Erfahren Sie in diesem Artikel wie man Müll vermeiden kann im Haushalt. Mit diesen Tipps können auch Sie den Abfall reduzieren.
Hausputz
Ist die Mülltrennung im Haushalt sinnvoll? Wie sollte man den Müll trennen? Hier finden Sie einige Infos.
In einem durchschnittlichen deutschen Haushalt fallen jährlich etwa 600 Kilogramm Müll an – pro Person. Kein Wunder, dass die Entsorgung dieses Abfalls verantwortungsbewusst geschehen muss. Mülltrennung als einfache Lösung entlastet die Natur und hilft bei der schonenden Verwendung natürlicher Ressourcen. Worauf aber kommt es hier an?
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Mülltrennung ist wichtig, um den Wertstoffkreislauf zu schließen. In diesem Kreislauf sind für verschiedene Abfallarten individuelle Entsorgungslösungen vorgesehen, die sich nicht austauschen lassen. Wer seinen Müll nicht trennt, verhindert fachgerechtes Recycling und sorgt dafür, dass Verbrennungsanlagen und Deponien immer mehr zu tun haben. Auch gehen wertvolle Rohstoffe verloren, die anderenorts sinnvoll hätten genutzt werden können. Mülltrennung also wirkt sich positiv auf das Klima und die Umwelt aus. Wie kann man die Mülltrennung sinnvoll gestalten?
Wer Müll im eigenen Haushalt trennen will, benötigt mehrere Behältnisse für verschiedene Abfall-Gattungen. Es lohnt sich, diese Behältnisse an einem zentralen Ort in der Wohnung aufzustellen, um lange Laufwege zu vermeiden. Vor der Tür stehen sollten ebenfalls unterschiedliche Tonnen für jede Abfallart, damit Trennung nicht an der Haustür endet.
Papier und Pappe sollten gesondert entsorgt werden. Hierzu gehören sowohl Zeitungen als auch Kartonagen, Pappverpackungen von Lebensmitteln und Kosmetikprodukten. In der Papiertonne gesammelt und später abgeholt wird der Papierabfall dann zu großen Teilen recycelt und in ganz neuer Form genutzt.
Das darf in die Papiertonne:
Das darf nicht in die Papiertonne:
Konservendosen, Plastikfolie, Kunststoffschalen und mehr gehören in den sogenannten „Gelben Sack“ bzw. die Wertstofftonne. Gelbe Säcke werden meist kostenlos z.B. in Rathäusern und auf Recyclinghöfen abgegeben. An bestimmten Tagen werden die Gelben Säcke oder die Wertstofftonne dann durch eine Fachfirma kostenlos abgeholt. Der Müll wird dann in einer Anlage sortiert und ebenfalls recycelt. Er muss folglich nicht verbrannt werden und verringert den Bedarf an neu produzierten Wertstoffen.
Das darf in die Wertstofftonne / den Gelben Sack:
Das darf nicht in die Wertstofftonne / den Gelben Sack:
Abfälle von Lebensmitteln und Grünschnitt aus dem Garten sind klassische Beispiele für das, was in den Biomüll gegeben werden muss. Hier schreiben einige Gemeinden ganz eigene Regeln vor, weswegen sich ein genauer Blick auf die Satzung lohnt. Richtig entsorgter Biomüll wird beispielsweise zu Kompost verwertet, der sich dann sinnvoll einsetzen lässt. Lesen Sie dazu auch: Wohin mit dem Gartenabfall?
Das darf in die Biotonne:
Das darf nicht in die Biotonne:
Was weder Papier, noch Plastik oder Biomüll ist, darf in die Restmülltonne geworfen werden. Fachleute sortieren und trocknen die Abfälle dann, um eventuell recycelbares zu identifizieren. Was sich nicht weiter verwenden lässt, wird in aller Regel der Verbrennung zugeführt. Wer klug trennt, senkt seinen Restmüll-Anteil und entlastet sowohl die Anlagen als auch das Klima.
Das darf in die Hausmülltonne:
Das darf nicht in die Hausmülltonne:
Glas lässt sich ganz leicht entsorgen und recyceln. In allen deutschen Gemeinden gibt es spezielle Container für Grün-, Braun- sowie Weißglas. Hier können Haushalte ihre leeren Weinflaschen und andere Glaswaren farbgerecht hineinwerfen. (Blaues oder Rotes Glas gehört in den Grünglas-Container!) Das abgeholte Glas kann später eingeschmolzen und zu neuen Flaschen oder Gläsern verarbeitet werden. Doch achten Sie auf die Einwurfzeiten am Container! Meist kann man von 7 – 19 Uhr Glas einwerfen, Sonn- und feiertags allerdings nicht.
Das darf in die Glascontainer:
Das darf nicht in die Glascontainer:
Fallen im Haushalt spezielle Arten von Abfall an, lassen sich diese nicht immer in eine der oben genannten Kategorien einordnen. Lacke, Lösungsmittel und Medikamente zum Beispiel müssen unbedingt fachgerecht entsorgt werden, um Umweltschäden zu verhindern. Hier ist eine sorgfältige Mülltrennung sinnvoll! Über die passenden Anlieferstellen für Sondermüll informieren Städte auf ihren Webseiten. Altmedikamente können gebührenfrei in Apotheken abgegeben oder über den Hausmüll entsorgt werden, wenn dieser in Ihrer Gemeinde verbrannt wird.
Batterien gehören nicht in die Mülltonne oder Wertstofftonne! In vielen Supermärkten, Drogeriemärkten und Elektromärkten gibt es entsprechende Container, um Batterien fachgerecht zu entsorgen. Des Weiteren gehören Elektroartikel nicht in die genannten Tonnen. Sie können diese auf Recyclinghöfen abgeben. Kleine Elektrogeräte kann man auch in Elektromärkten und einigen Discountern abgeben. Lassen Sie sich große Elektrogeräte wie eine Waschmaschine liefern, können Sie das alte Gerät kostenlos entsorgen lassen. Einfach bei der Bestellung mit angeben.
Ab 2025 gilt eine neue EU-Richtlinie nach der Altkleider nicht mehr in der Mülltonne entsorgt werden dürfen. Kleidung darf nur noch in Altkleidercontainern entsorgt werden, auch wenn diese kaputt oder verschlissen ist.
Gelegentlich hat man aber auch Sperrmüll. Beim Entrümpeln finden sich so manche Dinge an, aber auch wenn man sich einfach neue Möbel etc. kauft, fällt Sperrmüll an. Doch wohin mit dem Sperrmüll? Auf gar keinen Fall sollte man diesen einfach auf der Straße oder im Wald entsorgen! Es drohen dafür sogar hohe Strafen. Erkundigen Sie sich bei der Stadt oder Gemeinde wo man Sperrmüll entsorgen kann. Oft gibt es Recyclinghöfe, die Sperrmüll kostenlos oder gegen eine Gebühr entgegen nehmen. In einigen Gemeinden wird der Sperrmüll an bestimmten Tagen auch kostenlos abgeholt. Haben Sie viel Sperrmüll können Sie diesen vom örtlichen Entsorger oder einer Fachfirma abholen lassen. Das kostet etwas Geld, aber es spart oft Zeit.
Sind die Sachen noch in Ordnung, Sie wollen sie aber loswerden, können Sie die Sachen beispielsweise in regionalen Social Media Gruppen anbieten.
Auch bei einer privaten Haushaltsauflösung fällt einiges an Sperrmüll an. Holen Sie sich in diesem Fall einen Entsorgungsfachbetrieb, der Ihnen bei dieser umfänglichen und oft emotionalen Aufgabe hilft.