Öko-Test: Welche Milchschokolade ist empfehlenswert?

Schokolade
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Zur Adventszeit steigt der Konsum von Süßwaren rapide an. Schokolade im Adventskalender, Naschereien zu Nikolaus, Pralinen unter dem Christbaum: Den ganzen Verlockungen lässt sich schwer widerstehen. Aber welche Milchschokoladen sind eigentlich empfehlenswert? Und welche Inhaltsstoffe stecken wirklich in den süßen Tafeln? Das hat Öko-Test für die Dezember-Ausgabe des Verbrauchermagazins getestet.

25 Milchschokoladen im Test

Auf dem Prüfstand: 25 Milchschokoladen. Dabei untersuchten die Experten nicht nur den Geschmack. Die Tester ließen die Tafeln zudem im Labor auf Mineralölrückstände, Acrylamid, Cadmium, Nickel und Salmonellen überprüfen. Außerdem analysierten sie den Kakaogehalt und fragten bei den Herstellern nach, ob sie die Herkunft des verwendeten Kakaos zurückverfolgen können

Das Ergebnis ist ernüchternd: In 24 von 25 Tafeln fanden die Prüfer Mineralöl. Sieben Produkte fielen im Test durch, sechs davon erhielten die Note „mangelhaft“, eines die Note „ungenügend“. Nur zwei Schokoladen bekamen das Testurteil „gut“. Elf Produkte bewerteten die Tester als „ausreichend“, der Rest schnitt mit der Note „befriedigend“ ab.

Die Testsieger unter den Milchschokoladen

Zum Testsieger erklärte Öko-Test die Schokoladen „Rapunzel Dunkle Vollmilch“ und „Ritter Sport Alpenmilch“. Bei beiden Produkten stimmen die Angaben zur Lieferkette, die Inhaltsstoffe sind unbedenklich und sie schmecken gut.

Insgesamt setzten sich im Geschmackstest die günstigen Discount-Schokoladen durch. Auf den vordersten Plätzen landeten die „Chateau Alpen Sahne“ von Aldi Nord, die „Choceur Alpenmilch“ von Aldi Süd sowie die etwas teurere „Die Gute Schokolade“, die es beim Drogeristen dm zu kaufen gibt.

Hohe MOSH-Werte in einer der teuersten Schokoladen

Eine der teuersten Milchschokoladen im Test landete dagegen auf dem letzten Platz: Für die „Hachez Dunkle Vollmilch“ (1,99 Euro/ 100g) gab es nur die Note „ungenügend“. Die Tester kritisieren eine sehr stark erhöhte Belastung mit gesättigten Mineralölkohlenwasserstoffen, kurz MOSH. Weit über dem Orientierungswert der Lebensmittelämter und des Lebensmittelverbands Deutschland liegt auch der MOSH-Gehalt in der „Bio Vollmilch Schokolade Naturland“ von dm.

Die Mineralölbestandteile können sich im Fettgewebe anreichern. In Tierversuchen führt dies zu Leberschäden. Welche Auswirkungen sie auf den menschlichen Körper haben, ist dem Bundesinstitut für Risikobewertung zufolge noch nicht abschließend geklärt.

Immerhin: Unter Krebsverdacht stehende aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH) fanden die Prüfer in keiner der getesteten Schokoladen.
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