Hier finden Sie einige schöne Ideen wie man einen Osterstrauß gestalten kann. Dafür können Sie Zweige oder Blumen sowie verschiedene Dekoartikel verwenden.
Stimmungsvoller Osterstrauß
In den Tagen vor Ostern begegnen uns an vielen Orten geschmückte Ostersträuße. Ob im Kindergarten, dem Kosmetikstudio, im Foyer der heimischen Bank oder zu Hause in den eigenen vier Wänden: überall künden die liebevoll zusammengestellten Sträuße von der bevorstehenden Osterfreude. Das zarte Grün, welches sich schon bald an den frisch geschnittenen Zweigen zeigt, ist für die Christen von besonderer Bedeutung. Sie sehen es als ein Zeichen, dass Jesus auferstanden ist und setzen darin ihre Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod. Doch nicht nur die Christen schmücken mit einem Osterstrauß ihr Heim. Auch Menschen, welche keiner Religion angehören, finden Gefallen an diesem schönen Brauch.
Ostersträuße selber machen
Traditionell schneidet man für einen Osterstrauß einige Zweige und schmückt diese mit Ostereiern. Aber auch ein schöner Strauß mit Frühlingsblumen ist denkbar. Wem Ostersträuße zu kitschig sind, der kann auch eine Osterschale gestalten. Im Folgenden ein paar Tipps und Ideen wie man Ostersträuße selber machen kann.
Der klassische Osterstrauß mit Zweigen
Für den klassischen Osterstrauß werden meist die Zweige der Birke oder Forsythie verwendet. Diese kommen sehr gut in einer großen Bodenvase oder einem anderen hohen Glasgefäß zur Geltung. Neben Birke und Forsythie entscheiden sich besonders die Menschen in katholischen Regionen gern für Weidenzweige. Sie werden ebenfalls in eine Vase gestellt und können ganz nach Wunsch dekoriert werden.
Ob kleine gebundene Kreuze aus den silbergrauen Weidenkätzchen, putzige Deko-Küken oder handbemalte Ostereier – spielen Sie ruhig etwas mit Ihrer Phantasie. Auch bunte Schleifen oder aus farbigen Zeichenkarton geschnittene Schmetterlinge können den Osterstrauß schmücken. Bei uns finden Sie auch Tipps zum Eier ausblasen und Ostereier gestalten.
Wichtig: die Dekoration der Zweige muss zur Größe des Osterstraußes und natürlich auch zum Gesamtkonzept der Einrichtung passen. Neben den großen Ostersträußen, welche gern im Eingangsbereich der Wohnung oder des Hauses stehen, können natürlich auch kleinere Exemplare, beispielsweise für den Ess- oder Couchtisch, aufgestellt werden.
Welche Zweige kann man für einen Osterstrauß verwenden?
- Forsythienzweige – der Klassiker: Sie blühen in der Vase leuchtend gelb auf und sorgen für kräftige Farbe
- Kirschzweige – bilden in der Vase zarte weiße bis zartrosa Blüten, brauchen aber etwas Geduld: Am besten zwei bis drei Wochen vor Ostern schneiden
- Apfel- und Quittenzweige – treiben ähnlich wie Kirschzweige weiße Blüten und duften dezent
- Mandelbäumchenzweige – blühen rosa und bringen besonders zarte Farbtöne in den Strauß
- Birkenzweige – treiben hellgrüne Blätter aus und wirken dadurch besonders frisch und filigran
- Haselzweige – fallen durch ihre dekorativen Kätzchen und den leicht gewundenen Wuchs auf, besonders hübsch sind Korkenzieherhasel-Zweige
- Weidenkätzchen – mit ihren silbergrauen, samtigen Kätzchen ein Frühlingssymbol, bitte nur aus dem Blumengeschäft oder dem eigenen Garten verwenden
- Magnolienzweige – bilden große, auffällige Blüten in Weiß oder Rosa, brauchen eine standfeste Vase
Darf man Zweige für den Osterstrauß schneiden?
Einzelne Zweige für den Osterstrauß aus dem eigenen Garten zu schneiden, ist kein Problem. Das Bundesnaturschutzgesetz (§ 39 BNatSchG) verbietet zwischen dem 1. März und 30. September lediglich den radikalen Rückschnitt von Hecken, Büschen und Bäumen – also das Auf-den-Stock-Setzen oder starke Einkürzen. Schonende Pflegeschnitte und das Abschneiden einzelner Zweige sind ganzjährig erlaubt.
Anders sieht es in der freien Natur aus: Weidenkätzchen stehen unter Naturschutz, weil sie im Frühjahr eine der ersten und wichtigsten Nahrungsquellen für Bienen und andere Insekten sind. Zweige von wildwachsenden Weiden dürfen deshalb nicht abgeschnitten werden. Wer Weidenkätzchen für den Osterstrauß verwenden möchte, kauft sie im Blumengeschäft oder pflanzt sich einen eigenen Weidenstrauch in den Garten oder auf den Balkon. Die Pflege ist unkompliziert: Weidenkätzchen mögen einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit mindestens vier Sonnenstunden am Tag und vertragen auch feuchte Böden gut.
Osterstrauß mit Schnittblumen - ein Frühlingstraum
Zu Ostern wird nicht nur die Auferstehung Jesu gefeiert, sondern mit diesem Fest wird auch der Frühling begrüßt. Dies spiegelt sich auch in den Farben der Ostersträuße wider. Dass diese nicht immer nur aus geschmückten Zweigen bestehen, zeigt schon der Blick in die Blumengeschäfte.
Gelbe Narzissen, Tulpen, Hyazinthen oder gut duftende Freesien – kombinieren Sie einfach ganz nach Lust und Laune. Auch fliederfarbene oder lindgrüne Hortensien können in den Osterstrauß eingebunden werden. Dieser wirkt dann harmonisch, wenn die Farben der Blumen aufeinander abgestimmt sind. Damit es nicht zu bunt wird, sollten maximal drei verschiedene Farbtöne ausgewählt werden.
Kirschzweige, einige Zweige der Forsythie sowie verschiedenes Schnittgrün (zum Beispiel Eisenfarn und Asparagus) bringen Volumen in den Strauß und schenken Abwechslung. Besonders schön wirkt der Osterstrauß, wenn er dezent dekoriert wird. So kann beispielsweise ein selbst gefilztes Band um die Stängel gewickelt oder ein Osterei-Stecker in den Strauß mit eingebunden werden.
Welche Schnittblumen kann man für einen Osterstrauß verwenden?
- Tulpen – in fast allen Farben erhältlich, halten in der Vase etwa fünf bis sieben Tage und wachsen im Wasser noch weiter
- Narzissen – bringen mit ihrem kräftigen Gelb klassische Osterstimmung, müssen aber vor dem Kombinieren mit anderen Blumen einen Tag separat gewässert werden (mehr dazu unter Osterglocken pflegen)
- Ranunkeln – dicht gefüllte Blüten in vielen Pastelltönen, wirken besonders edel
- Hyazinthen – verströmen einen intensiven Frühlingsduft, gut als Einzelblüte oder in kleinen Sträußen
- Freesien – duften ebenfalls stark und angenehm, sind in vielen Farben erhältlich und halten lange
- Anemonen – auffällig durch ihre dunkle Mitte, besonders schön in Weiß, Violett oder Rot
- Gerbera – große, farbenfrohe Blüten, halten in der Vase bis zu zwei Wochen
- Rosen – zeitlos und vielseitig kombinierbar, als Sprayrosen auch in kleinen Sträußen schön
- Nelken – unterschätzt, aber sehr langlebig in der Vase und in vielen Farben verfügbar
- Mimosen – kleine gelbe Blütenbälle, duften leicht und bringen Leichtigkeit in den Strauß
Osterschale - die Alternative zum Osterstrauß
Ostersträuße zaubern den Frühling in die eigenen vier Wände und sind ein gern gesehenes Mitbringsel, wenn zu diesem Fest Freunde oder Verwandte besucht werden. Die Alternative zum Osterstrauß stellt die Osterschale dar.
Genau wie der Strauß kann auch diese optimal auf die jeweiligen Platzverhältnisse angepasst werden. Je nach Größe werden ein oder mehrere Frühjahrsblüher in eine Schale gepflanzt. Etwas Moos, ein Stück Baumrinde oder einige kleine Zweige unterstreichen den natürlichen Charakter dieses Ensembles. Gern können Sie die Schale mit kleinen Holzsteckern mit österlichen Motiven oder mit etwas Naturbast dekorieren.
Übrigens: eine Osterschale schmückt auch Ihren Balkon oder die Terrasse und zaubert frühlingshaftes Flair vor Ihrer Haustür.
Welche Blumen kann man für eine Osterschale verwenden?
- Narzissen (oder Osterglocken)
- Veilchen
- Buschwindröschen
- Schneeglöckchen
- Krokusse
- Alpenveilchen
- Hyazinthen
- Tulpen
Ostern! Die Natur reckt sich der Sonne entgegen und wir Menschen genießen es, dass unsere Augen wieder mehr sehen als graue Wolken und Schneematsch. Mit einem herrlichen Osterstrauß wird das Fest gleich noch mal so schön und wenn es dann doch zu Ostern regnen sollte, so haben wir uns zumindest den Frühling ins Haus geholt. Übrigens ist so ein Osterstrauß auch eine schöne Tischdeko zu Ostern! Bei uns finden Sie übrigens noch viele weitere Tipps und Ideen für schöne Osterdeko.
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