Erfahren Sie in diesem Artikel wie man Kratzer im Laminat entfernen kann und worauf dabei zu achten ist. Kratzer im Laminatfußboden - Mit diesen…
Hausputz
Laminat reinigen leicht gemacht: Mit den richtigen Hausmitteln entfernen Sie Flecken streifenfrei und schonend - ganz ohne teure Spezialreiniger.
Laminat gilt als pflegeleichter Bodenbelag - und das zu Recht. Wer ein paar Grundregeln kennt, hält seinen Laminatboden mit wenig Aufwand sauber, streifenfrei und glänzend. Das Wichtigste vorab: Laminat verträgt keine stehende Feuchtigkeit. Anders als Fliesen oder Feinsteinzeug besteht Laminat aus gepressten Schichten, die bei zu viel Wasser aufquellen können.
Groben Schmutz sofort entfernen
Sand, Erde oder Steinchen sollten nicht lange auf dem Boden bleiben - sie zerkratzen die Oberfläche schneller, als man denkt. Am besten kehren oder saugen Sie täglich kurz durch. Beim Saugen die Kombidüse oder eine spezielle Hartbodendüse verwenden, keine rotierende Bürstenwalze.
Filzgleiter unter alle Möbel
Besonders Stühle und Tische hinterlassen ohne Gleiter schnell feine Kratzer. Auch schwere Möbel nie über den Boden schieben - immer anheben oder auf einem alten Teppich ziehen.
Feucht wischen - aber richtig
Nach dem Saugen reicht es in den meisten Fällen, mit einem gut ausgewrungenen Tuch oder Mopp über den Boden zu gehen. Das Tuch darf wirklich nur leicht feucht sein; Reinigungsprofis nennen das „nebelfeuchtes Wischen“. Nach spätestens fünf Minuten sollte der Boden wieder trocken sein. Stehendes Wasser ist der Feind jedes Laminatbodens.
Als Reinigungsmittel genügt meist klares Wasser. Wer etwas mehr möchte, gibt ein paar Spritzer Haushaltsessig ins Wischwasser - das kann leichte Schlieren lösen.
Puren Essig nie direkt auf das Laminat geben. Außerdem raten manche Hersteller grundsätzlich von Essigsäure ab, weil sie die Melaminharz-Oberfläche langfristig mattieren kann. Im Zweifel lieber auf klares Wasser oder einen speziellen Laminatreiniger setzen und die Pflegehinweise des Herstellers prüfen.
Wer lieber zu einem Fertigprodukt greift: Im Handel gibt es spezielle Laminatreiniger, die verdünnt ins Wischwasser gegeben werden. Die Preise liegen je nach Marke zwischen ca. 1,50 Euro und 8,00 Euro pro Liter (Stand: April 2026). Günstige Eigenmarken aus dem Drogeriemarkt schneiden dabei häufig genauso gut ab wie teurere Produkte - ein direkter Vergleich lohnt sich.
Mikrofasertücher sind für Laminat besser geeignet als klassische Wischmopps aus Baumwolle. Sie nehmen Schmutz effektiver auf, hinterlassen kaum Rückstände und trocknen schneller - beides kommt dem Laminat zugute.
Eine weitere Option ist der Dampfreiniger - allerdings nur bedingt geeignet. Da Laminat nebelfeuchtes Wischen verträgt, aber keine stehende Feuchtigkeit, kommt es auf das Gerät und die richtige Einstellung an. Wer einen Dampfreiniger verwenden möchte, sollte unbedingt die Hinweise des Laminatherstellers prüfen. Weitere Infos zum Laminat mit Dampfreiniger reinigen
Scheuermilch, Scheuerpulver, Bleichmittel und starke Lösungsmittel greifen die Versiegelung an. Auch Wachse und Polituren haben auf Laminat nichts verloren - sie bilden einen Film, der die Oberfläche stumpf werden lässt.
Spezielle Laminatreiniger aus dem Handel sind praktisch, aber kein Muss. Für die meisten Alltagssituationen reichen Mittel aus, die ohnehin im Haushalt vorhanden sind.
Backpulver und Natron sollten Sie auf Laminat meiden. Beide sind leicht schleifend und können die Versiegelung auf Dauer mattieren - auch wenn sie bei anderen Oberflächen gute Dienste leisten.
