Ein Wollpullover bei 60 Grad in der Waschmaschine, die Seidenbluse im Trockner – solche Missgeschicke lassen sich mit einem kurzen Blick auf das Pflegeetikett vermeiden. Die kleinen Piktogramme im Bund oder Seitennaht zeigen Ihnen genau, wie Sie jedes Kleidungsstück waschen, trocknen, bügeln oder reinigen dürfen, ohne dass es Schaden nimmt. Wir erklären, was die einzelnen Wäschesymbole bedeuten und worauf Sie beim Lesen der Etiketten achten sollten.
Wäschesymbole / Waschzeichen
Textilpflegesymbole: Genormt und weltweit einheitlich
Umgangssprachlich spricht man von Wäschesymbolen oder Waschzeichen. Korrekt heißen die kleinen Bildchen auf dem Etikett Pflege- oder Textilpflegesymbole. Es handelt sich um vereinfachte Darstellungen, sogenannte Piktogramme, die auf einem kleinen angenähten Etikett zu finden sind.
Das heutige Erscheinungsbild der Symbole gibt es seit der markenrechtlichen Hinterlegung im Jahr 1958. Seit 1975 wacht die Organisation „Groupement International d’Etiquetage pour l’Entretien des Textiles“, kurz GINETEX, über die Verwendung der Pflegesymbole. Wer sie auf seinen Etiketten nutzen will, benötigt eine Lizenz.
Das Pflegeetikett ist in Deutschland und der EU übrigens nicht verpflichtend. Hersteller bringen es freiwillig an – allerdings aus gutem Grund: Ohne Pflegehinweise können sich Händler bei Reklamationen nicht auf einen unsachgemäßen Umgang berufen.
Übersicht von gängigen Textilpflegesymbolen / Waschzeichen
Die Textilpflegesymbole stehen in einer festgelegten Reihenfolge auf dem Etikett – von links nach rechts immer in dieser Reihenfolge: Waschen, Bleichen, Trocknen, Bügeln, Chemische Reinigung
Jede Kategorie hat ihr eigenes Grundsymbol: der Waschbottich fürs Waschen, das Dreieck fürs Bleichen, das Quadrat fürs Trocknen, das Bügeleisen fürs Bügeln und der Kreis für die chemische Reinigung.
Diese Symbole finden Sie am häufigsten auf Pflegeetiketten. Wer sie kennt, kommt im Alltag meist ohne langes Nachschlagen aus:
- Waschbottich mit der Zahl 30, 40 oder 60 – das Kleidungsstück darf maximal bei dieser Temperatur gewaschen werden.
- Quadrat mit Kreis und Punkt – Wäsche ist für den Trockner geeignet. Ein Punkt steht für niedrige, zwei Punkte für normale Temperatur.
- Bügeleisen mit einem, zwei oder drei Punkten – gibt die zulässige Bügeltemperatur an (niedrig, mittel, hoch).
- Durchgestrichenes Dreieck – das Textil darf nicht gebleicht werden.
- Kreis mit einem Buchstaben (P oder F) – das Kleidungsstück gehört in die chemische Reinigung.
Das wichtigste Extra-Zeichen: der Balken unter dem Symbol
Unter jedem Pflegesymbol können ein oder zwei waagerechte Striche stehen. Ein Strich bedeutet, dass schonender als üblich vorgegangen werden muss. Zwei Striche stehen für einen besonders schonenden Umgang – etwa bei Seide, Wolle oder empfindlichen Mischgeweben.
Durchgestrichene Symbole – das absolute Verbot
Ist ein Symbol mit einem schrägen Kreuz durchgestrichen, darf die entsprechende Behandlung auf keinen Fall angewendet werden. Ein durchgestrichener Waschbottich etwa heißt: Nicht in der Waschmaschine waschen – sondern allenfalls von Hand oder in der chemischen Reinigung.
Die gängigsten Waschsymbole:
Diese Waschsymbole sind am häufigsten auf Textilien zu finden. Kennt man ihr Bedeutung kann sie entsprechend behandeln.
Wäsche bei 30 Grad waschbar
Wäsche darf in den Trockner
Mit geringer Temperatur bügeln
Wäsche darf nicht gebleicht werden
So lesen Sie die Wäschesymbole richtig
Die Symbole zeigen immer an, was ein Textil maximal aushält. Steht auf dem Etikett beispielsweise der Waschbottich mit „60“, können Sie das Kleidungsstück auch bei 30 oder 40 Grad waschen – heißer aber nicht. Das gilt genauso für Trockner- und Bügeltemperaturen.
Welche Pflege im Einzelfall wirklich sinnvoll ist, verraten die Symbole hingegen nicht. Ein T-Shirt wird bei 30 Grad meist genauso sauber wie bei 40 Grad und spart dabei deutlich Energie. Je niedriger die Temperatur, desto besser für Stoff, Umwelt und Stromrechnung.
Was tun, wenn das Etikett fehlt?
Manche Etiketten kratzen im Nacken und werden kurzerhand herausgetrennt. Spätestens beim nächsten Waschgang folgt dann das böse Erwachen: Woher wissen, wie der Pullover behandelt werden darf?
Ein praktischer Tipp: Fotografieren Sie das Pflegeetikett mit dem Smartphone, bevor Sie es abschneiden. Legen Sie dafür am besten ein eigenes Album in der Fotogalerie an. So haben Sie die Pflegehinweise jederzeit griffbereit, ohne dass das Etikett beim Tragen stört.
Fehlt das Etikett bereits und Sie sind sich unsicher, hilft ein Blick auf das Material: Baumwolle verträgt in der Regel 40 bis 60 Grad, Synthetikfasern wie Polyester 30 bis 40 Grad. Wolle und Seide gehören ins Woll- oder Handwaschprogramm bei maximal 30 Grad. Im Zweifel gilt: Lieber eine Nummer kühler waschen und auf den Trockner verzichten.
Häufige Fragen zu Pflegesymbolen
Rund um die Textilpflegesymbole tauchen immer wieder dieselben Fragen auf. In unserem FAQ zu Pflegesymbolen beantworten wir die wichtigsten davon im Detail:
Text: Ana W. – Hausfrau
Alle Waschsymbol Bilder: © Tsvetina – stock.adobe. com
Diese Seite wurde zuletzt am 09.04.2026 aktualisiert
Mehr Tipps zur Wäschepflege:
Haushaltstipps.com – Ihr Haushaltsratgeber mit praktischen Tipps für Ihre Hausarbeit:
Internes: