Ein selbst gestaltetes Osternest macht mehr her als ein fertiges Körbchen aus dem Supermarkt – und der Aufwand hält sich in Grenzen. Ob aus biegsamen Zweigen geflochten, aus einer Schüssel oder einem Blumentopf hergerichtet oder aus Tonkarton gebastelt: Mit den folgenden Anleitungen können Sie rechtzeitig vor Ostersonntag am 5. April 2026 ein hübsches Osternest ganz einfach selber machen.
Osternest aus Zweigen selber basteln
Ein Osternest aus Naturmaterialien sieht besonders schön aus und lässt sich mit wenig Aufwand selbst herstellen. Sie brauchen dafür:
- 10 bis 15 biegsame Zweige, etwa 40 bis 60 Zentimeter lang (gut geeignet sind Birken-, Weiden- oder Hartriegelzweige)
- Dünnen Basteldraht oder Paketschnur
- Moos, Heu oder Stroh als Einlage
- Eine Gartenschere
Frisch geschnittene Zweige lassen sich am besten verarbeiten, weil sie noch weich und biegsam sind. Trockene Zweige brechen leicht. Wenn Sie nur trockene zur Hand haben, legen Sie sie vor dem Basteln für ein paar Stunden in lauwarmes Wasser, dann werden sie wieder geschmeidig.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
Nehmen Sie zunächst zwei oder drei Zweige und biegen Sie sie zu einem Ring in der gewünschten Nestgröße. Für ein Osternest zum Verstecken und Suchen eignet sich ein Durchmesser von etwa 15 bis 20 Zentimetern. Soll das Nest als Tischdeko dienen, darf es auch größer ausfallen. Fixieren Sie den Ring, indem Sie die Enden mit Basteldraht oder Schnur umwickeln.
Winden Sie nun die übrigen Zweige nacheinander um diesen Ring. Führen Sie die Zweige dabei nicht nur außen herum, sondern flechten Sie einzelne Zweige auch nach unten durch, sodass ein Boden entsteht. Dieser muss nicht dicht sein – er soll nur verhindern, dass Eier und andere Inhalte durchfallen. Besonders dünne, biegsame Zweige eignen sich gut für den Boden. Fixieren Sie lose Enden mit etwas Draht, wo nötig.
Wenn die Nestform steht, legen Sie den Boden mit Moos, Heu oder Stroh aus. Moos ergibt einen besonders natürlichen Look, Heu und Stroh wirken rustikaler. Wer echtes Ostergras gesät hat, kann auch dieses als Einlage verwenden.
Tipp:
Für ein besonders gleichmäßiges Ergebnis können Sie als Hilfsmittel eine kleine Schüssel verwenden: Legen Sie die Zweige um die umgedrehte Schüssel herum und fixieren Sie sie. Wenn Sie die Schüssel entfernen, haben Sie eine saubere Nestform.
Das fertige Nest können Sie jetzt nach Belieben dekorieren – mit gefärbten Ostereiern, kleinen Frühblühern, Federn oder Schokolade. Wer mag, verziert den Rand noch mit ein paar kleinen Blüten oder einer Schleife.
Osternest aus Alltagsgegenständen gestalten
Wer nicht basteln möchte, findet in Küche und Haushalt genügend Gefäße, die sich als Osternest eignen. Eine Müslischale, ein hübscher Blumenübertopf oder ein kleines Holzkästchen – all das funktioniert wunderbar. Der Vorteil: Diese Gefäße können nach Ostern weiterverwendet werden, etwa als Stifthalter im Kinderzimmer oder als Pflanzschale auf dem Fensterbrett.
Legen Sie das Gefäß mit Moos, Heu, Stroh oder echtem Ostergras aus. Echtes Ostergras sollte etwa drei bis vier Wochen vor Ostern ausgesät werden, damit es rechtzeitig kräftig grün gewachsen ist. Eine Schicht Watte unter dem Gras hält die Feuchtigkeit und gibt dem Nest gleichzeitig eine weiche Polsterung.
Tipp:
Ostergras selber ziehen: Säen Sie Weizen- oder Kressesamen in eine flache Schale mit etwas Erde. Feucht halten und an einen hellen Platz stellen. Nach etwa drei Wochen haben Sie frisches, sattgrünes Ostergras. Deutlich hübscher als künstliche Halme aus der Packung – und die Kinder können beim Gießen helfen.
Einfaches Osternest aus Tonkarton basteln
Ein Körbchen aus Tonzeichenkarton ist schnell gebastelt und eignet sich gut als Bastelprojekt mit Kindern. Sie benötigen ein Blatt Tonkarton (DIN A4), eine Schere, Kleber oder Tacker und bei Bedarf Stifte, Aufkleber oder Stempel zum Verzieren.
