Penny bietet „unschönes“ Obst und Gemüse an

Muss Obst und Gemüse immer perfekt sein?

Korb mit Obst
Foto: © Africa Studio

Äpfel sollen rund und knackig sein, Tomaten rot und makellos, Bananen leuchtend gelb. Braune Stellen, eine ungewöhnliche Form oder andere kleine Schönheitsfehler? Unerwünscht bei den Verbrauchern, sagen viele Händler. Tonnen von Lebensmitteln wirft der Einzelhandel daher jedes Jahr in den Müll. 30 bis 40 Prozent der Ernte findet gar nicht erst ihren Weg in den Laden, da sie den Schönheitsvorstellungen nicht entspricht. Obst und Gemüse, das eigentlich noch vollkommen genießbar wäre. (Einkaufen beim Discounter)

Einige Einzelhändler haben jetzt damit begonnen, ein wenig gegen diesen Trend der Makellosigkeit zu schwimmen. Edeka gab im vergangenen Jahr den Vorreiter. Seit dem 25. April 2016 gehört auch Penny dazu. Der Discounter bietet jetzt Lebensmittel mit „Formfehlern“ in seiner Bio-Eigenmarke „Naturgut“ an. „Naturgut Bio-Helden“ heißt das etwas außer Form geratene Obst und Gemüse. Eigens gekennzeichnet ist es im Laden jedoch nicht, es liegt mit den gewöhnlichen Naturgut-Produkten im Regal. Billiger wird es ebenfalls nicht angeboten. (Werbesprache verstehen)

Für jede Obst- und Gemüsesorte soll es aber eine Art Obergrenze für den Anteil der ungewöhnlich geformten Lebensmittel pro Packung geben, gab die Rewe-Gruppe bekannt, zu der auch der Discounter Penny gehört. Auf dem Weg zu weniger Lebensmittelverschwendung ist es immerhin ein erster Schritt.

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