Bundesregierung will das endgültige Verbot von Plastiktüten

Plastiktasche oder wiederverwendbarer Jutebeutel?

Verschiedene Plastiktüten
Foto: © dp3010

Viele Verbraucher in Deutschland verzichten beim Einkaufen bereits auf Kunststofftragetaschen. Nicht zuletzt, da diese mittlerweile kostenpflichtig sind und von einigen Supermärkten und Discountern gar nicht mehr angeboten werden. Die Bundesregierung möchte jetzt noch einen Schritt weitergehen: Für 2020 plant Umweltministerin Svenja Schulze das endgültige Verbot von Plastiktüten.

Keine Plastiktüten mehr ab 2020

Ein entsprechender Gesetzentwurf wird derzeit den anderen Ressorts zur Abstimmung vorgelegt. Bereits in der ersten Jahreshälfte 2020 könnte das neue Gesetz in Kraft treten. Für die Händler soll eine Übergangszeit von sechs Monaten gelten, in denen sie Restbestände abbauen dürfen. Bei Verstößen gegen das Gesetz sollen Geldstrafen in Höhe von bis zu 100.000 Euro drohen.

Hemdchenbeutel bleiben weiterhin erlaubt

Das Verbot soll dem aktuellen Gesetzesentwurf zufolge auch für „bio-basierte und bio-abbaubare“ Kunststofftragetaschen gelten – nicht aber für die sogenannten Hemdchentüten, die an den Obst- und Gemüsetheken ausliegen. Dabei ist gerade deren Verbrauch in der Vergangenheit gestiegen: Dem Bundesumweltministerium zufolge wurden allein im vergangenen Jahr mehr als drei Millionen dieser Hemdchenbeutel genutzt. Im Durchschnitt verwendete jeder Verbraucher 37 Stück.

Der hohe Verbrauch liegt unter anderem daran, dass viele Verbraucher die Hemdchenbeutel als Alternative zur stabileren, aber nun kostenpflichtigen Plastiktragetasche nutzen. Die Bundesregierung möchte Hemdchentüten trotzdem nicht verbieten, da sie befürchtet, dass sonst noch mehr Obst und Gemüse in Plastik verschweißt werden könnte. Ebenfalls erlaubt bleiben robuste, wiederverwendbare Tragetaschen aus Kunststoff.
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