Waschpulver: Großpackungen nicht so sparsam wie gedacht

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Großpackung Waschpulver
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Große Packungen sparen Geld. Das hoffen auf jeden Fall die vielen Verbraucher, die zu Waschpulver im Megapack greifen. Vor allem für Familien erscheinen die riesigen Kartons als sparsame Alternative zu Kompaktpulvern. Wenn jeden Tag die Waschmaschine läuft, soll dabei schließlich nicht zu viel Geld im Wortsinne verpulvert werden. Doch Colorwaschpulver aus Großpackungen erweist sich als weniger sparsam als gedacht. Das stellte die Stiftung Warentest in einem Test von Oktober 2016 fest.

Waschmittel aus Großpackungen enthält Füllstoffe

Ob sie sich für eine große Verpackung oder für Kompaktpulver entscheiden: Viele Verbraucher gehen davon aus, Waschpulver von gleicher Qualität zu erhalten. So verhält es sich aber keineswegs. Wie Stiftung Warentest feststellte, enthält das Colorwaschmittel aus den Großpackungen bis zu 50 Prozent Füllstoffe ohne Reinigungswirkung. Die Folge: Die Pulver entfernen Flecken nicht so gut wie Kompaktpulver, müssen höher dosiert werden – die Sparsamkeit hält sich in Grenzen.

So kommt es, dass ein Markenwaschmittel wie Ariel im Test mal einen Spitzenplatz belegt, mal weit abgeschlagen einen der hinteren Plätze. Das Kompaktpulver von Ariel ist top, ebenso wie die Colorwaschmittel von Aldi Nord und Süd und Lidl. Pro Waschladung schlagen die Discounter-Waschmittel mit 12 Cent zu Buche. Eine Wäsche mit dem Ariel Kompaktpulver kostet 26 Cent.

Kompaktpulver erweisen sich als meist günstigere Alternative

Die Waschmittel aus den Großpackungen waschen kaum billiger. Die Pulver von Lidl und Netto Markendiscount kosten 10 Cent pro Wäsche. Das drittplatzierte Waschmittel aus der Großpackung von Persil verursacht dagegen schon Kosten von 24 Cent pro Waschgang. Die anderen Testkandidaten sind kaum preiswerter. Die Markenwaschmittel von Ariel und Lenor aus dem Megapack schützen zudem kaum vor dem Abfärben der Wäsche.

Wer sparen und zugleich die Umwelt schonen möchte, sollte also doch besser zum Kompaktwaschpulver greifen, auch wenn das erst einmal wenig intuitiv erscheint. Mit wenig Verpackungsmaterial und einem geringen Anteil an Füllstoffen erweisen Kompaktpulver sich jedoch als vergleichsweise umweltfreundlich.
Testergebnisse nachlesen bei Stiftung Warentest

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