Flöhe in der Wohnung bekämpfen

Eine Katze in der Wohnung
Katzen und Hunde sind meist die Ursache für Flöhe in der Wohnung - Foto: © Aaron Amat

Erfahren Sie in diesem Artikel wie man Flöhe in der Wohnung bekämpfen kann und ob Hausmittel helfen.

Flöhe beim Menschen: Was tun?

Kleine, juckende Pusteln an den Beinen oder Armen können nicht nur ein Hinweis auf hungrige Stechmücken sein. Auch der Floh weiß das Blut seiner Wirte zu schätzen und geht mit beherzten Sprüngen auf die Jagd. Ursache für Flöhe beim Menschen ist in Mitteleuropa meist nicht der Menschenfloh, denn er gilt als nahezu ausgestorben. Viel mehr sind es Hunde- oder Katzenflöhe, die Herrchen und Frauchen das Leben schwer machen. Mit einigen Tipps ist die Plage jedoch schnell wieder weg.

Flöhe in der Wohnung erkennen

Wie Flöhe in die eigene Wohnung gelangen, kann sehr unterschiedlich sein. Oft sind es Katzen und Hunde, die die kleinen Insekten mitbringen. In der Wohnung fallen Floheier oder auch die Parasiten selbst aus dem Fell und vermehren sich vor Ort weiter. Auch ein Besuch im Streichelzoo oder Tierheim kann eine mögliche Ursache für den Flohbefall in der Wohnung sein. Ob es sich bei den Verursachern juckender Stiche um Flöhe handelt, lässt sich recht leicht herausfinden. Zunächst sollten alle Liegeplätze von Haustieren, Teppiche und Decken gründlich untersucht werden. Zeigt sich hier kein Floh, finden sich aber kleine dunkle Krümel, sollten diese näher untersucht werden. Hierfür reicht es, die Krümel auf ein Blatt Küchenpapier zu geben und anzufeuchten. Flohkot verfärbt sich aufgrund des enthaltenen Blutfarbstoffs rötlich.

Die Wohnung gründlich reinigen

Ist der Flohbefall festgestellt, sollte die gesamte Wohnung sorgfältig geputzt werden. Hierzu gehören Arbeitsschritte wie

  • das gründliche Saugen aller Böden, Teppiche, Matratzen und Polstermöbel
  • feuchtes Wischen glatter Oberflächen
  • das Waschen von Textilien bei mindestens sechzig Grad Celsius
  • und sorgfältiges Säubern schmaler Zwischenräume

Da bei der Reinigung nicht alle Flöhe und Eier erwischt werden könnten, ohne Nahrung jedoch bis zu zwei Monate munter bleiben, sollte die Grundreinigung in einem Zeitraum von drei Wochen etwa alle zwei Tage erledigt werden.

Hausmittel zur Beseitigung von Flöhen

Polster, Teppiche und Matratzen können in der Regel nicht heiß gewaschen werden. Hier ist es wichtig, mit wirksamen Mitteln gegen die Schädlinge vorzugehen. Als Hausmittel bewährt hat sich eine Mixtur aus 1,5 Litern Essig, 125 Millilitern Zitronensaft und 0,75 Litern Wasser. Das Mittel wird auf alle Textilien und Polster aufgesprüht, wo es dem Befall entgegenwirkt. Die Behandlung sollte während der ersten Woche täglich erfolgen.
Weitere Tipps zur Reinigung Polstern, Teppichen und Matratzen

Auch sinnvoll im Kampf gegen Flöhe ist Kieselgur. Das Pulver kann an allen Stellen verteilt werden, wo sich Flöhe potenziell aufhalten. Die Kieselalgen verfügen über sehr scharfe Kanten, die die Flöhe verletzen, woran sie schließlich verenden. Nach ein oder zwei Tagen wird das Pulver einfach abgesaugt.

Was tun gegen Flohbisse?

Flohbisse jucken meist. Den Juckreiz kann man mit einem kühlenden Gel lindern. Ist man allergisch auf Flohbisse sollte man sich ein entsprechendes Medikament aus der Apotheke holen oder den Arzt aufsuchen. Man sollte die Flohbisse übrigens nicht auf die leichte Schulter nehmen. Denn Flöhe können Krankheiten wie Fleckfieber, Kinderlähmung, Borreliose und auch Schweinepest sowie andere Parasiten wie den Gurkenkernbandwurm übertragen. Ist der Flohbefall erstmal erkannt, sollte man den Juckreiz lindern, die Wohnung reinigen und das Haustier entsprechend behandeln. (Flöhe beim Haustier) Beobachten Sie alle Familienmitglieder in den nächsten Wochen gut und achten Sie auf Hygiene.
Text: A. W. + K. F. / Stand: 07.10.2019

Lesenswerte Artikel:

Ungeziefer bekämpfen