Richtig feilschen will gelernt sein

Einkaufen macht Spaß – aber gerade vor Weihnachten möchten viele Verbraucher beim Einkauf auch sparen. Der Geschenkekauf kann immerhin schnell ein Loch in die Haushaltskasse reißen. Feilschen kostet viele Deutsche allerdings Überwindung. Wenn man nicht gerade einen Gebrauchtwagen kauft oder auf dem Flohmarkt unterwegs ist, ist das Verhandeln über Preise hierzulande eher unüblich. Dennoch können Kunden auch im Einzelhandel mit der richtigen Verhandlungstaktik einige Euro sparen und sich über eine entlastete Haushaltskasse freuen. Dazu braucht es etwas Mut und die richtige Strategie – und nicht zu vergessen: Respekt und Freundlichkeit. Denn auch der Verkäufer ist ein Mensch, der höflich behandelt werden möchte.

Wenig Chancen auf Preisverhandlungen haben Sie im Supermarkt. Die Preise werden von der Zentrale vorgegeben und die Verkäufer haben in der Regel nicht die Möglichkeit, diese selbständig zu ändern. In mittleren oder großen Einzelhandelsgeschäften und in Fachgeschäften können Sie Ihr Glück aber durchaus versuchen. Vor allem bei Möbeln erweist sich das Verhandeln oft als erfolgreich, ebenso bei Elektronikartikeln – vor allem, wenn sie in inhabergeführten Fachgeschäften kaufen, lassen die Verkäufer schon einmal mit sich über den Preis reden. Geschäftsinhaber haben bei ihrer Preisgestaltung nämlich durchaus Spielraum, die „unverbindliche Preisempfehlung“ ist für sie nicht bindend.

Und so gehen Sie an die Preisverhandlung heran:

  • Informieren Sie sich über den marktüblichen Preis. Vergleichen Sie die Preisspanne für das gewünschte Produkt über Preissuchmaschinen im Internet. Das gibt Ihnen ein Gespür dafür, wie niedrig Sie den Verhandlungspreis ansetzen können.
  • Immer schön höflich bleiben! Sie möchten den Verkäufer überzeugen; er soll Ihnen Ware billiger überlassen. Ein freundlicher Auftritt hilft enorm dabei, Ihre Ziele zu erreichen.
  • Warten Sie den richtigen Zeitpunkt ab: Ist der Laden gerade voll, der Verkäufer gut beschäftigt und abgelenkt, ist das kein guter Zeitpunkt für eine Preisverhandlung.
  • Erwarten Sie nicht zu viel: Realistisch sind Preisnachlässe von zehn bis 20 Prozent.
  • Fassen Sie ein „Nein“ nicht als persönliche Beleidigung auf: Kann oder will der Verkäufer keinen Preisnachlass gewähren, müssen Sie auch das akzeptieren. Sie haben ja immer noch die Möglichkeit, sich woanders umzusehen.

Sie denken, Feilschen liegt Ihnen überhaupt nicht? Dann gibt es dennoch Möglichkeiten, beim Einkauf zu sparen. Suchen Sie nach Elektroartikeln oder Möbeln, fragen Sie gezielt nach Ausstellungsstücken. Wurden die Produkte bereits im Geschäft ausgestellt, sind oft satte Rabatte möglich. Oder fragen Sie nach Auslaufmodellen, die bald durch ein neues Produkt ersetzt werden. Auch diese erhalten Sie meist günstiger. ( Foto: © Bobo)