Kann man eine Matratze mit dem Dampfreiniger behandeln? Dampfreiniger gelten als umwelt- und allergikerfreundliche Alternative zu Reinigungsmitteln…
Hausputz
Erfahren Sie hier wie man Matratzen reinigen kann und wie man sie richtig pflegt. Dabei können Hausmittel helfen.
Ausreichender und ruhiger Schlaf ist für Menschen wichtig. Schlafentzug kann nämlich schwerwiegende körperliche und seelische Folgen haben sowie die Gesundheit nachhaltig negativ beeinträchtigen. Neben vielen Faktoren, die zu einem störungsfreien Schlaf beitragen, spielt eine geeignete Matratze als Schlafunterlage eine wesentliche Rolle. Aber einerlei, für welche Matratzenart man sich entscheidet – nur wenn die Matratze sauber und frei von Bakterien oder Keimen ist, schläft es sich darauf richtig gut und erholsam. Hier haben wir für Sie einige Tipps zum Matratzen reinigen und pflegen zusammengetragen.
⚡ Für Eilige – die Grundreinigung an einem Vormittag:
Wichtigste Regel: so wenig Feuchtigkeit wie möglich – nasse Matratzen schimmeln von innen.
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Auch wenn eine Matratze mit einem Schonbezug vor Flecken und Schweiß geschützt wird, muss sie von Zeit zu Zeit gereinigt werden. In den meisten Fällen reicht es dabei aus, sie regelmäßig mit einer Bürste zu bearbeiten oder mit dem Staubsauger abzusaugen. Idealerweise wird hierfür die Polsterdüse des Staubsaugers verwendet. Für Allergiker sind im Handel zudem für einige Sauger spezielle Milbendüsen oder sogar eigenständige Matratzensauger erhältlich. Diese beseitigen Bettwanzen und Milben oder wirken durch UV-Licht antibakteriell. Zum Matratze reinigen mit Dampfreiniger raten Experten indessen nicht: Der heiße Dampf tötet Milben nur an der Oberfläche ab. Um die Matratze mit dem Dampf zu durchdringen, müsste jede einzelne Stelle für längere Zeit dem Dampf ausgesetzt werden. Damit wäre die Matratze jedoch hinterher komplett nass und böte gerade damit gute Voraussetzung für die Ausbreitung von Milben, Keimen oder Bakterien.
Eine gründlichere Reinigung ist mithilfe von Teppichschaum oder Polsterspray möglich, die auch gegen einzelne Flecken eingesetzt werden können. Auch Natron hat sich bei der Matratzenreinigung bewährt. Hierzu wird haushaltsübliches Natronpulver großzügig auf die Matratze aufgestreut. Nach einer Einwirkungszeit von mindestens einer Stunde kann das Pulver einfach abgesaugt werden. Dabei werden auch Staubmilben und ihre Reste beseitigt. Für einen angenehmen Duft und antibakterielle Wirkung ist es empfehlenswert, das Natronpulver mit ätherischem Teebaum- oder Lavendelöl zu vermischen. Als Faustregel gilt: Auf 250 Gramm Natron kommen fünf Tropfen des Öls. Dieses wird zum Beispiel in Drogerien und Reformläden verkauft. Anstelle von Natron ist auch die Verwendung von Waschsoda möglich.
Fast alle Matratzenschäden durch Reinigung gehen auf dieselbe Ursache zurück: Es war zu viel Wasser im Spiel. Der Kern aus Schaumstoff oder Latex saugt Flüssigkeit auf wie ein Schwamm, gibt sie aber kaum wieder ab. Was innen feucht bleibt, schimmelt – und das sieht man erst, wenn es zu spät ist.
Aus demselben Grund raten Fachleute von Dampfreinigern ab. Erst wenn sie sich auch in der Tiefe trocken anfühlt, gehört wieder ein Bezug über die Matratze.
Bei Flecken entscheidet die Art der Verschmutzung über das Mittel. Eiweißhaltige Flecken wie Blut dürfen nie mit warmem Wasser behandelt werden, weil das Eiweiß gerinnt und sich dauerhaft in der Faser festsetzt. Bei Urin ist dagegen der Geruch das eigentliche Problem, nicht der Fleck.
Wer selbst keine Zeit hat oder sehr viele Matratzen reinigen muss, kann eine Firma mit dieser Aufgabe beauftragen. Fast überall in Deutschland gibt es Unternehmen, die diese Aufgabe neben der Polster- oder Teppichreinigung übernehmen. Die Matratze muss dazu in der Regel nicht transportiert werden, da die Reinigung vor Ort durchgeführt wird. Die Mitarbeiter des Reinigungsunternehmens nutzen hierfür spezielle Reinigungsmaschinen und desinfizierende Mittel. Meistens wird vor dem Reinigungsvorgang ein Test durchgeführt, durch den die Milbenbelastung der Matratze ermittelt werden kann. Anschließend folgt der eigentliche Reinigungsvorgang, der ungefähr 20 Minuten dauert. Um gesundheitliche Belastungen durch Chemikalien zu vermeiden, sollte man jedoch vor der Beauftragung eines Reinigungsunternehmens sicher gehen, dass dieses mit chemiefreien und biologischen Reinigungsmitteln arbeitet.