Flüssigkeiten wie Rotwein oder Soßen sofort mit einem saugfähigen Tuch oder Küchenpapier aufnehmen. Je schneller, desto besser - stehende Feuchtigkeit dringt in die Fugen ein. Feste Verschmutzungen vorsichtig zusammenfegen oder aufnehmen, nie über den Boden reiben.
Für hartnäckigere Flecken gilt: Den Reiniger nie direkt auf das Laminat sprühen, sondern auf ein Tuch geben und damit die Stelle bearbeiten. Was sich gegen welchen Flecken bewährt hat:
Nagellackentferner und Fensterreiniger werden in manchen Ratgebern empfohlen - davon ist abzuraten. Beide können die Oberfläche angreifen und dauerhafte stumpfe Stellen hinterlassen.
Pflege für den Glanz
Spezielle Laminatpflegemittel können bei regelmäßiger Anwendung eine hauchdünne Schutzschicht aufbauen, die die Oberfläche optisch glänzender erscheinen lässt. Im Handel gibt es auch fertig imprägnierte Laminat-Pflegetücher, die beides in einem erledigen.
Haustiere und Laminat - das ist eine Kombination mit zwei typischen Problemen: Haare und Kratzer durch Krallen. Bei langhaarigen Rassen wie (in unserem Fall) Golden Retriever oder Maine Coon kommt über das Jahr eine beachtliche Menge Fell zusammen.
Haare auf Laminat sind zwar lästig, aber leichter zu entfernen als auf Teppich. Ein Staubsauger mit Hartbodendüse erledigt das täglich in wenigen Minuten. Für Ecken und Fugen, wo sich Haare gerne verklumpen, hilft ein schmaler Fugenpinsel oder einfach ein Handfeger. Haare, die sich elektrostatisch am Boden festsetzen, löst ein leicht angefeuchtetes Mikrofasertuch zuverlässig - oder man gibt beim nächsten Wischen einen Teelöffel Weichspüler ins Wischwasser, das macht den Boden antistatisch.
Kratzer durch Krallen sind das größere Problem. Laminat ist empfindlicher als Parkett, weil die Versiegelung bei tiefen Kratzern dauerhaft beschädigt wird. Die wichtigste Maßnahme: Krallen regelmäßig kürzen. Auf stark frequentierten Wegen legen viele Hundebesitzer einfach einen Läufer oder Teppich aus. Das schützt den Boden und lässt sich bei Bedarf reinigen.
Kleine oberflächliche Kratzer lassen sich mit einem winzigen Tropfen Speiseöl optisch mildern: einreiben, polieren, bis kein Ölfilm mehr sichtbar ist. Das ist kein dauerhafter Schutz, aber bei hellen Laminatböden verschwinden feine Kratzer damit erstaunlich gut. Für tiefere Beschädigungen gibt es passende Reparatursets im Baumarkt, mit denen sich Ausbrüche ausfüllen lassen.
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Frisch verlegtes Laminat sieht nach dem Auslegen oft stumpf aus - das ist normal. Beim Zuschneiden der Paneele entsteht Sägemehl, das zunächst gründlich abgesaugt werden muss. Dafür eine spezielle Hartbodendüse verwenden und wirklich gründlich arbeiten, damit keine feinen Partikel in die Fugen geraten.
Für die erste Feuchtreinigung eignet sich ein spezieller Laminatreiniger oder mit Wasser verdünnter Spiritus. Von handelsüblichen Allzweckreinigern ist bei neuem Laminat abzuraten - sie können Schlieren und Verfärbungen hinterlassen, die sich schwer wieder entfernen lassen. Auch beim Erstputz gilt: nebelfeuchtes Wischen. Zu viel Wasser dringt in die Verbindungsfugen und lässt die Trägerplatte aufquellen.
Da neues Laminat zunächst recht stumpf wirkt, braucht es manchmal zwei bis drei Wischgänge, bis die Oberfläche richtig glänzt.
Ausnahme: Laminat mit Melaminharz-Oberfläche. Dieser Bodentyp braucht keinerlei Pflegemittel - filmbildende Reiniger können die Qualität sogar verschlechtern. Im Zweifel die Pflegehinweise des Herstellers lesen.
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