Rewe und Lidl: Plastikstrohhalme sollen aus dem Sortiment verschwinden

Zeitung auf einem Tisch
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Plastikmüll verschmutzt die Weltmeere. Dort schadet Plastik nicht nur Pflanzen und Tieren, sondern gelangt über Fisch und Meeresfrüchte auch in die menschliche Nahrungskette. Die EU arbeitet an Richtlinien, die den Verkauf von Einwegplastik-Produkten einschränken sollen. Die Supermarktketten Rewe und Lidl kommen dem jetzt sogar zuvor. Beide Handelsketten kündigten an, bald keine Plastikstrohhalme mehr zu verkaufen. Lidl will noch mehr Plastik-Artikel aus dem Sortiment nehmen.

Rewe nimmt Plastiktrinkhalme aus dem Sortiment

Rewe möchte bis Ende des Jahres Plastikstrohhalme aus den eigenen Regalen nehmen. Auch die Tochterunternehmen Penny und Toom sollen die Einwegartikel nicht mehr verkaufen. Plastikstrohhalme sind Umweltschützern ein besonderer Dorn im Auge, da sie meist nach einmaligem Gebrauch entsorgt werden und eine ernste Verletzungsgefahr für viele Lebewesen darstellen. Mittlerweile gibt es einige Alternativen, etwa Strohhalme aus Edelstahl, Papier, Weizengras oder Glas. Ganz unumstritten ist jedoch auch die Abkehr von Plastikstrohhalmen nicht: Menschen mit körperlichen Behinderungen wenden ein, dass Plastiktrinkhalme oftmals die einzige Variante sind, die sie komfortabel und ohne Verletzungsrisiko benutzen können.

Lidl verbannt auch Einwegplastik-Geschirr und -Besteck

Dennoch will auch Lidl Plastikstrohhalme bis Ende 2019 aus dem Sortiment nehmen. Das gilt für die eigenen Filialen wie auch für die Lidl-Tochter Kaufland. Auch Einweggeschirr, -besteck und Wattestäbchen aus Plastik sollen aus den Regalen verschwinden. Einweggeschirr und -besteck wird es weiterhin geben, jedoch aus Materialien, die sich leichter recyclen lassen. Derzeit arbeitet Lidl mit Lieferanten an der Entwicklung solcher Alternativen. Vorhandene Einwegartikel aus Plastik sollen noch ausverkauft werden, um keine Ressourcen zu verschwenden.
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