In Deutschland wurden 2024 rund 758.000 Tonnen alte Elektro- und Elektronikgeräte recycelt – das sind etwa 1,5 % mehr als im Vorjahr. Das hat das Statistische Bundesamt Ende Februar 2026 bekanntgegeben. Die Recyclingquote liegt mit 84,3 % auf einem ähnlich hohen Niveau wie 2023.

Was mit den Altgeräten passiert

Insgesamt wurden knapp 920.000 Tonnen Elektroaltgeräte in sogenannten Erstbehandlungsanlagen angenommen. Was zunächst sperrig klingt, bedeutet einfach: Die Geräte werden in einer Anlage sortiert, zerlegt und entschädlicht, bevor die einzelnen Bestandteile weiterverarbeitet werden. Der größte Teil wird recycelt, also so aufbereitet, dass die gewonnenen Rohstoffe in neue Produkte fließen können. Weitere rund 17.600 Tonnen wurden für die Wiederverwendung vorbereitet – etwa durch Reparaturen. Allerdings ist diese Menge im Vergleich zum Vorjahr um gut 6 % gesunken.

Welche Geräte am häufigsten abgegeben werden

Wer sich fragt, welche Geräte eigentlich am häufigsten im Recycling landen: Kleingeräte machen mit knapp einem Drittel den größten Anteil aus. Dazu zählen Staubsauger, Toaster, Bügeleisen, aber auch Toner und E-Zigaretten. Auf dem zweiten Platz folgen Großgeräte wie Waschmaschinen, Elektroherde oder Pedelecs mit gut 27 %. Kühlschränke und Gefrierschränke sowie Klimageräte – in der Statistik als Wärmeüberträger geführt – machen knapp ein Fünftel aus.

Was das für den Haushalt bedeutet

Die Zahlen zeigen: Es wird zwar etwas mehr recycelt als im Vorjahr, aber die Menge der Geräte, die repariert und wiederverwendet werden, sinkt. Wer alte Elektrogeräte hat, die noch funktionieren oder reparierbar sind, kann sie über Gebrauchtwarenbörsen oder Reparaturinitiativen weitergeben, statt sie direkt zu entsorgen. Defekte Geräte gehören auf keinen Fall in den Hausmüll, sondern zum Wertstoffhof oder können bei großen Händlern kostenlos abgegeben werden. Praktisch beim Neukauf: Händler sind gesetzlich verpflichtet, das entsprechende Altgerät kostenlos zurückzunehmen. Bei einer Lieferung nach Hause lässt sich die Mitnahme des alten Geräts in der Regel direkt bei der Bestellung dazubuchen – ohne Zusatzkosten.

Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 58 vom 24. Februar 2026