Wirksame Maßnahmen und Hausmittel gegen Mücken in der Wohnung
Sommerabende mit offenem Fenster sind eigentlich etwas Schönes - wären da nicht die Mücken. Schon ein einziges Tier im Raum kann den Schlaf stören und für unangenehme Stiche sorgen. Vor allem in mückenreichen Sommern zeigt sich schnell, wie leicht die Insekten ins Haus gelangen. Umso wichtiger ist es, nicht nur spontan zu reagieren, sondern Mücken gezielt aus der Wohnung zu vertreiben und ihren Zugang möglichst von Anfang an zu verhindern.
Im Folgenden erklären wir, welche Maßnahmen Mücken zuverlässig aus der Wohnung fernhalten - und welche eher bescheidene Wirkung haben, aber trotzdem verbreitet sind.
Mücken gar nicht erst reinlassen
Die wirksamste Methode ist die einfachste: Mücken kommen durch offene Fenster und Türen. Wer das unterbindet, hat das Problem an der Wurzel gepackt.
- Fliegengitter sind dafür die erste Wahl. Einfache Modelle, die mit Klettband ins Fenster geklebt werden, gibt es schon ab etwa 7 Euro und sind in wenigen Minuten montiert. Für Balkontüren gibt es zweiteilige Schutzgitter oder Magnetvorhänge, die sich selbst schließen - praktisch, wenn man oft raus und rein geht. Anthrazit oder Schwarz fällt optisch am wenigsten auf. Wer die Gitter rechtzeitig im Frühjahr anbringt - also bevor die Mückensaison richtig losgeht - kommt den Sommer über meist ungestört durch. Wir haben seit Jahren sehr gute Erfahrungen mit den Fliegengittern gemacht
- Moskitonetz über dem Bett ist eine gute Ergänzung, besonders wenn das Fenster nachts offenbleiben soll und kein Fliegengitter vorhanden ist. Es gibt runde und eckige Modelle ab ca. 10 Euro. Dekorativ sieht es obendrein aus.
- Durchzug klingt simpel, funktioniert aber tatsächlich: Wer mehrere Fenster und Türen gleichzeitig öffnet und einen kräftigen Luftzug erzeugt, kann Mücken damit nach draußen befördern. Das ist natürlich keine Dauerlösung, hilft aber, wenn man eine oder mehrere Mücken im Zimmer hat und sie schnell loswerden möchte.
Mit "Durchzug" können Sie übrigens auch Fliegen in der Wohnung ganz einfach loswerden!
Mücken mit Düften vertreiben
Mücken orientieren sich stark über ihren Geruchssinn - und bestimmte Düfte mögen sie nicht. Das lässt sich nutzen, auch wenn die Wirkung nicht so zuverlässig ist wie ein Fliegengitter.
- Ätherische Öle wie Lavendel, Zitronengras, Citronella, Pfefferminz oder Eukalyptus verströmen Gerüche, die Mücken abhalten können. Am einfachsten geht das mit einem Diffusor oder einer Duftlampe in der Nähe des Fensters. Duftkerzen mit entsprechenden Aromen wirken ähnlich. Wichtig: Ätherische Öle sind nichts für Kleinkinder und sollten bei Allergikern oder Asthmatikern mit Bedacht eingesetzt werden.
- Pflanzen auf der Fensterbank sind eine natürliche und dekorative Ergänzung. Lavendel, Zitronenmelisse, Basilikum, Rosmarin und die Duftpelargonie (Zitronengeranie) geben Gerüche ab, die Mücken nicht mögen. Einen messbaren Schutz bieten sie allein nicht - wer aber ohnehin Kräuter auf der Fensterbank zieht, hat damit zumindest einen kleinen Nebeneffekt.
- Kaffeesatz taucht in vielen Internetportalen als Hausmittel auf. Die Idee: Getrockneten Kaffeesatz in einer feuerfesten Schale anzünden, der Rauch soll Mücken vertreiben. Der Effekt ist zwar nicht wissenschaftlich belegt, aber wer den Morgenkaffee ohnehin mit Filter zubereitet, kann es ausprobieren - aufwendig ist es jedenfalls nicht.
Elektrische Hilfsmittel: was taugen sie?
Im Handel gibt es eine Reihe elektrischer Geräte gegen Mücken. Die Unterschiede sind erheblich.
- UV-Insektenvernichter locken Insekten mit UV-Licht an und töten sie durch einen Stromschlag. Was in Bäckereien und Restaurants seit Jahrzehnten üblich ist, funktioniert auch zuhause - allerdings mit Einschränkungen. Stechmücken lassen sich von UV-Licht kaum anlocken, sie orientieren sich primär am CO₂ der Atemluft und am Körpergeruch. Für Fliegen und andere Insekten sind diese Geräte deutlich wirksamer. Außerdem: Im Außenbereich und direkt an offenen Fenstern sollte man sie nicht aufstellen, da sie auch Nützlinge anziehen und töten.
- Elektrische Verdampfer mit Insektizid töten Mücken zuverlässig. Das Umweltbundesamt rät vom Einsatz in Innenräumen ab, besonders wenn Kinder oder Haustiere im Haushalt leben. Wer darauf nicht verzichten möchte, sollte das Gerät nur kurzzeitig und im gut gelüfteten Raum verwenden.
Was nach dem Stich hilft
Wenn es trotz allem passiert ist, muss man den Juckreiz in den Griff bekommen. Kühlen hilft am schnellsten - ein kurz in kaltes Wasser getauchtes Tuch oder ein Kühlakku aus dem Gefrierfach. Wer häufiger gestochen wird, sollte ein Antihistaminikum-Gel in der Apotheke besorgen; das lindert den Juckreiz deutlich besser als reines Kühlen. Mehr dazu im Artikel Mückenstiche behandeln.