Was tun gegen Pickel?
Ein Pickel zur falschen Zeit – kennt jeder. Ob kurz vor dem wichtigen Vorstellungsgespräch, dem romantischen Date oder dem Klassentreffen: Ungebetene Hautunebenheiten treffen nicht nur Teenager, sondern können jeden in jedem Alter erwischen. Die gute Nachricht: Die Natur hält eine Reihe bewährter Hausmittel bereit, die schnell und schonend helfen können – ganz ohne aggressive Chemikalien.
In diesem Artikel erfahren Sie, wie Pickel entstehen, wie Sie Ihre Haut richtig reinigen und welche Hausmittel wirklich gegen Pickel helfen.
So verlieren Pickel ihren Schrecken
Die gute Nachricht zuerst: Pickel oder Pusteln sind meistens nur eine vorübergehende Entzündung der Haut und bilden sich nach wenigen Tagen von selbst zurück. Störend werden sie vor allem dann, wenn sie sich ausgerechnet vor einem wichtigen Termin oder einer Verabredung zeigen.
Entdeckt man einen Pickel einige Tage vorher, können verschiedene Hausmittel dabei helfen, ihn schneller abklingen zu lassen. Ist die Zeit sehr knapp, bleibt oft nur das Abdecken mit Make-up oder einem Concealer. Wichtig: Pickel niemals ausdrücken! Dadurch werden Bakterien in tiefere Hautschichten gedrückt, was die Entzündung verschlimmert und Narben hinterlassen kann.
Wie entstehen Pickel?
Pickel sind entzündete, mit Talg oder Eiter gefüllte Hautporen. Sie entstehen, wenn die Talgdrüsen zu viel Sebum (Hautfett) produzieren und dadurch die Poren verstopfen. Bakterien – vor allem Cutibacterium acnes (früher: Propionibacterium acnes) – können sich darin ansiedeln und eine Entzündungsreaktion auslösen.
Eine häufige Ursache ist die sogenannte Akne vulgaris. Sie tritt vor allem in der Pubertät durch hormonelle Veränderungen auf und kann Gesicht, Rücken und Brust betreffen. Doch auch im Erwachsenenalter sind hormonelle Schwankungen – etwa durch den Menstruationszyklus, Stress oder die Einnahme bestimmter Medikamente – häufige Auslöser.
Weitere Ursachen können ungeeignete Kosmetika (die die Poren verstopfen), der Kontakt mit Chemikalien, zu viel UV-Strahlung oder die Einnahme von Anabolika sein. Ob fettreiche Ernährung oder Süßigkeiten Pickel direkt fördern, ist wissenschaftlich noch nicht eindeutig belegt – auffällig ist aber, dass eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, Wasser und wenig Zucker häufig mit einer klareren Haut einhergeht.
Tipps zum Gesicht reinigen
Bevor Hausmittel gegen Pickel angewendet werden, sollte die Haut gründlich gereinigt werden. Wichtig dabei: Herkömmliche Seife greift den natürlichen Säureschutzmantel der Haut an und sollte vermieden werden. Besser geeignet sind milde, pH-neutrale Reinigungsgele oder einfach lauwarmes Wasser, gefolgt von einem alkoholfreien Gesichtswasser mit einem Wattebausch.
Besonders bewährt haben sich Gesichtsdampfbäder. Sie öffnen die Poren, regen die Durchblutung an und erleichtern das Entfernen von Unreinheiten. Für ein Dampfbad benötigt man lediglich eine hitzebeständige Schüssel, heißes Wasser und nach Wunsch Kräuter wie Kamillenblüten, Rosmarin, Wacholder oder einige Tropfen Grapefruit-Öl. Das Gesicht wird in einem Abstand von mindestens 30 Zentimetern über die Schüssel gehalten – ein über den Kopf gelegtes Handtuch verhindert, dass der Dampf entweicht. 10 bis 15 Minuten genügen. Anschließend die Haut sanft abtupfen und mit einem feuchtigkeitsspendenden Produkt versorgen.
Tipp: Gesichtsdampfbäder sollten nicht zu oft durchgeführt werden – ein- bis zweimal pro Woche ist ideal. Bei empfindlicher oder sehr trockener Haut lieber seltener anwenden.
Achtung:
Bei sehr schweren Fällen von Akne sollte immer ein Hautarzt aufgesucht werden!
