Öko-Test: Welcher Ketchup schmeckt am besten?

Ketchup im Test 2020

Eine Flasche Ketchup
Eine Flasche Ketchup - Foto: © stockphoto-graf

Viele Pommes-Liebhaber sind sich einig: Ketchup macht den Geschmack erst perfekt. Doch welcher Ketchup schmeckt am besten, enthält nicht zu viel Zucker und ist außerdem frei von Schadstoffen? Das hat das Verbrauchermagazin Öko-Test für seine aktuelle Ausgabe untersucht. Im Test: 20 unterschiedliche Sorten Ketchup, darunter bekannte Markenprodukte von Heinz, Hela und Knorr, Ketchup in Bio-Qualität und Eigenmarken der Supermärkte und Discounter. Das Ergebnis: Gerade die günstigen Produkte schneiden mit guten Noten ab.

Günstige Ketchup-Sorten überzeugen im Test

Ausschlaggebend für eine gute Bewertung: Der Ketchup sollte deutlich nach Tomate schmecken, möglichst keine Rückstände von Pestiziden oder vergleichbaren Schadstoffen enthalten, der Zuckergehalt bei unter 25 Prozent liegen.

Die Note „sehr gut“ ging unter anderem an den Kania Tomaten Ketchup von Lidl. Der Zuckergehalt liegt bei relativ geringen 23,4 Gramm pro 100 Gramm, im Test ließen sich keine Pestizide feststellen und auch der Geschmack überzeugte die Tester mit einer starken Tomatennote und einem süßen sowie leicht salzigem Aroma. Ebenfalls als „sehr gut“ bewertete Öko-Test die Ketchup-Eigenmarken K-Classic Tomaten Ketchup von Kaufland und Delikato Tomaten Ketchup von Aldi-Nord. Alle drei Produkte kosten 0,79 Euro pro 500 ml.  Zum Testsieger ernannte Öko-Test den Alnatura Tomaten-Ketchup, ein Bio-Produkt (1,79 Euro pro 500 ml). Lesen Sie auch: Einkaufen beim Discounter – Günstig gleich gut?

Ketchup-Klassiker von Heinz ist nur mittelmäßig

Insgesamt erfüllte rund die Hälfte aller getesteten Produkte die Anforderungen. Einige Ketchup-Klassiker schnitten dagegen nur mittelmäßig ab. Der Heinz Tomato Ketchup (2,49 Euro pro 500 ml) erhielt so nur die Note „befriedigend“. Das liegt unter anderem am hohen Zuckergehalt: Der liegt bei 26 Prozent. Zwei Esslöffel Ketchup entsprechen damit schon mehr als der Hälfte der Zuckermenge, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für ein Kind empfohlen wird. Geschmacklich fällt der Heinz Tomato Ketchup durch eine starke Essignote auf, die das Tomaten-Aroma in den Hintergrund treten lässt. Im Labor fanden sich geringe Spuren eines Pestizids.

Der Ketchup von Hela fällt im Test durch

Ein weiteres Markenprodukt fällt im Test durch: Der Hela Tomatenketchup enthält 27,7 Prozent Zucker, außerdem fügt der Hersteller Farbstoff hinzu. Den Testern zufolge enthält er außerdem entweder wenige oder unreife Tomaten, was sich negativ auf den Geschmack auswirkt. Die Endnote: „mangelhaft“.
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