Flöhe beim Haustier

Eine Katze in der Wohnung
Wie kann man Flöhe beim Haustier bekämpfen? - Foto: © Aaron Amat

Erfahren Sie in diesem Artikel wie man Flöhe beim Haustier erkennt und bekämpfen kann.

Flöhe beim Haustier bekämpfen

Kratzen sich Hund oder Katze plötzlich vermehrt, finden sich im Fell schwarze Krümelchen und hüpft vielleicht sogar ein Tierchen mit langen Hinterbeinen auf Körbchen oder Kuscheldecke, steht fest: Der Floh ist los! Ein Befall von Haustieren ist jedoch kein Beinbruch. Vom Parasit selbst geht kaum Gefahr aus. Dennoch kann sich der Floh schnell zur lästigen Plage entwickeln und sogar den Menschen beißen. Grund genug, ihm schnell das Handwerk zu legen.

Wie kommt der Floh auf das Tier?

In der freien Natur kommen Haustiere schneller mit Flöhen in Kontakt, als es Haltern lieb ist. Eine Begegnung mit der befallenen Nachbarskatze, kurzes Schnuppern an einem Igel oder auch Spiele im Laub sind häufige Ursachen für einen Befall. Tiere, die nicht mit Flohhalsbändern oder Spot-On-Präparaten nach draußen gehen, sind entsprechend anfällig.

Flöhe bekämpfen: Die Wohnung nicht vergessen

Nur ein verschwindend geringer Teil der Flohpopulation hält sich tatsächlich auf dem Tier auf. Der Rest der Parasiten kriecht an dunkle und warme Stellen in der Wohnung, wo aus abgelegten Eiern die nächsten Generationen entstehen. Pro Tag kann ein Flohweibchen durchaus bis zu fünfzig Eier legen. Schnelles Handeln ist folglich umso wichtiger. Lesen Sie auch: Flöhe in der Wohnung

Zunächst gilt es, die gesamte Wohnung gründlich zu saugen, Bettchen sowie Decken bei mindestens sechzig Grad zu waschen und auch in versteckten Ritzen und unter Teppichen sowie auf Polstermöbeln für Sauberkeit zu sorgen. Während eines Zeitraums von rund drei Wochen sollte die Wohnung auf diese Weise mehrfach sauber gemacht werden, wobei die Plätze, an denen sich das Haustier aufhält, besonders gründlich gereinigt werden müssen.
Weitere Tipps zur Reinigung der Wohnung

Haustiere mit Flohbefall sollten täglich sehr sorgfältig gekämmt werden, wobei sich vorheriges Befeuchten des Fells empfiehlt. Herausgekämmte Flöhe und Floheier gilt es, direkt und sicher in einem dicht verschlossenen Beutel zu entsorgen.

Es kann sich lohnen, Flöhen mit Hausmitteln wie Apfelessig, Zitronensaft oder Kieselgur zu Leibe zu rücken. Nicht immer jedoch reicht das aus. Vor allem bei starkem Befall sind Hausmittel in aller Regel begrenzt wirksam.

Wann der Tierarzt helfen muss

Lässt sich der Flohbefall nicht in den Griff kriegen, ist der Gang zum Tierarzt unvermeidbar. Er kann verschiedene Sprays zur Behandlung der Wohnung, Spot-On-Präparate oder auch Tabletten empfehlen, die die Flöhe töten und deren Entwicklung hemmen. Bei sehr starkem Befall empfehlen viele Ärzte auch den Einsatz eines sogenannten "Foggers", mit dem die gesamte Wohnung mit einem Insektizid eingenebelt wird.
Wichtig! Ein Flohbefall bei Haustieren bringt oft auch Würmer mit sich, da der Parasit als Zwischenwirt des Gurkenkernbandwurms gilt. Nach dem Befall mit Flöhen sollte daher unbedingt eine Entwurmung anstehen. Lassen Sie sich dazu vom Tierarzt Ihres Vertrauens beraten!
Text: A. W. / Stand: 04.06.2019

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