Kellerasseln in der Wohnung bekämpfen

Eine Kellerassel
Kellerassel in der Wohnung bekämpfen
Foto: © Klaus Eppele

Die Kellerassel (lat. Porcellio scabe = "das unsaubere Schweinchen") gehört zu den Krebstieren und ist weltweit verbreitet. Die kleinen Tierchen erreichen eine Größe von bis zu 20 mm und besitzen eine silbergraue Farbe. Obwohl Kellerasseln keineswegs als Schädling gelten bzw. Krankheiten auf Mensch oder Tier übertragen, kann wohl jeder gern auf sie in den eigenen vier Wänden verzichten.

Ursachen von Kellerasseln in der Wohnung

In der Natur übernehmen Kellerasseln, die im Übrigen zu den Landasseln gehören, eine wichtige Rolle. Sie fungieren als Destruenten, also vertilgen abgestorbene Pflanzenreste. Der Kreislauf der Natur wird so erhalten.

Im Haus sind die kleinen Krabbeltiere jedoch zweifelsohne unerwünscht. Der natürliche Lebensraum der Kellerasseln ist kühl und feucht. Dort fühlen sie sich am wohlsten. Verfügen sie dann auch noch über Nahrung, wie etwa Holz, alte Lebensmittel oder über Erde, werden sie diesen Lebensraum durch kleine Ritzen und Spalten erobern. Selbst Hautschüppchen sind für die Kellerasseln eine Delikatesse. Daher findet man sie nicht nur in Bädern, sondern auch in Kellern oder auf dem Balkon bzw. der Terrasse.
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Kellerasseln mit Hausmitteln bekämpfen

Nicht immer muss gleich die chemische Keule geschwungen werden, um die Tierchen aus dem Haus zu bekommen. Fallen in verschiedenen Formen fangen die Kellerasseln ein, die in der Natur als Nützlinge willkommen sind. Eine ausgehöhlte Kartoffel oder Steckrübe zieht die Asseln magisch an. Eine flache Schüssel mit Obst ist ebenso nützlich. Ähnlich verhält es sich mit Alkohol. Wird mit ein wenig Weingeist eine Flasche an den Innenwänden benetzt und so platziert, dass die Kellerasseln hineinkriechen können, lässt sich ein Großteil davon am Tag drauf einfach aus dem Haus hinaustragen. Wer keine Berührungsängste bezüglich der Asseln besitzt, legt ein feuchtes Handtuch auf den Boden und wartet, bis sich die Tiere darunter gesammelt haben. Parallel dazu müssen natürlich offene Ritzen und Fugen, lose Fliesen oder Türspalten gründlich verschlossen werden, um ein erneutes Eindringen der Asseln zu verhindern. Da sich die kleinen Krebstiere in erster Linie nur in feuchten Räumen aufhalten, gilt es gut zu lüften und die Feuchtigkeit dort zu verringern. Dies kann zum Beispiel durch eine gute Dämmung gewährleistet werden.

Bei großem Befall mit chemischen Mitteln arbeiten

Der Handel bietet eine breite Auswahl chemischer Mittel zur Bekämpfung der Kellerasseln an. Nimmt der Befall umfangreiche Ausmaße an, ist dies das Mittel der Wahl. Sind beispielsweise die Stellen bekannt, an welchen die Asseln in das Haus kommen, werden dort strategisch sinnvoll Klebestreifen mit einem besonderen Wirkstoff platziert. Die Asseln bleiben daran haften. Gifte in Form von Pulvern oder Sprays sollten nur zum Einsatz kommen, sofern keine kleinen Kinder oder Haustiere in der Familie leben. In Wohnräumen bieten sich Dosen mit Ködern an. Die Kellerasseln werden nach ihrem Tod mitsamt der Dose einfach entsorgt.

Kellerasseln leisten in der Natur hervorragende Dienste. Am besten fängt man sie mit einer Falle in der Wohnung und entlässt sie in den Garten, wo sie zum Beispiel am Kompost fleißig Nährstoffe in die Erde bringen.
Text: C. D. / Stand: 21.02.2017