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Küchentipps
Hier erfahren Sie wie Sie verschiedene Gemüse richtig zubereiten. Wie Gemüse kochen, braten oder roh zubereiten?
Gemüse ist der Grundstein für eine gesunde Ernährung und sollte auf dem Speiseplan ganz oben stehen – am besten mehrmals täglich, regional und in Bio-Qualität. Karotten, Zucchini, Paprika & Co. versorgen uns mit wertvollen Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen und Ballaststoffen. Und das Beste: Gemüse schmeckt herrlich frisch und knackig – sofern es richtig zubereitet wird. Aber wo liegt eigentlich der Unterschied zwischen Rohkost, Kochen, Dünsten, Blanchieren, Grillen, Braten und Einkochen? Was gilt es zu beachten? Mit diesen Tipps ist die richtige Zubereitung von Gemüse ein Leichtes.
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Beim Gemüse kochen gehen viele Vitamine und Nährstoffe verloren. Je länger das Gemüse gekocht wird, desto mehr Nährstoffe werden zerstört – hohe Verluste bei wasserlöslichen Vitaminen, je nach Sorte und Methode bis 90% bei langem Kochen in viel Wasser. Daher ist es ratsam, die Kochdauer so kurz wie möglich zu halten. Generell sind schonende Zubereitungsarten (z.B. Dünsten) für die meisten Gemüsesorten empfehlenswerter. Eine Ausnahme bilden die unterschiedlichen Kohlsorten. Erst durch längeres Kochen werden sie für den menschlichen Verdauungstrakt bekömmlich.
Beim Gemüse kochen entweichen viele wertvolle Inhaltsstoffe aus dem Gemüse und gehen in das Kochwasser über. Schütten Sie dieses nicht weg – verwenden Sie es lieber als Basis für eine leckere, nährstoffreiche und aromatische Soße oder Suppe!
Durch Dünsten lässt sich rohes Gemüse bei geringer Temperatur schonend und schnell zubereiten. Der Vorteil: Im Gegensatz zum Kochen bleiben wertvolle Vitamine, Mineralien und Spurenelemente beim Dünsten erhalten. Sie benötigen dazu nichts weiter als eine Gemüsesorte Ihrer Wahl, eine geringe Menge Wasser oder Öl und einen Topf mit Deckel. Möhren, Brokkoli, Kürbis, Spinat, Paprika, Blumenkohl, Kohlrabi, Porree und Pastinaken sind für diese Zubereitungsart besonders gut geeignet.
Hinweis: Man kann Gemüse natürlich auch mit etwas Knoblauch dünsten oder anbraten. Dann riecht aber oft die ganze Wohnung nach Knoblauch.
Erfahren Sie bei uns, wie Sie Knoblauchgeruch loswerden können.
Das Dampfgaren ist eine der schonendsten Methoden, um Gemüse zuzubereiten - und dabei gleichzeitig eine der einfachsten. Da das Gemüse nicht direkt im Wasser liegt, sondern nur vom Wasserdampf umhüllt wird, bleiben Vitamine, Mineralien und die natürlichen Aromen besonders gut erhalten. Wer häufig Gemüse auf dem Speiseplan hat, wird den Dampfgarer schnell zu schätzen wissen.
Für den Dampfgarer besonders gut geeignet sind Brokkoli, Blumenkohl, Karotten, Zucchini, Kohlrabi, Spargel, Spinat und Erbsen. Stärkereiche Gemüsesorten wie Kartoffeln oder Rote Beete brauchen etwas länger.
Unser Tipp: Sie können im Dampfgarer mehrere Gemüsesorten gleichzeitig garen - einfach nach Garzeit gestaffelt einlegen. So ist alles zur gleichen Zeit fertig und nichts wird matschig.
Der Airfryer erlebt in vielen Küchen gerade einen echten Boom - und das zu Recht. Mit heißer Umluft bei hoher Temperatur erzeugt er an Gemüse eine herrlich krosse Oberfläche, die an Ofengemüse oder sogar gegrilltes Gemüse erinnert. Das Beste: Er braucht dafür kaum Fett und ist deutlich schneller als ein herkömmlicher Backofen.
Besonders gut funktionieren im Airfryer Paprika, Zucchini, Brokkoli, Karotten, Champignons, Zwiebeln, Spargel, Süßkartoffeln und Rosenkohl. Wässriges Gemüse wie Tomaten oder Gurken ist weniger geeignet, da es dabei zu weich wird.
Achtung: Füllen Sie den Korb nicht zu voll. Im Zweifel lieber in zwei Portionen garen - das Ergebnis ist deutlich besser.
Unser Tipp: Gemüse aus dem Airfryer eignet sich hervorragend als Beilage, aber auch als Basis für Bowls, Wraps oder als Topping für Salate.
