Nachhaltig und gut: Stiftung Warentest testet Schokolade

Schokolade im Test

Schokolade
Foto: © yvdavid

Zart schmelzend, mit Noten von Kakao, Milch und ein klein wenig Vanille: So zergeht Milchschokolade auf der Zunge. Schokolade schmeckt das ganze Jahr, aber zur Weihnachtszeit steigt der Konsum noch einmal an. Welche Schokolade besonders gut schmeckt, wollte Stiftung Warentest herausfinden. Für das Dezember-Heft haben die Verbraucherschützer 25 Tafeln Schokolade unterschiedlicher Hersteller geprüft. Die Günstigste kostet gerade einmal 0,48 Euro pro 100 Gramm, für die Teuerste müssen Verbraucher 6,95 Euro je 100 Gramm bezahlen. Und gerade die teuerste Schokolade im Test fällt durch. Lesen Sie auch: Einkaufen beim Discounter

Was hat Stiftung Warentest getestet?

Das wichtigste Kriterium zur Beurteilung von Schokolade ist natürlich ihr Geschmack. Stiftung Warentest prüfte daher Aroma, Geruch, Aussehen und Mundgefühl der Schokolade. Außerdem wurde die Schokolade im Labor auf enthaltene Schadstoffe untersucht. Den Testern ging es dabei vor allem um Mineralölrückstände, Pflanzenschutzmittel und Nickel. Auf Keime und Bakterien wurde ebenfalls getestet. Schließlich prüften die Tester noch Verpackung und Deklaration auf irreführende Abbildungen oder Werbeversprechen.

„Die gute Schokolade“ ist tatsächlich gut

24 Schokoladen erhalten im Test die Note „gut“ oder „befriedigend“. Als Testsieger schneidet „Die gute Schokolade“ (1,00 Euro pro 100 Gramm). Das Fairtrade-Produkt von der Kinder- und Jugendinitiative Plant-for-the-Planet überzeugt mit einem guten Schmelz, riecht deutlich nach Vanille und schmeckt auch gut. Zudem sei sie sehr gut verpackt, so die Tester.

Platz zwei sichert sich die Schokolade von Marabou. Merci und Milka landen auf dem dritten und vierten Platz. Die beste der Discounter-Schokoladen ist die Moser Roth Vollmilchschokolade von Aldi (0,79 Euro pro 100 Gramm).

Einige Schokoladen gefielen zwar durch ihren Geschmack, doch die Deklaration führte zu Abwertung. So war es zum Beispiel bei der Lindt Vollmilchschokolade. Auf der Rückseite zeigt die Verpackung unter der Überschrift „Beste Zutaten“ unter anderem Vanilleschoten. Tatsächlich enthält die Schokolade jedoch Vanillin statt echter Vanille. Stiftung Warentest wertet das als Irreführung des Verbrauchers.

Godiva ist nur „ausreichend“

Die teure Milk Chocolate von Godiva Schokolade (6,95 Euro pro 100 Gramm) erhält nur die Note „ausreichend“. Im Labor stellten die Tester einen hohen Nickelgehalt fest. Außerdem gebe es Mängel bei der Kennzeichnung. Gesundheitsschäden aufgrund des Nickelgehalts seien allerdings nicht zu befürchten.
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