Extreme Hitze macht immer mehr Menschen in Deutschland zu schaffen. Laut dem aktuellen DAK-Hitzereport berichtet inzwischen fast jeder Dritte von gesundheitlichen Beschwerden durch hohe Temperaturen. Innerhalb von nur drei Jahren ist der Anteil der Betroffenen um zehn Prozentpunkte gestiegen - von 20 auf 30 Prozent.

Frauen deutlich häufiger betroffen als Männer

Die Umfrage zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern: 40 Prozent der Frauen klagen über hitzebedingte Gesundheitsprobleme, bei den Männern sind es nur 21 Prozent. Auch das Alter und der Wohnort spielen eine Rolle. In der Altersgruppe der 30- bis 44-Jährigen berichten 35 Prozent von Beschwerden. Unter den Bewohnern von Großstädten sind es sogar 38 Prozent.

Zu den häufigsten Symptomen gehören Abgeschlagenheit, Schlafstörungen, Kreislaufprobleme und Kopfschmerzen. Nur fünf Prozent der Betroffenen suchten wegen dieser Beschwerden einen Arzt auf.

Große Sorge vor künftigen Hitzewellen

Die Mehrheit der Bevölkerung sieht sich nicht ausreichend geschützt: 72 Prozent halten die bestehenden Hitzeschutzmaßnahmen für unzureichend. Bei den 18- bis 29-Jährigen sind es sogar 82 Prozent. Hinzu kommt die Sorge vor der Zukunft: 40 Prozent der Befragten äußern große Besorgnis über kommende Hitzewellen, 22 Prozent sogar sehr große Sorgen.

Um die eigene Wohnung an heißen Tagen erträglich zu halten, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Wer wissen möchte, wie sich Räume auch ohne Klimaanlage angenehm kühl halten lassen, findet in unserem Ratgeber Wohnung kühl halten praktische Tipps dazu. Auch das richtige Lüften im Sommer trägt wesentlich dazu bei, die Hitze draußen zu lassen.

Auch wir empfinden die Hitze als immer anstrengender. Daher haben wir uns in diesem Jahr eine mobile Klimaanlage gekauft, die uns wenigstens kurzzeitig in einem Raum der Wohnung etwas Abkühlung verschafft.

Besonders gefährdete Bereiche

Die Befragten sehen vor allem bestimmte Arbeitsbereiche und Lebensbereiche als besonders hitzebelastet an. 89 Prozent nennen körperlich anstrengende Berufsfelder wie Handwerk, Bau und Produktion. 86 Prozent schätzen den Pflegebereich als kritisch ein. Auch Schulen und Kindergärten werden von 58 Prozent als stark hitzebelastet wahrgenommen.

Bei plötzlichen Wetterumschwüngen - etwa wenn auf große Hitze Gewitter folgen - ist ebenfalls Vorsicht geboten. Was dabei zu beachten ist, erklärt unser Artikel zum richtigen Verhalten bei Gewitter.

ℹ Zur Umfrage

Das Forsa-Institut befragte vom 22. Juni bis 1. Juli 2026 insgesamt 1.519 Personen ab 18 Jahren in einer repräsentativen Online-Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit. Der DAK-Hitzereport wird seit 2022 regelmäßig durchgeführt.

Forderung nach besseren Hitzeschutzplänen

DAK-Vorstandschef Andreas Storm mahnt angesichts der Ergebnisse zum Handeln: „Bund, Länder und Kommunen müssen verstärkt an ihren Hitzeschutzplänen arbeiten.“ Die DAK-Gesundheit stellt auf ihrer Webseite unter www.dak.de/hitze Informationen und Tipps zum Schutz vor Hitze bereit.

Quelle: Pressemitteilung der DAK-Gesundheit vom Juli 2026

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