Holzmöbel pflegen

Holzmöbel in der Wohnung
Holzmöbel pflegen, damit sie lange halten
Foto: © Ruth P. Peterkin

Kenner schätzen Holzmöbel aufgrund ihrer natürlichen und warmen Ausstrahlung. Die lebendige Struktur der Möbel verleiht ihnen einen ganz speziellen Charakter. Mit der Zeit verändert sich der Werkstoff Holz allerdings. Er verliert an Schönheit und Qualität, wird er nicht ausreichend und vor allem auf die richtige Art und Weise gepflegt. Kratzer, Dellen und Farbverluste gehören neben hässlichen Flecken zu den Hauptproblemen.

Es ist also unerlässlich die Holzmöbel zu pflegen. Dazu gehört aber mehr als nur mal staubzuwischen! Gelegentlich brauchen Holzmöbel auch eine Basispflege. Auch sollte man Kratzer schnellstmöglich entfernen.

Tipps für die richtige Pflege von Holzmöbeln

Doch wie reinigt man Holzmöbel richtig? Welche Produkte eignen sich dafür? Das und mehr erfahren Sie auf den folgenden Seiten:

Die Reinigung von Holzmöbeln

Holzmöbel halten so manches aus, aber auch an ihnen geht der Alltag nicht spurlos vorüber. Das wöchentliche Staubwischen reicht für wenig benutzte Holzmöbel meist schon aus. Ein Staubwedel oder ein Staublappen sind dafür besser geeignet, als moderne Mikrofasertücher. Sie hinterlassen hauchdünne Kratzer auf der Oberfläche der Möbel, die spätestens im Streiflicht sichtbar werden. Nässe hingegen verträgt Holz gar nicht. Das kostbare Holz quillt dadurch auf, erhält im ungünstigsten Fall bleibende Wasserflecken und nimmt womöglich dauerhaft Schaden. Wer jedoch eine Arbeitsplatte oder einen Küchentisch aus Holz sein Eigen nennt, kommt um die Nassreinigung nicht herum. Ein gut ausgewrungener Lappen und das sofortige Trockenwischen mit einem Baumwolltuch ist kein Problem, sofern die Oberfläche des Holzes ausreichend versiegelt wurde. Hartnäckige Flecken bekommen Sie in der Regel mit pH-neutralem "Neutralreiniger" aus der Drogerie in den Griff.

Das Holz versiegeln als Basispflege

Das regelmäßige Entfernen von Schmutz und Staub reicht nicht aus, um seine Holzmöbel ausreichend zu pflegen. Um dauerhaften Schutz vor Nässe oder starker Trockenheit sowie vor Schmutz und Staub zu erhalten, braucht der Werkstoff Holz eine Basispflege, die immer wieder aufgefrischt werden muss. Mindestens ein- oder zweimal pro Jahr benötigt ein Holzmöbel diese Aufmerksamkeit. Abhängig von der bisherigen Oberflächenversiegelung des Holzmöbels, wählen Sie ein entsprechendes Produkt. Vollholzmöbel, die mit Lacken gestrichen wurden, brauchen kaum Pflege. Ihnen reicht eine biologisch abbaubare Möbelpolitur, um den alten Glanz des Lacks wieder herzustellen. Lasierte Möbel oder naturbelassene Holzmöbel hingegen brauchen eine regelmäßige Pflege. Wahlweise kann dies mit Ölen oder Wachsen bzw. mit Hartölen erfolgen.

Öl, Wachs oder Hartöl - jedes Mittel hat seine besondere Eigenschaft

Hartöle sind eine Mischung aus Ölen und speziellen Wachsen, die nach wie vor diffusionsoffen wirken aber eine sehr gute wasserabweisende Eigenschaft besitzen. Wachse allein dringen nicht tief in das Holz ein, aber sie härten aus und lassen sich polieren. Daher haben mit Wachs gepflegte Holzmöbel einen ganz speziellen Glanz und heben die Maserung deutlich hervor. Öle arbeiten sich mit der Zeit tief in das Holz ein, der ursprüngliche Farbton des Holzes sowie seine Struktur wird intensiviert und die natürliche Ausstrahlung vertieft.

Auf hochwertige Pflegeprodukte achten, Speiseöle meiden

Wichtig ist, dass die verwendeten Produkte keine Silikonöle enthalten oder anderweitig auf Mineralölbasis hergestellt wurden. Entsprechende Pflegemittel, die oft in preiswerten Möbelpolituren enthalten sind, dringen tief in das Holz ein und bleiben dauerhaft darin enthalten. Das quasi verkleisterte Möbelstück kann daraufhin nicht mehr atmen und keine Feuchtigkeit aufnehmen oder abgeben. Diese Eigenschaft ist für Holzmöbel jedoch sehr wichtig, um sich beispielsweise der Luftfeuchte der Wohnung anzupassen. Öle, die bei der Möbelpflege zum Einsatz kommen, sind speziell hergestellt. Die in Haushalten verwendeten Speiseöle eignen sich hingegen nicht für Holzmöbel. Sie härten nicht aus und werden im Holz ranzig.

Zum Holzmöbel pflegen die Pflegeprodukte korrekt anwenden

Auf dem Holzpflegemittel geben die Hersteller die genaue Anweisung, wie mit dem Produkt umzugehen ist. Allgemein gesprochen, wird das Holzmöbel vor der Pflege gesäubert, grober Schmutz und Staub entfernt. Mitunter muss das Möbelstück von kleinen Kratzern oder Rillen bzw. Flecken durch Anschleifen der betroffenen Stelle befreit und ausgebessert werden. Eine Pflege auf Holz tragen Sie immer mit einem saugfähigen Tuch in Faserrichtung des Werkstoffs auf, überschüssige Flüssigkeit nehmen Sie mit einem weichen fusselfreien Tuch auf. Verwenden Sie nur sehr wenig Pflegemittel, denn diese sind sehr ergiebig. Nach dem Trocknen kann das Holz auf Wunsch nochmals mit einer Bürste oder einem Tuch auf Glanz gebracht werden. Haben Sie noch nicht das gewünschte Ergebnis erzielt, wiederholen Sie einfach den Vorgang. Die Holzmöbel sehen nach dieser aufmerksamen Behandlung wieder wunderschön aus.
Text: C. D. / Stand: 21.02.2017