Öko-Test: Welche Kaffeebohnen sind empfehlenswert?

Kaffeebohnen im Test

Symbolbild: © phadungsakphoto

Ein Morgen ohne Kaffee? Für viele undenkbar. Am meisten Aroma verbreitet das koffeinhaltige Getränk, wenn die Kaffeebohnen frisch gemahlen werden. Öko-Test hat 22 Espressi aus ganzen Kaffeebohnen getestet. Die erfreuliche Nachricht: Im Geschmackstest erreichen fast alle Kandidaten die Note „gut“ oder „sehr gut“ – bis auf ein Produkt. Weniger erfreulich: Alle Kaffeebohnen enthalten Acrylamid- Öko-Test kritisiert zudem die Anbaubedingungen.

Acrylamid im Kaffee

Acrylamid ist ein Stoff, der beim Rösten der Kaffeebohnen entsteht. Er gilt als krebserregend und erbgutschädigend. Die in den Kaffeebohnen gefundenen Mengen Acrylamid sind allerdings äußerst gering und gesundheitlich nicht bedenklich. Acht Produkte enthielten mehr als 50 Prozent der in der EU zugelassenen Menge, was Öko-Test negativ bewertete.

Kaffee von Starbucks fällt im Geschmackstest durch

Den Geschmackstest bestehen alle Kaffeebohnen – mit Ausnahme des Starbucks Kaffees. Die Marke „Espresso Dark Roast“ fällt den Testern durch einen bitteren, strengen und brandigen Geschmack auf, die Crema beschreiben sie als zu dünn. Dabei handelt es sich ausgerechnet um die teuerste Bohnensorte im Test. Die Tüte, in der die Bohnen verpackt sind, enthält zudem chlorierte Verbindungen, die die Umwelt belasten. Öko-Test bemängelt darüber hinaus auch die Zubereitungsempfehlung auf der Verpackung. Starbucks empfiehlt den Testern zufolge deutlich zu viel Wasser auf eine zu geringe Bohnenmenge. Insgesamt erhält der Starbucks Espresso die Note „ausreichend“.

Öko-Test kritisiert Anbaubedingungen

Beim Starbucks Espresso handelt es sich zwar laut Auszeichnung um ein Fairtrade-Produkt, allerdings verweigerte das Unternehmen jede Auskunft zu den Arbeitsbedingungen auf den Kaffeeplantagen. Auch das stieß den Testern von Öko-Test übel auf.

In Sachen Transparenz über Anbau- und Lieferbedingungen konnten nur zwei Bio-Kaffees überzeugen. Angebaut wird der Kaffee überwiegend in Südamerika, Afrika und Indien, zu über 70 Prozent von Kleinbauern. Selbst Fairtrade-Kaffees erlauben hier unter bestimmten Umständen Kinderarbeit. 15 der 22 getesteten Kaffeesorten enthalten zudem Pestizide.

Der Testsieger kommt von Gepa

In allen Kategorien konnte nur ein Kaffee überzeugen, der „Bio Espresso Ankole“ von Gepa. Das Kilo bohnen kostet etwa 22 Euro. Die Note „gut“ geht an folgende Marken:

  • Café Intención Ecológico Espresso, Fairtrade
  • Dennree Kräftig-aromatischer Espresso ganze Bohne
  • Mount Hagen Espresso ganze Bohne, Fairtrade, Naturland
  • Rapunzel Gusto Espresso ganze Bohne, Hand in Hand

Die Produkte kosten zwischen 16 und 22 Euro pro Kilo. Günstigere Kaffeebohnen gibt es von den Eigenmarken der Supermärkte und Discounter. Die Kaffees von Rewe, Edeka, Lidl und Aldi landen im Test jedoch nur im Mittelfeld.

Aufgrund intransparenter Anbaubedingungen und eines erhöhten Acrylamidaufkommens bekommen vier Espressi die Note „mangelhaft:

  • Käfer Caffè Espresso Forte
  • Lavazza Espresso Cremoso
  • Mövenpick Espresso
  • Segafredo Zanetti Intermezzo

Bei uns finden Sie auch viele Tipps zum Thema Kaffeemaschine und deren Reinigung:

Außerdem erklären wir auch wie man Kaffeeflecken entfernen kann: