Saftige Preisunterschiede: foodwatch Marktcheck enthüllt teuerste Bio-Karottensäfte

Ein Bund Karotten
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Karotten enthalten viel Beta-Carotin, eine Vorstufe des Vitamin A. Das wiederum schärft die Augen und ist insbesondere für ein funktionierendes Hell-Dunkel-Sehen von Bedeutung. Damit Kinder genügend Beta-Carotin zu sich nehmen, greifen Eltern gerne zu Karottensäften. Bio-Karottensäfte sind dabei nicht nur gesund, sondern stammen auch noch aus ökologischer Landwirtschaft. Die Preisunterschiede zwischen den einzelnen Produkten sind jedoch enorm. Das zeigt ein aktueller Marktcheck der Verbraucherorganisation foodwatch.org.

Preisunterschiede von fast 300 Prozent

Den „100% Bio-Direktsaft Karotte von Hipp“ haben Verbraucher für den „Goldenen Windbeutel“ nominiert. Mit diesem Anti-Preis zeichnet foodwatch besonders dreiste Werbelügen aus. Der Karottensaft von Hipp hat sich qualifiziert, da das Unternehmen kürzlich die Flasche für das Produkt verkleinerte – während sich der Literpreis fast verdoppelte. Grund genug für foodwatch, einmal zu vergleichen, was andere Karottensäfte so kosten.

Die Preisunterschiede bei Bio-Karottensäften sind riesig. Der günstigste Saft stammt von Kaufland, den Liter gibt es bereits für 1,18 Euro. Hipp bietet das teuerste Produkt, für 4,52 Euro den Liter. Das entspricht einem Preisunterschied von fast 300 Prozent. Ebenfalls günstig sind die Bio-Karottensäfte von Rossmann Babydream und dm Babylove, die jeweils 1,50 Euro pro Liter kosten.

Wie kommt es zu den unterschiedlichen Preisen?

Große Unterschiede in der Rezeptur gibt es zwischen den Produkten nicht. Wie begründet Hipp also den hohen Preis? Dem Unternehmen zufolge sind Herstellungskosten und Karotten-Preise gestiegen. foodwatch bezweifelt allerdings, dass dies eine Preiserhöhung von rund 95 Prozent rechtfertigt. Im Marktcheck sind selbst die nach Demeter-Standard hergestellten Säfte von Alnatura (3,00 Euro) und Campo Verde (3,59 Euro) deutlich günstiger. Die Verbraucherzentrale Hamburg hatte den Hipp Bio-Karottensaft bereits zur Mogelpackung des Monats September erklärt.

Den kompletten Marktcheck gibt es als PDF zum Download.

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