Generell wird bei Matratzen von einer Lebensdauer zwischen acht bis zehn Jahren ausgegangen. Vernachlässigt man jedoch die Matratzenpflege, kann das nicht nur ihre Lebensdauer wesentlich verkürzen, sondern auch eine Beeinträchtigung der Gesundheit zur Folge haben.
Matratzen bestehen in der Regel aus einem Kern aus Latex, Schaumstoff oder Naturprodukten, der mit einem Bezug aus Drell, mehrlagigem Jersey oder Frottee überzogen ist. Diese Materialien verschmutzen nach einiger Zeit durch Hautschuppen, Schweiß, Staub und die Ausscheidungen von Hausstaubmilben. Matratzen bedürfen daher einer regelmäßigen und sorgfältigen Pflege. Durch geeignete Maßnahmen kann allerdings vorgebeugt werden, sodass die Reinigung vereinfacht wird. Matratzenschoner oder abnehmbare Bezüge schützen die Matratzen und können zudem komfortabel gewaschen werden. Haushaltsexperten empfehlen die Wäsche in der Waschmaschine im Kochwaschprogramm bei 90 Grad, sofern dies möglich ist. Auskunft hierüber gibt meistens das Textilpflegesymbol auf einem eingenähten Etikett. Experten raten die Matratzenschoner alle 3 Monate zu waschen. Wenn Sie stark schwitzen oder gelegentlich im Bett essen sollten Sie die Schoner öfter waschen. Am besten kaufen Sie gleich zwei Stück, so können Sie den einen Matratzenschoner waschen und trocknen lassen und nach dem Auslüften der Matratzen einfach den anderen Schoner drüber ziehen.
Um Schimmel und üblen Gerüchen vorzubeugen, muss die Matratze ausreichend belüftet werden.
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Irgendwann hilft auch die gründlichste Reinigung nicht mehr weiter. Nach acht bis zehn Jahren ist eine Matratze in der Regel durchgelegen, und zwar unabhängig davon, wie sauber sie aussieht. Vorher wird Ersatz fällig, wenn sich deutliche Kuhlen gebildet haben, wenn ein muffiger Geruch nach dem Lüften zurückkehrt oder wenn dunkler Schimmel im Kern sitzt.
Der Unterschied ist wichtig: Oberflächliche Stockflecken auf dem Bezug lassen sich behandeln. Schimmel, der von innen kommt, bekommt man aus dem Kern nicht mehr heraus – hier ist die Entsorgung die einzige vernünftige Lösung. Alte Matratzen nimmt der Sperrmüll mit, viele Händler holen sie bei Lieferung einer neuen auch direkt ab.
Absaugen gehört alle vier bis sechs Wochen dazu, am besten mit der Polsterdüse. Eine gründliche Reinigung mit Natron ist zweimal im Jahr sinnvoll, etwa beim Wechsel der Bettdecke. Den Matratzenschoner waschen Sie alle drei Monate, bei starkem Schwitzen häufiger. Flecken behandeln Sie dagegen sofort, denn eingetrocknete Rückstände lassen sich deutlich schwerer lösen.
Frischen Urin zuerst mit Küchenpapier abtupfen, nicht reiben. Danach die Stelle mit Wasser und einem Schuss Essig betupfen und dick mit Natron bestreuen. Das Natron mindestens vier Stunden, besser über Nacht, ziehen lassen und anschließend absaugen. Bleibt der Geruch, hilft ein Enzymreiniger aus dem Tierbedarf: Die Enzyme zersetzen den Harnstoff, der die Ursache des Geruchs ist.
Gegen Gerüche ja, denn Natron bindet Säuren und Feuchtigkeit zuverlässig. Milben tötet es nicht ab, es entzieht ihnen aber Feuchtigkeit und erschwert ihnen so die Lebensbedingungen. Der eigentliche Effekt beim Milbenproblem entsteht durch das anschließende gründliche Absaugen, mit dem Sie Tiere und Kotreste entfernen.
Nur sehr sparsam und punktuell. Das Hauptproblem ist nicht das Mittel, sondern die Wassermenge: Dringt Feuchtigkeit in den Kern, trocknet sie dort kaum noch und begünstigt Schimmel. Arbeiten Sie deshalb mit Schaum statt mit Flüssigkeit, tupfen Sie ab statt zu tränken und spülen Sie Reinigerreste mit einem nur leicht feuchten Tuch nach.
Rechnen Sie nach einer feuchten Behandlung mit mindestens 24 Stunden, bei dicken Kaltschaummatratzen eher mit zwei Tagen. Stellen Sie die Matratze hochkant, damit Luft von beiden Seiten herankommt, und öffnen Sie das Fenster. Erst wenn sie sich auch in der Tiefe trocken anfühlt, gehört wieder ein Bezug darüber.
Nach acht bis zehn Jahren ist eine Matratze in der Regel durchgelegen, unabhängig vom optischen Zustand. Vorher ist Ersatz fällig bei sichtbaren Kuhlen, bei muffigem Geruch, der nach dem Lüften zurückkehrt, und bei Schimmelflecken im Kern. Oberflächliche Stockflecken lassen sich behandeln, dunkler Schimmel im Inneren dagegen nicht.