Weniger wegwerfen, mehr sparen

Der abgelaufene Joghurt aus der hintersten Ecke des Kühlschranks, die letzte Scheibe Brot, die schon vertrocknet ist, oder das Gemüse, von dem man wieder einmal zu viel gekauft hat und das nun niemand mehr isst: Unmengen von Lebensmitteln landen in Deutschland jedes Jahr im Müll. Rund 85 Kilogramm Nahrungsmittel wirft jeder Deutsche jährlich im Schnitt in die Tonne. Dabei muss das gar nicht sein, viele scheinbar abgelaufene Lebensmittel lassen sich noch genießen und auch aus Resten kann man hervorragende Gerichte zaubern.

Gut vorbereitet in den Supermarkt

Wer weniger Lebensmittel in den Müll wirft, schont nicht nur Umwelt und Ressourcen, sondern in erster Linie auch den eigenen Geldbeutel. Bewusstes Einkaufen fängt schon mit einer gründlichen Planung an. Bevor es in den Supermarkt geht, sollten Verbraucher sich einen Essensplan für die kommende Woche oder die kommenden Tage erstellen, raten Experten. Die Erfahrung zeigt zumeist, wie viele Joghurts in der Woche wirklich gegessen werden und wie viel Brot eine Familie in der Woche benötigt. Wer mit Einkaufszettel los geht, vermeidet spontane Lustkäufe, die nachher im Kühlschrank vergessen werden.

Verschimmelte Lebensmittel sofort entsorgen

Brot lässt sich hervorragend einfrieren und schmeckt, kurz aufgebacken, so gut wie frisch. Lebensmittel, die gekühlt werden müssen, sollten sofort nach dem Einkauf in den Kühlschrank geräumt werden, damit sie länger haltbar bleiben. Für eine gute Übersicht legt man dabei die Lebensmittel mit dem kürzesten Mindesthaltbarkeitsdatum nach vorn – so greift man direkt zu dem, was am schnellsten verbraucht werden muss. Ist das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen, ist das Lebensmittel oft keineswegs verdorben, einige Lebensmittel können gut noch einige Tage später verbraucht werden. Anders sieht es etwa bei abgepacktem Fleisch aus: An die Datumsangabe „zu verbrauchen bis“ sollte man sich unbedingt halten. Ist bereits Schimmel auf den Lebensmitteln zu sehen, gilt: sofort entsorgen. Selbst bei kleinsten sichtbaren Stellen hat der Pilz bereits Sporen im gesamten Nahrungsmittel gebildet. Auch den Tipp aus Omas Zeiten, verschimmelte Marmelade großräumig abzuschöpfen, vertreten Ernährungsexperten heute nicht mehr.

Obst- und Gemüsereste, die beim Kochen übrigbleiben, sammelt man in verschließbaren Plastikbehältern. Am nächsten Tag ergeben diese noch einen frischen Salat oder einen knackigen Obst-Salat. Kleinere Mengen Obst lassen sich auch gut mit Joghurt zu einem erfrischenden Dessert verarbeiten.