifenform, welches sich gut in den Händen drehen lässt. Liebhaber der gesunden Knoblauchknolle können allerdings auch einfach zu Einweghandschuhen greifen.

Unangenehmen Knoblauchatem entgegenwirken

Am Abend noch leckeres Essen beim Griechen genießen, am Morgen verschämt ins Großraumbüro: Knoblauchgeruch hält sich für ca. 24 Stunden im Atem. Kenner wissen, dass Mundhygiene in Form von Zähneputzen, Mundspülung oder Zungenschaber allein nicht ausreichend ist. Die unangenehmen Atemdüfte stammen direkt aus der Lunge. Ausschließlich ätherische Öle vermögen es, dem Knoblauch etwas entgegenzusetzen. Das Kauen von Petersilie, Ingwer oder Pfefferminzblättern hat sich für die Neutralisation des Geruchs bewährt. Alternativen dafür finden Knoblauchliebhaber in erster Linie in Form von Kaugummis. Als Hausmittel bekannt ist zudem das Kauen von ganzen Kaffeebohnen oder das Trinken von Milch. Das enthaltene Fett in der Milch löst das Allicin und mindert zumindest den Geruch.

Knoblauchgeruch aus der Wohnung entfernen

Liebhaber der guten Küche kochen oft und gern mit Knoblauch. Doch dies riecht man oft noch am Folgetag in der Wohnung. Wer kann, schließt beim Kochen bereits die Küchentür, damit sich der Geruch nicht unnötig ausbreitet. Der Dunstabzug über dem Herd leistet genau wie ein geöffnetes Fenster bereits wertvolle Dienste. (Tipps zum Säubern der Dunstabzugshaube) Dennoch lässt sich der Geruch nicht gänzlich verhindern. Als hilfreich erwiesen hat sich gerösteter Kaffee, der für einige Zeit offen im Raum stehen gelassen wird. Kaffee neutralisiert Gerüche, nicht nur die des Knoblauchs. Räucherstäbchen, Duftlampen oder Raumsprays überlagern zumindest zeitweise den markanten Knoblauchduft. Häufiges Lüften führt ebenso dazu, die Intensität des Miefs zu minimieren.

Auf Knoblauch verzichten sollte niemand nur wegen des Geruchs. Es gibt schließlich Mittel und Wege, diesen zu verringern. Und spätestens nach rund 24 Stunden ist jeder wieder gesellschaftsfähig und braucht sich wegen des Knoblauchbrotes vom Vortag keine Gedanken mehr zu machen. Text: C. D. / Stand: 10.01.2017