Blusen bügeln - Wie?

Frau bügelt eine Bluse
Wie bügelt man Blusen? - Foto: © Africa Studio

Jede Frau hat mindestens eine Bluse in ihrem Kleiderschrank, denn diese vielseitigen Kleidungsstücke haben den Vorteil, dass sie sowohl zum festlichen wie auch zum legeren Outfit passen. Allerdings bedürfen Blusen besonderer Pflege. Sind sie nicht aus reinen Kunstfasern, müssen sie nämlich meistens gebügelt werden. Knitterfalten am Kragen oder an der Knopfleiste sehen nicht nur unschön aus, sondern wirken auch ungepflegt. Auch wenn der Blusenschnitt sehr schlicht ist, müssen beim Bügeln einige Dinge beachtet werden, um ein schönes Ergebnis zu erhalten. Mit ein paar Tricks, planvollem Vorgehen und etwas Übung verliert das Blusen bügeln jedoch seinen Schrecken und gelingt in kurzer Zeit. Lesen Sie auch: Tipps zum Kleidung kaufen

Spezielles Zubehör erleichtert das Bügeln

Grundsätzlich reichen ein einfaches Bügeleisen und eine dicke Decke auf dem Küchentisch zum Bügeln aus.

Dennoch kann das Glätten von Textilien durch geeignete Hilfsmittel und moderne Technik wesentlich erleichtert werden. Viel einfacher als auf einem Tisch kann auf einem Bügelbrett gearbeitet werden. In der Regel können Bügelbretter, auch Bügeltische genannt, auf die individuelle Arbeitshöhe eingestellt werden. Das erspart Rückenschmerzen. Ein metallbedampfter Bezug reflektiert außerdem die Hitze des Bügeleisens, sodass dieses leichter über den Stoff gleitet. Bügelbretter sind in jedem größeren Kaufhaus oder in Haushaltsbedarfsläden erhältlich. Speziell für das Plätten von Blusen und Hemden lohnt sich zudem die Anschaffung eines Ärmelbretts, auf das die Ärmel einzeln gezogen und rundum gebügelt werden können. Damit ist das Bügeln wesentlich komfortabler und das unbeabsichtigte Einbügeln von Falten wird verhindert.

Wo kann man Bügelbretter kaufen?
Anzeige:
Zum Beispiel online bei Amazon. Hier finden Sie eine riesige Auswahl verschiedener Hersteller und Modelle sowie passendes Zubehör. Bügelbrett jetzt bei Amazon kaufen

Die Wahl des richtigen Bügeleisens

Unsere Urgroßmütter mussten für das Bügeln viel Kraft aufwenden. Die ersten elektrischen Bügeleisen waren meistens aus massivem Metall, benötigten lange Zeit zum Heißwerden und die Hitze konnte nicht reguliert werden. Der Einbau von Heizspiralen und Thermostaten machte die Bügeleisen nicht nur leichter, sondern auch flexibler einsetzbar. Eines hat sich jedoch nicht verändert: Damals wie heute muss das Bügeleisen gleichmäßig über den Stoff geführt werden, um diesen zu glätten. Die Auswahl an Geräten ist heutzutage fast unüberschaubar und fällt daher vielen nicht leicht. Nicht immer ist das teuerste Bügeleisen auch das beste. Wichtiger ist es, auf folgende Aspekte zu achten: Das Bügeleisen sollte technisch geprüft sein, gut in der Hand liegen und einen Temperaturregler haben. Einfacher bügeln lässt es sich mit einem Dampfbügeleisen, da feuchter Stoff schneller glatt wird. Wer häufig und viel bügelt, kann sich die Arbeit mit einer Dampfbügelstation erleichtern.

Vorbereitung ist die halbe Arbeit

Viel Bügelarbeit kann eingespart werden, wenn die Blusen bereits beim Waschen und Trocknen eine Sonderbehandlung erfahren. Die Kleidungsstücke dürfen nicht heißer gewaschen werden, als es der Hersteller auf dem eingenähten Waschetikett angibt. Einige Stoffe verzeihen zu viel Hitze nämlich nicht und bestrafen dies mit Knittern, Einlaufen oder Farbverlust. Idealerweise werden Blusen mit der Hand oder im Feinwaschgang gewaschen und nicht zu stark geschleudert. Wird die Kleidung an der Luft getrocknet, empfiehlt sich das lockere Aufhängen auf einem Kleiderbügel. Viele Knitterfalten hängen sich hierbei schon fast von selbst aus. Das Bügeln geht übrigens leichter von der Hand, wenn der Stoff noch nicht ganz trocken ist. Bevor es mit dem Blusenbügeln losgehen kann, ist noch einmal ein Blick auf das Waschetikett notwendig, auf dem durch kleine Bügeleisensymbole angegeben wird, welche Temperatur das Material verträgt. Ein Punkt innerhalb des Symbols gibt an, dass möglichst ohne Dampf und nur bis 110 Grad gebügelt werden darf. Sind es zwei Punkte, kann die Bügeltemperatur bei bis zu 150 Grad liegen und bei drei Punkten sind es 200 Grad.

Anleitung zum Blusen bügeln

Beim Bügeln einer Bluse ist die richtige Reihenfolge wichtig. Man beginnt mit dem Kragen, der zuerst innen und dann außen gebügelt wird. Hierbei wird das Bügeleisen vorsichtig bis in die Ecken geführt. Als nächstes ist die Schulterpartie dran. Diese wird vorsichtig vom Kragen bis zur Ärmelnaht gebügelt. Im folgenden Schritt werden die Ärmel geglättet. Das geht am einfachsten, wenn sie über ein Ärmelbrett gezogen werden. Hat die Bluse Manschetten, dürfen diese dabei nicht vergessen werden. Dann wird die Bluse längs mit dem Kragen an der schmalen Seite und dem Rücken nach oben über das Bügelbrett gelegt. So kann die hintere Blusenseite bequem gebügelt werden. Ebenso verfährt man mit der rechten und der linken Seite, wobei man mit der Knopf- beziehungsweise der Knopflochleiste beginnt. Zum Abschluss wird die Bluse auf einen Kleiderbügel gehängt, damit sie abkühlt und eventuelle Restfeuchtigkeit trocknet.
Text: H. J. / Stand: 21.02.2017