Stiftung Warentest: Diese Steuerprogramme sind empfehlenswert

Steuerprogramme im Test

Finanzen
Symbolbild: © v.poth

Haben Sie Ihre Steuererklärung schon gemacht? In diesem Jahr haben steuerpflichtige Haushalte in Deutschland erstmals bis zum 31. Juli Zeit, Ihre Einkommenssteuererklärung für 2018 abzugeben. Bislang galt der 31. Mai als Stichtag. Wer sich nicht von einem Steuerberater unterstützen lässt, wählt häufig ein digitales Steuerprogramm als Hilfe. Stiftung Warentest hat für die Mai-Ausgabe des Testmagazins 14 solcher Steuerprogramme geprüft. Drei davon sind empfehlenswert.

Nicht jedes Programm eignet sich für jeden Nutzer

Die Einkommenssteuererklärung wird zum Kinderspiel und es gibt die maximale Erstattung zurück: Mit solchen vollmundigen Versprechen fallen Steuerprogramme auf. Doch welche können im Test wirklich überzeugen? Stiftung Warentest hat klassische Programme für den Computer ebenso getestet wie Web-Anwendungen und Steuer-Apps. Dabei zeigten sich große Unterschiede zwischen den Programmen. Zudem eignet sich nicht jedes Programm für alle Nutzergruppen. Familien mit Kindern sind oft mit anderen Programmen besser beraten als Singles oder Ehepaare ohne Kinder. Des Weiteren sind viele Steuerprogramme nicht auf die Bedürfnisse von Personen mit Pflegegrad ausgerichtet.

Die Testsieger und Verlierer

Nur drei der getesteten Steuerprogramme erhalten die Note „gut“. Zum Testsieger erklärte Stiftung Warentest das „Wiso Steuersparbuch 2019“ (35 bis 40 Euro). Auch die Internet-Variante „Wiso Steuerweb“ (35 Euro) überzeugt. Ebenfalls empfehlenswert ist das Windows-Programm „Tax 2019“ (15 Euro). Alle drei Programme kommen von Buhl Data Service. Sie bieten Anwendern verständliche Tipps und Hilfen, mit der Benutzerführung kommen auch Anfänger gut zurecht. Die Steuerberechnung funktionierte im Test gut, hatte mit dem Abzug von Kranken- und Pflege­versicherungs­beiträgen für Kinder und Behinderten-Pauschbeträgen aber ebenfalls Probleme.

Einigen Programmen bescheinigen die Tester eine „katastrophale“ Steuerberechnung. Hauptsächlich handelt es sich um Web-Anwendungen und Apps, die sich speziell an junge Nutzer wenden. Sie fallen allerdings durch viele Rechenfehler negativ auf. Nicht zu empfehlen sind demnach „Lohnsteuer Kompakt“, „Taxfix“, „Steuerfuchs“, „Wundertax“ und „Steuerbot“.
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