Kartoffeln lagern

Frische Kartoffeln in einem Korb
Wie lagert man Kartoffeln? - Foto: © Maya Kruchancova

Kartoffeln gehören zu den Grundnahrungsmitteln und sind demzufolge in nahezu jedem Haushalt zu finden. Die Zeiten, als Kartoffeln noch eingekellert wurden, gehören allerdings längst der Vergangenheit an. Wohin also mit der schmackhaften Knolle im Haushalt? Welche Lagermöglichkeiten bieten moderne Wohnungen ohne einen kühlen Kartoffelkeller, um die Erdäpfel möglichst lang keimfrei zu halten?

Tipps zur Lagerung von Kartoffeln

Aber auch in der heutigen Zeit wo man zu fast jeder Zeit in jedem Supermarkt Kartoffeln bekommt, sollte man darauf achten diese richtig zu lagern. Denn nur eine gut gelagerte Kartoffel schmeckt auch richtig gut!

Bei welcher Temperatur Kartoffeln lagern?

Kartoffeln gehören zu den Diven unter dem umgangssprachlichen Knollengemüse und bevorzugen eine Lagertemperatur zwischen 4 und 11 °C. Bei Temperaturen darüber keimen die Kartoffeln sehr schnell aus. Dennoch ist es nicht ratsam, die Knollen im Kühlschrank zu lagern. Dort laufen sie Gefahr, zu kühl aufbewahrt zu werden. Tritt dieser Fall ein, wandelt sich die Stärke der Kartoffel in Zucker um und sie wäre ungenießbar geworden. Im Zweifelsfall findet der Kartoffelsack eher im kühlen Schlafzimmer ein Plätzchen, als nahe des warmen Herdes oder einer Heizung.

Die Kartoffel mag es dunkel

Erreicht zu viel Licht die Kartoffelknollen, verfärben sie sich grün und bilden den giftigen Stoff Solanin. Ungewollt würden sich gesundheitliche Probleme durch den Verzehr von größeren Mengen einstellen. Daher ist die Lagerung in Körben oder Kisten nur sinnvoll, wenn diese in dunklen Speisekammern oder dem Keller untergebracht sind. In Wohnungen ohne kühle Kellerräume haben sich Kartoffelsäcke aus Leinen oder aber Jutesäcke mit einer dunklen und luftdurchlässigen Innenbeschichtung als sehr hilfreich erwiesen.

Feuchtigkeit vermeiden

Idealerweise lagern Kartoffeln immer trocken, denn sie schimmeln und faulen sehr rasch. Selbstgeerntete Knollen kommen am besten aus der trockenen Erde direkt in die Aufbewahrungsbehälter. Um Feuchtigkeit aufzunehmen, ist das Auslegen der Gefäße mit Zeitungspapier sinnvoll. Wichtig außerdem: Achten Sie auf eine ausreichende Belüftung der Kartoffeln. Behälter aus Plastik eignen sich daher eher weniger für das Lagern von Erdäpfeln.

Kartoffeln regelmäßig aussortieren

Wer kennt das nicht: Von den 2,5 kg im Netz wird nur die Hälfte verarbeitet. Der Rest soll später verwendet werden. Doch die empfindlichen Kartoffeln reagieren schnell auf Druckstellen und einzelne Knollen beginnen zu faulen. Damit die anderen Kartoffeln genießbar bleiben, müssen schlechte Exemplare kontinuierlich aussortiert werden. Keimende Kartoffeln sollten außerdem zeitnah verarbeitet werden. Denn wachsen die Keime auf 5 cm an, sind die Erdäpfel nicht mehr für den Verzehr geeignet. Kleine Keime entfernen Sie getrost und bereiten aus den Kartoffeln leckere Gerichte zu, ohne gesundheitsschädliche Stoffe dadurch zu sich zu nehmen.

Nicht neben anderem Obst und Gemüse lagern

Zahlreiche Obstsorten, aber auch manches Gemüse, bilden das leicht süßlich riechende Reifegas Ethylen. Dazu gehören beispielsweise Bananen, Äpfel, Pfirsiche, Pflaumen und Birnen, aber auch Tomaten. Befinden sie sich direkt neben den Kartoffeln, reifen diese auch schneller und verderben entsprechend früher.

Fazit: Kartoffeln werden optimal zwischen 4 und 11 °C gelagert. Sie müssen trocken, luftig und vor allem dunkel verwahrt werden. Faule und keimende Knollen gehören regelmäßig aussortiert.
Text: C. D. / Stand: 21.02.2017