Neue Brille, aber woher? 12 Optiker im Test von Stiftung Warentest

Optiker im Test

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Foto: © Zerbor

Wer eine neue Brille braucht, hat die Qual der Wahl: Geht man zum Einzeloptiker oder bevorzugt man doch eine der großen Ketten? Oder bestellt man die neue Sehhilfe preiswert online? Stiftung Warentest wollte wissen, wie groß die Preis- und Qualitätsunterschiede zwischen den einzelnen Optikern sind und hat zwölf Anbieter getestet, darunter überregionale Ketten wie Fielmann und Apollo, zwei Einzel-Optiker und Webshops wie MisterSpex und Brille24. Die Ergebnisse gibt es in der April-Ausgabe des Testmagazins sowie zum kostenpflichtigen Download. Zum Optiker-Test

Enorme Preisunterschiede zwischen den Optikern

Die Preisunterschiede zwischen den einzelnen Anbietern sind enorm. Für eine Einstärkenbrille zahlen Kunden zwischen 70 und 570 Euro. Alle Anbieter werben mit hochwertigen, dünnen Kunststoffgläsern, gehärtet und entspiegelt. Wie viel die Brille tatsächlich kostet, hängt von der Sehstärke, aber auch von den gewählten Extras ab. Laut Stiftung Warentest sind nicht alle Extras sinnvoll. Superentspiegelte Kunststoffgläser gehören heute zum Standard. Gläser mit wasser- und schmutzabweisendem Lotuseffekt und Polarisationsfilter brauchen Fehlsichtige aber nicht unbedingt.

Um die Qualität der Optiker zu prüfen, schickte Stiftung Warentest fünf Testkunden ins Rennen. Sie gaben Brillen in Auftrag, Gutachter überprüften anschließend den Sitz und die Qualität der Gläser. Das ernüchternde Ergebnis: Nur ein Einzel-Optiker erhält die Note „gut“. Selbst die Testsieger unter den Ketten, Fielmann, Apollo und Matt, müssen sich mit der Note „befriedigend“ begnügen.

Probleme bei der Feinjustierung

Immerhin: Alle Brillen im Test sind gut gefertigt. Es hapert allerdings an der Feinjustierung. Ein guter Optiker passt die Brille genau ans Gesicht des Kunden an. Die genaue Zentrierung ist wichtig, denn nur, wer am optimalen Punkt durch die Brille schaut, sieht auch wirklich scharf. Schlecht angepasste Brillen können außerdem drücken oder rutschen.

Filial-Optiker schneiden bei der Feinjustierung besser ab als die Online-Konkurrenz. Sie können ihre Kunden persönlich beraten und dabei wichtige Werte wie die Distanz zwischen Augenmitte und Nasenwurzel ermitteln. Bestellt ein Kunde die Brille online, muss er selbst nachmessen. Doch auch in der Filiale klappt die Beratung nicht immer gut.

Bis die Testkunden ihre Brillen in der Hand hielten, dauerte es im Schnitt elf Tage. Online-Optiker sind dabei nicht schneller als Filialen.
Schon gewusst? Ihre neue Brille können Sie ganz einfach in einem Ultraschallgerät zu Hause reinigen!

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