Wachsflecken aus Kleidung entfernen

Frau zündet Kerzen an
Kerzen sorgen für stimmungsvolles Licht - solange
sie nicht auf die Kleidung tropfen.... - Foto: © Africa Studio

Kaum jemand möchte auf Kerzen verzichten, denn ihr stimmungsvolles Licht gehört nicht nur in die Adventszeit, sondern erzeugt auch an lauen Sommerabenden auf der Terrasse eine gemütliche Atmosphäre. Doch ein unachtsamer Moment, und das Wachs tropft auf die gute Bluse oder die neue Jeans. Ärgerlich ist dies schon, doch Kerzenwachs lässt sich auch aus Textilien wieder entfernen.

Das flüssige Wachs nicht verreiben

Ein großer Fehler, der immer wieder in dem Schreckmoment passiert, ist, dass der Fleck mit einem Tuch breitgerieben wird. Obwohl man das Wachs nur aufnehmen möchte, arbeitet man es so tiefer ins Gewebe ein und bekommt es dementsprechend schwierig wieder heraus.

Zunächst obere Wachsschicht entfernen

Es dauert aber nicht lange, und das flüssige Wachs wird hart. Erst jetzt kann man damit beginnen, das grobe Wachs zu entfernen. Bei robusten Textilien, wie zum Beispiel einer Jeans, eignet sich dafür ein scharfes Messer ohne Rillenschliff. Vorsichtig wird das Wachs von der Oberfläche geschabt. Komplizierter ist dies bei empfindlichen Stoffen. Mit dem Messer an einer dünnen Seidenbluse zu arbeiten, ist gewagt, denn das Gewebe könnte geschädigt werden. Mit einem Trick schaffen Sie es aber auch hier, das grobe Wachs zu entfernen. Für mindestens eine dreiviertel Stunde wird das Kleidungsstück in das Gefrierfach gelegt. Das nun gefrorene Wachs lässt sich auch ohne Messer von Hand zerbröseln und somit vorsichtig vom Stoff entfernen. Nun geht es an die Nachbehandlung.

Fettige Wachsflecken bleiben zurück

Auch wenn die obere Wachsschicht erfolgreich entfernt wurde, bleiben oft fettähnliche Wachsflecken im Gewebe, denn das Wachs dringt tief in die Fasern ein. Um auch diese Reste aus dem Kleidungsstück zu bekommen, gibt es mehrere Möglichkeiten.

Hierbei ist es wichtig, dass Sie besonderes Augenmerk auf das Material des Kleidungsstücks legen. Leichtes Spiel haben Sie bei Baumwolle oder Leinengewebe, denn es kann bei hohen Temperaturen behandelt werden. Mit einem Löschblatt, einem Küchentuch oder einem saugfähigen Baumwolltuch ober- und unterhalb des Flecks platziert, erwärmen Sie den Wachsfleck mit dem Bügeleisen und hohen Temperaturen. Immer wieder wird die saugfähige Unterlage etwas verrückt und der Vorgang so lang wiederholt, bis der Stoff kein Wachs mehr abgibt. Anschließend wird bei möglichst hohen Temperaturen das Kleidungsstück wie gewohnt in der Maschine gewaschen. Empfindliche Textilien aus Seide, Kunstfasern oder Mischgewebe, stellen eine größere Herausforderung dar. Auch sie können mit dem Bügeleisen und Löschpapier behandelt werden, jedoch nur mit größter Sorgfalt und bei niedrigen Temperaturen. Meist lassen sich nicht alle Flecken rückstandslos entfernen. Da hilft in der Regel nur noch Waschbenzin. Auf ein saugfähiges Tuch aufgebracht und vorher an einer unauffälligen Stelle auf Farbechtheit geprüft, tupft man den Wachsfleck ab und wendet dabei immer wieder das Tuch. Auch empfindliche Textilien brauchen nach der Fleckentfernung noch eine Maschinenwäsche.

Farbiges Wachs entfernen

Und müht man sich noch so sehr, farbiges Wachs hinterlässt oft hässliche Schatten. Hilft das Waschen, Bügeln und das Waschbenzin nicht, so empfiehlt es sich, empfindliche Textilien in die Reinigung zu geben. Dank der Spezialmittel und dem Wissen der textilen Reinigung, lassen sich die meisten schon verloren geglaubten Kleidungsstücke wieder restlos vom Wachs befreien.

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Text: C. D. / Stand: 24.02.2018

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