Altes Parkett reinigen

Gereinigtes Parkett
So bringt man altes Parkett wieder zum Glänzen - Foto: © angelo sarnacchiaro

Erfahren Sie in diesem Artikel wie man altes Parkett reinigen kann damit es wieder glänzt. Wir erklären Schritt für Schritt wie Sie bei der Reinigung vorgehen sollten.

Wie putzt man altes Parkett?

Parkett aus massivem Holz sieht nicht nur gut aus, sondern überzeugt auch durch seine Pflegeleichtigkeit und Robustheit. Bei guter Pflege kann ein Parkettboden Jahrzehnte unbeschadet überstehen und immer wieder erneuert werden. Auch für altes Parkett, dem sein bisheriger Werdegang deutlich anzusehen ist, besteht daher Hoffnung. Eine gründliche Reinigung genügt in manchen Fällen und kann durch weitere Maßnahmen sinnvoll ergänzt werden.

Flecken und Verschmutzungen auf dem Parkett beseitigen

Grundsätzlich zeichnet sich Parkett zwar durch eine deutlich höhere Lebensdauer als Laminat aus, nimmt Schmutz über die Jahre hinweg aber dennoch an. Dies liegt vor allem daran, dass sich Staub und Verunreinigungen auch in den haarfeinen Poren und in der Struktur des Holzes ablagern können. Um diese bei altem Parkett wieder zu entfernen, braucht es daher mehr als nur einen Eimer Wasser.
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Vor der feuchten Reinigung sollte der Parkettboden gründlich gekehrt werden, um kleine Steine oder feste Partikel zu entfernen. Im Anschluss darf feucht - aber nicht zu nass - gewischt werden. Das Wischwasser mit einer kleinen Menge Salmiakgeist zu mischen, ist ein bewährter Trick bei der Reinigung von verschmutztem Parkett. Der Boden wird einfach mit der Mischung gewischt und anschließendes Nachwischen mit klarem Wasser entfernt mögliche Rückstände.

Zeigen sich auf dem Parkett deutliche Flecken, so können diese mit Spiritus behandelt werden. Für versiegeltes Parkett eignet sich Terpentin besser. Es ist jedoch wichtig, beide Mittel zuvor an einer unsichtbaren Stelle zu testen, da es sich um durchaus aggressive Lösungen handelt. Nach dem Einreiben des Flecks mit Spiritus oder Terpentin sollte gründlich nachgewischt werden.

Niemals sollten Reinigungsmittel verwendet werden, die scheuernde Partikel enthalten. Diese nämlich hinterlassen feine Kratzer auf der Holzoberfläche und können das Parkett nachhaltig schädigen.

Versiegeltes Parkett reinigen

Für etwas mehr Glanz nach dem Reinigen empfiehlt sich bei versiegeltem Parkett erkalteter Schwarztee. Er wird wie Wischwasser verwendet und es muss nicht nachgewischt werden. Auch mit Möbelpolitur ohne Mineralöl oder Silikon entsteht neuer Glanz. Sie sollte den Anweisungen auf der Verpackung entsprechend verwendet werden.

Die Renovierungspflege bei alten Parkettböden

Alten Parkettböden zu neuem Glanz zu verhelfen, gelingt auch im Rahmen der sogenannten Renovierungspflege. Hierfür wird geöltes Parkett nach der Reinigung mit Ölpflegemittel eingerieben. Für versiegelte Böden und auch lackiertes Parkett empfehlen sich eigens für diesen Zweck entwickelte Lackpflegemittel. In beiden Fällen wird das Parkett nicht nur erneuert, sondern auch in Zukunft besser geschützt.

Was tun bei Kratzern auf dem Parkett?

Kratzer in altem Parkettboden sind keine Seltenheit. Dennoch ist es wichtig, sie zu reparieren, da durch Kratzer Feuchtigkeit und Schmutz tiefer in die Holzschicht eindringen können. Weniger tiefe Kratzer in unversiegeltem Parkett können mit speziellen Wachs-Sets ausgebessert werden. Hierfür dürfen die Kratzer jedoch nicht tiefer als wenige Millimeter sein. Kratzern in lackiertem oder versiegeltem Parkett sollte sich stets ein Experte annehmen.

Wann Abschleifen sinnvoll ist

Große, stumpf wirkende Stellen, eine stark angeraute Oberfläche und sehr tiefe Kratzer machen ein Abschleifen des alten Parkettbodens notwendig. Auch Flecken, die sich nach langer und intensiver Behandlung nicht entfernen lassen, verschwinden dann. Begabte Handwerker können diese Aufgabe problemlos selbst übernehmen, indem sie sich eine Schleifmaschine ausleihen und den Boden hiermit bearbeiten. Wer sich unsicher ist, sollte für das Abschleifen jedoch besser einen Fachmann zu Rate ziehen. In jedem Fall sollte das Parkett nach dem Abschleifen je nach Art neu geölt oder versiegelt beziehungsweise lackiert werden.
Text: A. W. / Stand: 14.10.2017

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