Hygiene in der Küche

Hygiene in der Küche
Hygiene in der Küche ist sehr wichtig
Foto: © Patryssia

Die Küche ist der zentrale Ort in der Wohnung: man trifft sich zum Essen, es wird geschnippelt und gekocht, leckere Kuchen entstehen oder es wird einfach nur die Brotbüchse der Kinder vorbereitet. Aufgrund der vielen Lebensmittel, die in der Küche verarbeitet werden, ist die Hygiene in diesem Raum der Wohnung besonders wichtig. Denn nicht nur verdorbene Lebensmittel können zu ernsthaften Erkrankungen führen, sondern auch ein unsaubere Küche, die oft erst auf den zweiten Blick erkennbar ist.

Was gehört zur Küchenhygiene?

Doch worauf genau sollte man nun achten? Ist es wirklich notwendig die Küche nach jeder Benutzung zu putzen oder gar mit Desinfektionsmitteln zu reinigen? Hier ein paar Tipps zum Thema Hygiene in der Küche:

Das Spülbecken als Hygienefalle

Schnell den Rest Kakao ins Becken gekippt, die fettige Sauce vom Teller gespült oder den Abwaschlappen tropfnass auf dem Rand liegengelassen - das Spülbecken ist ein idealer Ort für Bakterien. Waschen Sie daher bei möglichst hohen Temperaturen ab. Spülen Sie das Geschirr möglichst zeitnah nach der Nutzung, ohne es lange einzuweichen, damit sich Keime nicht unnötig bei Zimmertemperatur vermehren können. Nach dem Abwasch reicht es aus, das Becken mit warmem Wasser auszuspülen und keine Lebensmittelreste im Sieb zu hinterlassen. Hin und wieder kann der Abfluss mit einer warmen Sodalösung durchspült werden, um Geruchsbildung zu vermeiden.
Tipps für die Verwendung von Waschsoda

Die eigene Hygiene beachten

Selbstverständlich gilt immer: vor der Arbeit in der Küche werden die Hände gründlich mit Seife gewaschen. Und auch zwischen den einzelnen Arbeitsschritten hilft es, regelmäßig die Hände zu säubern. Besonders dann, wenn rohes Geflügel oder roher Fisch verarbeitet werden. Damit das sprichwörtliche "Haar in der Suppe" vermieden wird, können lange Haare zusammengebunden werden. Ringe und Armbänder sind überdies Träger vieler Keime, sie sollten vor der Zubereitung von Speisen abgelegt werden.

Textile Hygiene in der Küche

Das wohl am höchsten keimbelastete Teil der Küche ist der Topfschwamm bzw. der Abwaschlappen. Beide sollten ein Mal pro Woche ausgekocht oder gewechselt werden. Darüber hinaus ist es für eine hygienische Küche notwendig, regelmäßig die Handtücher zu wechseln und diese mindestens einer 60°C - Wäsche zu unterziehen.

Oberflächenhygiene

Es ist keinesfalls notwendig, sämtliche Küchenarbeitsplatten mit Desinfektionsmittel zu behandeln. Wer darauf achtet nach jeder Essenszubereitung die Arbeitsflächen feucht abzuwischen und Speisereste zu entfernen, beugt bereits vielen Keimen vor.

Schneidbretter gründlich säubern

Schneidbretter sorgen immer wieder für Unsicherheiten. Werden verschiedene Lebensmittel nacheinander darauf geschnitten, kann es zu sogenannten Kreuzkontaminationen führen. Dies gilt insbesondere dann, wenn rohes Fleisch oder Fisch verarbeitet werden, und danach Gemüse oder Obst auf dem Brett verarbeitet werden. Heißes Abspülen mit ein wenig Spülmittel reicht in der Regel völlig aus, um Erkrankungen durch mangelnde Hygiene, wie etwa Salmonellen, vorzubeugen. Das Schneidbrett selbst ist am Einfachsten zu reinigen, wenn es keine tiefen Rillen und Furchen besitzt.

Die Reinigung des Kühlschranks nicht vergessen

Auf engem Raum werden viele Lebensmittel im Kühlschrank gelagert. Da tropft ein wenig Sauce daneben, dort lief ein Jogurt aus: Ein sauberer Kühlschrank ist für eine hygienische Küche sehr wichtig. Dafür sollte er nicht nur kühl genug eingestellt sein (8°C), sondern offene Lebensmittel abgedeckt oder verpackt gelagert und verfallene Nahrungsmittel aussortiert werden. Wer seinen Kühlschrank regelmäßig mit etwas Essigwasser auswischt, braucht sich dann keine Sorgen mehr zu machen.
Tipps zum Kühlschrank reinigen

Es ist keinesfalls notwendig, seine Küche "steril" zu halten und ständig Desinfektionsmittel einzusetzen. Die einfachsten Regeln reichen bereits aus, um in einer hygienischen Küche weiterhin genussvoll Speisen zubereiten zu können und dabei nicht krank zu werden.
Sie müssen also nicht für übertriebene Sauberkeit im Haushalt sorgen!
Text: C. D. / Stand: 10.01.2017