Wirksame Hausmittel gegen Pickel
Obwohl sich hartnäckig das Gerücht hält, dass Zahncreme gegen Pickel hilft, raten Dermatologen klar davon ab. Die enthaltenen Inhaltsstoffe – darunter Fluorid, Menthol und Bleichmittel – können Hautirritationen, Rötungen und sogar chemische Verbrennungen verursachen. Zahncreme gehört auf die Zähne, nicht auf die Haut.
Bewährt haben sich dagegen folgende Hausmittel:
Heilerde oder essigsaure Tonerde: Diese werden mit etwas Wasser zu einer Paste verrührt und dünn auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen. Nach etwa 20–30 Minuten mit lauwarmem Wasser abwaschen. Heilerde wirkt austrocknend und entzündungshemmend.
Teebaumöl: Das ätherische Öl hat stark antibakterielle Eigenschaften. Es wird unverdünnt mit einem Wattestäbchen punktuell auf den Pickel aufgetragen – nie auf die gesamte Haut auftragen, da es reizend wirken kann. Bei empfindlicher Haut vorher mit etwas Trägeröl (z. B. Jojobaöl) verdünnen.
Tinkturen: Apfelessig, Arnika, Eisenkraut oder Birkenblätter-Extrakt können mit einem sterilen Leinentuch oder Wattebausch auf den Pickel getupft werden. Die besten Ergebnisse erzielt man nach mehrmaliger Anwendung über einige Tage.
Aloe Vera: Das Gel der Aloe-Vera-Pflanze wirkt beruhigend, kühlend und entzündungshemmend. Einfach frisches Gel direkt auf den Pickel auftragen und einwirken lassen – es muss nicht abgewaschen werden.
Weitere Hausmittel gegen Pickel:
Peelings aus Mandelkleie (mit Wasser verrührt) helfen, abgestorbene Hautzellen zu entfernen und Poren zu entstopfen. Masken aus Naturjoghurt können bei fettiger, unreiner Haut beruhigend wirken. Backpulver, mit wenig Wasser zu einer Paste angerührt und punktuell aufgetragen, hilft dabei, den pH-Wert der Haut zu neutralisieren – jedoch nur gelegentlich anwenden, da es die Haut austrocknen kann.
Pickel und Akne von innen behandeln
Neben der äußerlichen Behandlung kann man Pickel und Akne auch von innen unterstützend bekämpfen – über Ernährung, Kräutertees und einen gesunden Lebensstil.
Kräutertees: Kamille, Brennnessel, Birkenblätter, Löwenzahn und Quecke gelten als blutreinigend und können die Haut von innen unterstützen. Auch eine Mischung aus Salbei, Fenchel, Schlehdorn, Faulbaumrinde und Pomeranzenschale soll positive Wirkung bei Akne zeigen. Die Kräuter werden mit heißem Wasser aufgegossen und über mehrere Tage als Tee getrunken.
Ernährung: Studien deuten darauf hin, dass Lebensmittel mit hohem glykämischem Index (z. B. Weißbrot, Zucker, Softdrinks) Akne begünstigen können, indem sie den Insulinspiegel erhöhen und die Talgproduktion anregen. Eine Ernährung mit viel Gemüse, Vollkornprodukten, Omega-3-Fettsäuren (z. B. aus Lachs oder Leinsamen) und ausreichend Wasser (mindestens 1,5–2 Liter täglich) unterstützt eine gesunde Haut.
Weitere Tipps: Ausreichend Schlaf, Stressreduktion und regelmäßige Bewegung haben nachweislich positiven Einfluss auf das Hautbild. Bettbezüge und Kissenbezüge regelmäßig wechseln, da sich dort Bakterien und Talg sammeln. Das Gesicht nicht mit den Händen berühren – Keimübertragung ist ein häufiger, aber leicht vermeidbarer Auslöser.
Kennen Sie weitere Hausmittel gegen Pickel? Schreiben Sie uns gerne in den Kommentaren!
Kaugummi im Haar sieht schlimmer aus, als es ist. Die klebrige Masse lässt sich fast…
Trockene Haut im Winter Vor allem im Winter haben viele mit trockener Haut zu kämpfen.…
In diesem Artikel stellen wir Ihnen Hausmittel vor, die Ihnen zu glänzenden Haaren verhelfen. Wir…
Gesichtsmasken selber machen für eine gesunde und glatte Haut Zu viel Sonne im Sommer oder…