So wird das Papier-Körbchen gefaltet
Schneiden Sie das Blatt zu einem Quadrat zu. Falten Sie es einmal der Länge und einmal der Breite nach, sodass Sie durch die Falze vier gleiche Felder erhalten. Schneiden Sie nun von zwei gegenüberliegenden Seiten je einen Schnitt bis zur Mitte ein – entlang der Falzlinie. Die beiden uneingeschnittenen Seiten klappen Sie nach oben und falten die eingeschnittenen Laschen darüber. Fixieren Sie die Ecken mit Kleber oder einem Tacker. Aus einem Reststreifen Karton können Sie noch einen Henkel ankleben.
Das fertige Körbchen lässt sich nach Lust und Laune gestalten: bemalen, mit bunten Stickern bekleben, mit Serviettentechnik verschönern oder mit aufgeklebten Stoffmotiven verzieren. Auch ein gelochter Rand, durch den ein hübsches Band gezogen wird, sieht nett aus.
Osternest mit Frühblühern dekorieren
Besonders hübsch wirkt ein Osternest, wenn darin etwas blüht. Ein kleiner Topf mit Narzissen (Osterglocken) oder Traubenhyazinthen passt zeitlich und farblich gut zu Ostern. Die Blüten bringen Frische ins Nest und machen es gleichzeitig zu einem Blickfang auf dem Ostertisch.
Auch getrocknete Blüten oder Federn eignen sich als Deko. Wer das Nest verschenken möchte, kann zusätzlich kleine selbst gebastelte Elemente aus Filz einarbeiten – etwa Blumen, Schmetterlinge oder kleine Hasen. Mit einer Heißklebepistole lassen sich solche Filzfiguren auch auf Haarspangen oder Brosche-Rohlinge kleben: eine nette Kleinigkeit als Beilage im Osternest.
Osternest für Erwachsene: stilvoll statt süß
Osternester sind längst nicht nur etwas für Kinder. Als Geschenkverpackung oder als Tischdekoration machen sie auch bei Erwachsenen Freude. Statt Schokohasen füllen Sie das Nest dann zum Beispiel mit einer kleinen Kerze, einer Handcreme, feinem Gebäck oder einer Flasche Kräuteröl. Ein Nest aus Zweigen mit Moos und ein paar Wachteleiern darin ergibt eine schlichte, elegante Tischdeko.
Auch als Platzkarte funktioniert ein kleines Osternest gut: Beschriften Sie einfach ein Schildchen mit dem Namen des Gastes und stecken Sie es zwischen die Zweige.
Was kommt ins Osternest?
Bunt gefärbte Eier und ein Schokoladenhase gehören für die meisten Kinder fest dazu. Beim Befüllen gilt aber: Ostern ist nicht Weihnachten – halten Sie die Geschenke klein. Ein kuschelig weicher Plüschhase, ein kleines Buch oder ein Beutel mit Murmeln reichen völlig aus. Verpacken Sie die Kleinigkeit in hübsches Geschenkpapier, dann ist die Vorfreude beim Auspacken umso größer.
Gestalten Sie das Nest farblich passend zum Inhalt: Zu einem goldenen Schokohasen passen goldfarbene oder naturfarbene Eier. Lila Eier setzen farbige Akzente und sind ein echter Hingucker. Tipps zum Färben und Gestalten von Ostereiern finden Sie in unserem Artikel Ostereier gestalten.
Nestgröße: Wie groß sollte ein Osternest sein?
Die richtige Größe hängt davon ab, wofür Sie das Nest verwenden möchten:
- Zum Verstecken und Suchen: Durchmesser 15 bis 20 cm. Nicht zu groß, damit sich das Nest gut verstecken lässt.
- Als Tischdeko: 20 bis 30 cm Durchmesser, damit es auf dem Tisch wirkt und genügend Platz für Deko bietet.
- Als Geschenkverpackung: Orientieren Sie sich am Inhalt. Das Nest sollte etwas größer sein als das Geschenk, damit rundherum noch Moos oder Gras Platz findet.
Osternest als Tischdeko zu Ostern
Ein selbst gemachtes Osternest eignet sich auch als hübsche Tischdekoration für den Osterbrunch oder das Osterfrühstück. Stellen Sie mehrere kleine Nester aus Zweigen auf den Tisch und füllen Sie sie mit gefärbten Wachteleiern, Frühblühern und etwas Moos. Auch eine Kombination aus Nestchen und Kerzen sorgt für eine festliche Stimmung. Weitere Ideen für die Tischgestaltung finden Sie in unserem Artikel Tischdeko zu Ostern.
In unserem Portal finden Sie viele weitere Ideen für eine schöne Osterdeko – zum Beispiel Anleitungen für einen Osterstrauß oder einen Osterkranz.
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