Blanchieren ist eine Zubereitungstechnik, die Gemüse haltbar, bissfest und verträglicher macht. Diese Methode ist besonders geeignet, um das Gemüse aufs Einfrieren vorzubereiten. Zudem ist blanchiertes Gemüse besonders bekömmlich, weil die hohen Temperaturen verdauungsfeindliche Enzyme deaktivieren. Auch tötet die Hitze Mikroorganismen wie Pilze und Keime ab, die die Zeit im Tiefkühlfach problemlos überstehen würden. Vitamine, Mineralien, Knackigkeit und Farbe bleiben beim Blanchieren erhalten. Empfindliches Gemüse wie Spinat, Mangold, Chinakohl und Zuckerschoten benötigt nur wenige Sekunden. Gemüsesorten wie Sellerie, Paprika, Rosenkohl und Rote Beete müssen einige Minuten blanchiert werden.
Rohkost ist ein wertvoller Energielieferant: Vitamine und Mineralien, die durch das Kochen verlorengehen, bleiben bei dieser Zubereitungsart erhalten. Zudem ist rohes Gemüse nur schwer verdaulich und hält somit lange satt. Gemüsesorten wie Blumenkohl, Fenchel, Chicorée, Brokkoli, Karotten, Frühlingszwiebeln, Knoblauch, Kohlrabi, Kürbis, Meerrettich, Paprika, Rosenkohl, Rote Beete, Schwarzwurzel, Spargel, Spinat, Süßkartoffeln, Tomaten, Zucchini sowie Champignons und andere Zuchtpilze lassen sich bedenkenlos als Rohkost (z.B. im Salat) servieren.
Gemüsesorten wie Hülsenfrüchte und Kartoffeln sind in rohem Zustand unverträglich, Auberginen und Bohnen sogar giftig. Sie werden erst durch Kochen, Braten, Grillen oder Blanchieren genießbar. Auch Waldpilze sollten vor dem Verzehr erhitzt werden, da viele Parasiten erst bei ca. 100 Grad absterben, wie z.B. die Eier des berüchtigten Fuchsbandwurms.
Die Zubereitung von Rohkost variiert von Sorte zu Sorte. Rohe Karotten, Zucchini oder Salatgurken sind sowohl mit als auch ohne Schale genießbar. Davor bitte unbedingt sorgfältig waschen! Bei Gemüsesorten wie Zwiebeln oder weißem Spargel sollte die Schale vorab entfernt werden. Anschließend kann das Gemüse in Scheiben, Würfel oder Stifte geschnitten oder evtl. geraspelt werden. Erfahren Sie auch wie man Radieschen aufbewahren kann.
Einkochen, einwecken oder einmachen ist eine Zubereitungstechnik, die Gemüse über einen längeren Zeitraum haltbar macht. So sind Gemüsesorten wie Tomaten, Gurken, Paprika, Kraut und Pilze jederzeit vorrätig und verfügbar. Der Nachteil: Hitzesensible Vitamine wie Vitamin C, B1 und B2 gehen beim Einwecken leider verloren. Neben der Gemüsesorte Ihrer Wahl brauchen Sie ein Weck- oder Spannbügelglas mit Gummidichtung und einen großen Topf mit Wasser. Auch Schraubgläser haben sich fürs Einkochen bewährt.
Gebratenes Gemüse besticht durch seine intensiven Röst- und Aromastoffe. Fast jedes Gemüse ist zum Braten geeignet – von der Paprika über Karotten und Zucchini bis hin zu Pilzen und Auberginen. Kurzes Braten schont die hitzeempfindlichen Vitamine und Nährstoffe.
Auch beim Grillen entfalten die verschiedenen Gemüsesorten ihre herrlichen Röstaromen. Zwiebeln, Paprika, Zucchini, Auberginen, Mais, Kartoffeln und Süßkartoffeln, Tomaten, Pilze, Spargel Blumenkohl und Kürbis werden durch diese Zubereitungsart besonders schmackhaft. Sie können das Gemüse sowohl auf dem Elektro- oder Holzkohlegrill als auch auf dem Grillrost im Backofen grillen. Auch in der Grillsaison 2026 ist das Gemüse grillen sehr beliebt! Besonders Frauen tauschen ein Stück Fleisch gerne mal gegen Gemüse vom Grill.
Sie sehen wie vielfältig man das Gemüse zubereiten kann. Gemüse kochen kennt jeder! Versuchen Sie es doch auch mal mit braten, backen oder grillen! Das bringt Abwechslung auf den Teller! Verwenden Sie nach Möglichkeit immer Obst und Gemüse der Saison. Dieses hat kurze Lieferwege und kann daher im reifen Zustand geerntet werden. So bleiben Vitamine, Mineralstoffe und vor allem der Geschmack erhalten. Wichtig ist aber auch das richtige Messer zu verwenden! Lesen Sie dazu: Welche Küchenmesser braucht man wirklich?
Weitere Tipps für das Lebensmittel zubereiten haben wir natürlich auch für Sie. Des Weiteren erklären wir wie man Kartoffeln lagern sollte, damit sie lange frisch bleiben.
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