Mülleimer stinkt

Wird der Mülleimer nicht regelmäßig und gründlich gereinigt, fängt er an zu stinken. Erfahren Sie in diesem Artikel welche Hausmittel dagegen helfen:

Jemand wirft etwas in den Mülleimer
Was tun, wenn der Mülleimer stinkt? - Foto: © pixelplot

Übler Geruch aus dem Mülleimer: Was tun?

Verbreitet sich in der Küche ein unangenehmer Geruch, ist meist der Mülleimer schuld. Speisereste und Feuchtigkeit bilden einen Mix, der geruchsbildenden Bakterien Tür und Tor öffnet. Wer Probleme mit stinkenden Mülleimern in der Küche hat, sollte den Geruch nicht nur oberflächlich behandeln, sondern auch seiner Entstehung entgegenwirken.

Feuchtes Milieu begünstigt Gestank im Mülleimer

Die Feuchtigkeit im Inneren des Mülleimers sorgt dafür, dass Speisereste schnell verrotten und dabei üblen Gestank erzeugen. Der erste Schritt gegen üblen Geruch ist daher die Vermeidung von allzu viel Feuchte im Mülleimer.

Als hilfreich erweist sich hier das Bedecken des Mülleimer-Bodens mit saugenden Materialien. Sie nehmen die überschüssige Feuchtigkeit auf und verlangsamen die Entstehung schlechter Gerüche. Für diese Maßnahme eignen sich:

  • Küchenpapier
  • Unbeschichtetes Zeitungspapier
  • Katzenstreu
  • Sägespäne
Die Schicht am Boden sollte regelmäßig erneuert werden, da sie sonst schnell selbst zur Geruchsquelle werden kann. Eine Kombination aus Zeitungspapier ganz unten und Streugut darüber erleichtert das Reinigen des Behälters erheblich.

Hausmittel gegen stinkende Mülleimer

In Drogeriemärkten gibt es heute eine recht große Anzahl unterschiedlichster Mülleimer-Deos. Sie werden einfach in den Behälter geklebt oder gehängt und überdecken den unangenehmen Geruch. Oft jedoch sind die Inhaltsstoffe solcher Deos wenig gesund, weswegen natürliche Alternativen die bessere Wahl darstellen.

Wer den Gestank im Mülleimer mit schonenderen Mitteln neutralisieren möchte, nutzt Waschmittel. Es wird regelmäßig in den Müllbeutel gestreut und entfaltet dort seine Duftwirkung. Ebenfalls neutralisierend wirken Kaffeepulver und Holzkohle. Kohle wird auf den Boden des Eimers gegeben und wirkt dort als Neutralisator, während Kaffeepulver gemeinsam mit anderen Abfällen in den Müllbeutel geschüttet wird. Auch eine Kombination beider Mittel ist eine denkbare Lösung. Grundsätzlich jedoch sorgen diese Mittel nicht für die Beseitigung des ursächlichen Problems. Wird der Gestank lediglich neutralisiert oder überdeckt, stellt das Innere des Mülleimers weiterhin ein Risiko für spätere Geruchsentwicklung dar.

Mit richtiger Pflege vorbeugen

Um stinkenden Mülleimern von Beginn an entgegenzuwirken, ist sorgfältiges und regelmäßiges Reinigen wichtig. Das Leeren der Eimer mindestens einmal täglich ist bereits ein guter Anfang, schützt jedoch nicht vor unangenehmem Geruch, der von Ablagerungen im Inneren des Behälters herrühren.
Lesen Sie auch: Mülleimer reinigen

Daher empfiehlt es sich, den Mülleimer etwa einmal pro Woche mit Natron und Essig zu säubern. Hierfür werden etwa zwei Esslöffel Natron mit einer kleinen Tasse Essig vermischt und in den Mülleimer gegossen. Die Mischung sollte den gesamten Boden bedecken und kann durch leichtes Schwenken auf die Wände verteilt werden. Nach einer Einwirkzeit von etwa einer halben Stunde wird das Gemisch abgeschüttet und der gesamte Eimer mit klarem Wasser ausgespült.

Damit die Feuchtigkeit nach der Reinigung nicht als Nährboden für neuen Gestank fungiert, sollte der Mülleimer gründlich trocknen. Im Sommer genügt es, ihn zwei Stunden in die Sonne zu stellen, während Nachreiben mit Küchenpapier und eine Trocknung auf der Heizung im Winter helfen.

Dauerhaft lässt sich übler Gestank aus dem Mülleimer nur mit einer Kombination aller genannten Mittel verhindern. Zusätzlich sinnvoll ist es, besonders feuchte Abfälle wie Teebeutel, Obst und Gemüse in Küchenpapier einzuschlagen und erst dann in den Mülleimer zu geben. Das Papier nimmt Feuchtigkeit auf und verhindert so die Bildung eines unangenehm riechenden Bodensatzes.
Text: A. W. / Stand: 30.11.2017

Tipps zum Hausputz