Nutri-Score: Rewe und Penny führen die Lebensmittelampel ein

Bald Lebensmittelampel auf den ersten Produkten

Nutri-Score
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Die Einzelhandelskette Rewe und die Discount-Tochter Penny haben angekündigt, Eigenmarken künftig mit der Lebensmittelampel Nutri-Score zu kennzeichnen. Ab Mitte des Jahres soll die Kennzeichnung auf den ersten Verpackungen zu finden sein. Das gab ein Unternehmenssprecher gegenüber dem Magazin „Wirtschaftswoche“ bekannt.

Leicht verständliche Informationen zum Nährstoffgehalt

Der Nutri-Score soll Verbraucher leicht verständlich darüber informieren, wie ausgewogen ein Lebensmittel ist. Eine fünfstufige Farb- und Buchstabenskala gibt Auskunft über die Nährwertqualität eines Produktes. Sind das dunkelgrüne Feld und der Buchstabe A hervorgehoben, weist dies auf einen besonders ausgewogenen Nährstoffgehalt hin. Das rote Feld und der Buchstabe E stehen dagegen für einen sehr unausgewogenen Nährstoffgehalt.

Der Nutri-Score ist bereits in einigen anderen Ländern im Einsatz, zum Beispiel in Frankreich. In Deutschland zögerte Verbraucherministerin Julia Klöckner (CDU) zunächst und ließ verschiedene Kennzeichnungen von Verbrauchern bewerten. Der Nutri-Score schnitt dabei mit Abstand am besten ab. Im vergangenen Herbst kündigte Klöckner daher an, die rechtliche Basis für die Einführung des Nutri-Score zu schaffen. Das könnte bis zum Frühjahr geschehen. Bindende Vorgaben gibt es jedoch nicht, die Unternehmen können sich freiwillig für die Kennzeichnung ihrer Produkte entscheiden.

Rewe und Penny planen Einführung ab Sommer

Rewe und Penny wollen den Nutri-Score ab Sommer verwenden. Nach und nach sollen Eigenmarken mit der fünfstufigen Skala ausgezeichnet werden. Im vergangenen Oktober hatten die Discounter Aldi und Lidl bereits angekündigt, die Lebensmittelampel auf relevanten Eigenmarken anzubringen, wenn ein entsprechender Rechtsrahmen existiert.
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