Lebensmittelmotten - Der Feind in der Küche

Lebensmittelmotte auf einem Löffel
Wie kann man Lebensmittelmotten bekämpfen?
Foto: © eevl

Da denkt man an nichts Böses und plötzlich flattert einem beim Öffnen der Küchenschublade eine Lebensmittelmotte entgegen. Die Schädlinge sind weltweit verbreitet und machen auch in Deutschland keinen Halt vor Lebensmitteln. Zur Beruhigung aller Betroffenen sei gesagt, dass keinesfalls eine unsaubere Haushaltsführung Grund für den Mottenbefall ist. Meist schleppt man sich die Schädlinge unwissentlich direkt mit dem Einkauf in die Wohnung.

Doch woran erkennt man Lebensmittelmotten? Wie bekämpft man sie am besten? Und wie kann man einem erneuten Befall vorbeugen? Das erfahren Sie im folgenden Artikel zum Thema Lebensmittelmotten in der Küche:

Den Befall von Lebensmittelmotten erkennen

Ob sich eine Lebensmittelmotte im Küchenschrank oder der Vorratskammer häuslich niedergelassen hat, erkennt man zum einen an den herumflatternden Motten selbst bzw. an Gespinsten in den Lebensmitteln. Die Gespinste bestehen aus weißen feinen Fäden, ähnlich den Spinnenweben. Mitunter zeigen sich sogar die bis zu 2 cm großen weiß-gelben Larven der Motte. Typischerweise nistet sich die Motte gern in Getreideprodukten wie Mehl, Haferflocken, Gries, Cornflakes und Müsli ein. Doch auch in Schokolade, Tee, Gewürzen bzw. in Dörrobst und Hülsenfrüchten fühlen sich die Schädlinge wohl. An diesen Stellen sollten Sie zuerst nach den Mottengespinsten und Larven suchen. Eindeutig zeigen mit Pheromonen versehene Klebefallen den Befall von Lebensmittelmotten an. Sie wirken nur auf die männlichen Tiere und dienen daher nicht zur Bekämpfung, sondern nur als Nachweis für das Vorhandensein des Schädlings.
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Lebensmittelmotten bekämpfen

Die Bekämpfung der unliebsamen Schädlinge geht nur langfristig vonstatten. Immer wieder muss nach den Maßnahmen überprüft werden, ob nicht doch eine Motte den Einsatz gegen die Schädlinge überlebt hat. Beginnen Sie zunächst damit, alle befallenen Lebensmittel unmittelbar in einen separaten Müllbeutel zu werfen und diesen sofort außer Haus in der Mülltonne zu entsorgen. Kontrollieren Sie wirklich alle Lebensmittel auf einen eventuellen Befall. Die verbliebenen Nahrungsmittel fügen Sie anschließend in fest verschließbare Gefäße, wie etwa Schraubgläser oder luftdichte Plastikdosen. Dünne Verpackungen oder Tüten können die Schädlinge durchbeißen. Auch verstecken sich die ungebetenen Gäste in den winzigsten Ritzen und Ecken. Umso wichtiger ist es, die Küchenschränke ausgiebig mit Essigwasser und anschließend einer Seifenlauge zu reinigen. Denken Sie daran, herausnehmbare Einlegeböden zu entfernen, denn an ihren Stirnseiten verstecken sich die unliebsamen Tierchen sehr gern. Ritzen und Bohrungen indes sollten gründlich mit einer Rouladennadel oder einem anderen spitzen Gegenstand gesäubert werden. Unzugängliche Ecken werden einfach mit einem Haartrockner erhitzt. Diese Temperaturen überleben Lebensmittelmotten nicht. Alternativ dient der Staubsauger als wertvolles Hilfsmittel, um auch die letzte Stelle der Schränke mottenfrei zu bekommen. Wichtig: entsorgen Sie im Nachgang sofort den Beutel bzw. waschen Sie bei beutellosen Saugern den Schmutzfangbehälter gründlich aus. Sonst beginnt der aufwändige Kampf von vorn.

Einem erneuten Befall vorbeugen

Idealerweise werden Lebensmittel nicht in großen Mengen für einen langen Zeitraum gelagert. Zwar ist es zudem nervig, Schränke und Schubladen ständig auszuwischen und sauber zu halten, doch jeder Krümel reicht bereits aus, um neues Futter für die ungebetenen Gäste zu liefern. In den Vorratskammern und Regalen bleiben überdies Mehl, Gries und Co. am besten in fest verschlossenen Gefäßen. Offene Tüten bieten Schädlingen wie der Lebensmittelmotte freien Zugang. Ähnlich den Kleidermotten mögen Lebensmittelmotten auch keine ätherischen Öle. Lavendel, Nelke oder Lorbeer in Duftsäckchen im Schrank verstaut, schrecken die Plagegeister ab.
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Schlupfwespen zeigen Wirkung

Bei Kleidermotten haben sich Schlupfwespen als natürliche Feinde seit langem sehr gut bewährt. Zweifelsohne leisten sie auch bei Lebensmittelmotten gute Dienste. Jedoch töten die Schlupfwespen die Lebensmittelmotten ab, indem sie ihre Eier in die bereits vorhandenen legen. Statt den Eiern der Motte finden sich nun die Eier der Wespe in den Nahrungsmitteln wieder. Die Schlupfwespen sind für die Menschen in einem Haushalt kaum merkbar und sterben von allein, sobald sie keine Nahrung mehr finden. Dennoch verzichten viele Betroffene aus oben genannten Gründen auf den Einsatz von Schlupfwespen bei Lebensmittelmotten.

Durch ständige Kontrolle der noch vorhandenen Lebensmittel und gegebenenfalls schnelles Handeln beim Befall, können die ungebetenen Gäste durchaus langfristig und dauerhaft bekämpft werden.
Text: C. D. / Stand: 10.01.2017