Tipps für die Autopflege im Frühjahr

Frühjahrszeit ist Putzzeit. Wenn die Sonne wieder vom Himmel lacht und jedes einzelne Staubkorn erkennen lässt, soll nicht nur die Wohnung wieder fein werden – Millionen von Deutschen kümmern sich außerdem um ihr liebstes Kind, das Auto. Gründlich sauber wird das Fahrzeug in der Waschstraße. Damit Sie lange Freude an Ihrem sauberen Wagen haben, sollten Sie allerdings auch für die Waschstraßen-Reinigung einiges beachten. Hier finden Sie Tipps.

Die gründliche Autoreinigung Schritt für Schritt

  • Streusalz und Schmutz aus dem Winter setzen sich vor allem am Unterboden fest. Mit einem Hochruckreiniger reinigen Sie den Unterboden vor der eigentlichen Wäsche vor. Achten Sie dabei allerdings auf die Reifen, der harte Strahl kann diese beschädigen. Viele Waschstraßen bieten auch eine Unterbodenreinigung an.
  • Denken Sie auch an Ihre Felgen. Sprühen Sie vor der Fahrt durch die Waschstraße einen Felgenreiniger auf, damit diese wieder glänzen wie neu.
  • Die Fahrt durch die Waschstraße entfernt den Schmutz von der Oberfläche. Türrahmen, Regenabläufe und Türausschnitte sollten Sie noch einmal per Hand mit etwas Wasser und einem Autoreiniger nachreinigen, dort kommen die Wischer der Waschstraße nicht hin.
  • Trocknen Sie Wasserreste mit einem Tuch ab, sonst gibt es unschöne Kalkflecken auf dem Lack.
  • Nach der Wäsche fallen Ihnen kleine Lackkratzer auf? Ein Lackstift in der passenden Farbe beseitigt kleine Unebenheiten.
  • Geschmeidige Dichtungen: Kälte und Feuchtigkeit lassen Gummidichtungen spröde werden. Mit speziellen Gummipflegemitteln halten Sie alle Dichtungen am Wagen geschmeidig.
  • Reinigen Sie die Autofenster von innen. Nicht nur außen setzen sich Schmutz und Dreck ab. Mit Glasreiniger und einem Fensterleder sorgen Sie für klare Sicht.

Lack schützen: Wachsen oder versiegeln nach der Wäsche

Streusalz, Split und Schmutz haben dem Lack über den Winter zugesetzt. Eine gründliche Wäsche allein reicht deshalb nicht – im Anschluss sollten Sie den Lack mit einer Schutzschicht versehen, damit er bis zum nächsten Winter geschützt bleibt.

Hartwachs ist die klassische Methode: Es wird nach der Wäsche dünn auf den trockenen, sauberen Lack aufgetragen, kurz antrocknen gelassen und dann mit einem weichen Mikrofasertuch auf Hochglanz poliert. Hartwachs ist günstig, einfach in der Anwendung und bietet einen soliden Schutz für mehrere Monate. Viele Waschstraßen bieten Heißwachs als Zusatzoption an – das ist besser als gar nichts, erreicht aber nicht die Haltbarkeit einer Wachsschicht, die von Hand aufgetragen wird.

Wer einen länger haltbaren Schutz möchte, kann eine Lackversiegelung verwenden. Diese synthetischen Produkte bilden eine härtere Schicht als Wachs und halten oft sechs Monate oder länger. Sie werden genauso aufgetragen wie Wachs, brauchen aber etwas mehr Sorgfalt beim Auspolieren.

Tragen Sie Wachs oder Versiegelung immer im Schatten auf, nie in der prallen Sonne. Auf heißem Lack trocknen die Produkte zu schnell an und lassen sich nur schwer wieder gleichmäßig auspolieren. Ideal ist ein bewölkter, trockener Tag oder ein schattiger Platz.

Das Auto von Hand waschen

Einige Fahrzeuge, etwa wertvolle Oldtimer, vertragen die Fahrt durch die Waschstraße nicht. Hier müssen Sie per Hand an die Autopflege. Ein spezielles Autoshampoo pflegt empfindlichen Lack meist besser als Wasser mit Spülmittel. Achten Sie darauf, dass sich der Lack nicht zu sehr von der Sonne aufgeheizt hat, kühlen Sie den Wagen bei Bedarf mit Wasser ab. Sonst hinterlässt Ihre Arbeit hässliche Putzstreifen. Schäumen Sie den Wagen mit einem weichen Schwamm ein und spülen Sie das Shampoo anschließend mit reichlich Wasser ab. Zum Abledern verwenden Sie am besten ein Microfasertuch. Das ist besonders saugfähig und reinigt streifenfrei.

Achtung:
Auch auf Privatgrundstücken ist das Autowaschen im Freien nicht überall erlaubt. Die Gesetzeslage ist ziemlich unübersichtlich; erkundigen Sie sich bei Ihrer Gemeinde, ob Sie Ihr Auto auf Ihrem Grundstück reinigen dürfen. Ansonsten suchen Sie sich eine Waschanlage, in der man das Auto auch per Hand waschen darf.

Auch die Innenreinigung gehört zum Frühjahrsputz fürs Auto

Lack, Felgen und Fenster sind nun wieder sauber. Doch auch innen sollte das Auto mal gründlich gereinigt werden. Dafür gibt es im Fachhandel diverse Reinigungstücher. Putzen Sie damit Cockpit, Lenkrad, Mittelkonsole etc. ab. Vergessen Sie auch das gründliche Saugen nicht! Dazu die Fußmatten rausnehmen, ordentlich ausklopfen und evtl. mit etwas Teppichschaum reinigen. Dann riechen sie wieder frisch und sehen aus wie neu. Reinigen Sie auch die Sitze. Am besten mit einem entsprechenden Tuch für Leder- oder Polstersitze. Auf jeden Fall können Sie die Sitze absaugen, dabei auch mal in den Ritzen saugen. Doch was tun, wenn man Flecken auf den Autositzen entdeckt?
Vergessen Sie nicht das Handschuhfach und andere Ablageflächen gründlich auszumisten und zu säubern!

Flecken auf Autositzen entfernen

Der Frühjahrsputz fürs Auto nimmt etwas Zeit in Anspruch, aber hat man erstmal alles wieder sauber, freut man sich, dass das Auto wieder strahlt und gut riecht. Damit Sie im nächsten Jahr nicht wieder so viel zu tun haben, sollten Sie einfach auch zwischendurch mal saugen, die Fenster putzen und das Auto mit einem Reinigungstuch säubern.
Natürlich haben wir auch Tipps für den Frühjahrsputz in der Wohnung.

Tipp:
Wenn Sie das Auto schön geputzt haben, sollten Sie auch die Garage zumindest mal ausfegen. Idealerweise räumen Sie dort auch gleich etwas auf. Hier ein paar Tipps zum Garage entrümpeln.

Und noch ein Tipp:
Viele Autofahrer nutzen Winterreifen und Sommerreifen. Machen Sie deshalb zu Beginn des Frühjahrs bereits einen Termin in der Werkstatt zum Reifenwechsel. Oft gibt es gerade um Ostern herum lange Wartezeiten. Im Idealfall machen Sie den Frühjahrsputz fürs Auto kurz vor dem Reifenwechsel und können so die Winterreifen nochmal gründlich reinigen, bevor diese eingelagert werden.