Die „Mogelpackung des Jahres“ kommt von Mirácoli

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Foto: © Zerbor

Die Verbraucherzentrale Hamburg hatte dazu aufgerufen, die „Mogelpackung des Jahres“ zu wählen. Mit diesem Anti-Preis werden Hersteller und Produkte ausgezeichnet, die durch dreiste Verpackungstricks und Preiserhöhungen auffallen. Ein Produkt hat die Verbraucher besonders verärgert: Das Nudelfertiggericht Micácoli wird seit März 2019 ohne Parmesello-Käse verkauft.

Ärger über fehlenden Parmesello-Käse

Spaghetti mit Tomatensauce von Mirácoli sind für viele Verbraucher ein Teil der Kindheitserinnerung. Neben den Nudeln, der Tomatensauce und der Würzmischung war vor allem der Parmesello-Käse für den typischen Geschmack verantwortlich. Doch seit März 2019 verkauft Hersteller Mars die Mirácoli Spaghetti ohne den Streukäse. Auch an Tomatensauce und Würzmischung wird gespart. Dennoch wird die Packung zum alten Preis verkauft. Das möchten Verbraucher nicht auf sich sitzen lassen und wählten das Nudelfertiggericht mit 36,6 Prozent der Stimmen zur „Mogelpackung des Jahres“.

Die weiteren Platzierungen

Vier weitere Produkte hatte die Verbraucherzentrale Hamburg zur Wahl gestellt. Das sind die Platzierungen:

2. „100 Prozent Bio Direktsaft Karotte“ von Hipp: 32,4 Prozent

3. „Rama Unser Meisterstück“ von Upfield: 14,7 Prozent

4. „Milka Darkmilk“ von Mondolez: 8,6 Prozent

5. „Frosties“ von Kelloggs: 7,7 Prozent

Beim „100 Prozent Bio Direktsaft Karotte“ von Hipp hatte sich der Preis mehr als verdoppelt.  Die Magarine „Rama Unser Meisterstück“ von Upfield wird im kleineren Becher mit nur noch 350 statt 500 Gramm Inhalt verkauft und kostet rund 43 Prozent mehr als andere Rama-Aufstriche. Die Schokolade „Milka Darkmilk“ von Mondolez wiegt 85 Gramm, sieht jedoch aus und kostet so viel wie eine 100 Gramm-Tafel. Bei den Cerealien „Frosties“ hat der Hersteller Kelloggs die Füllmenge reduziert, von 375 auf 330 Gramm – abermals, ohne den Preis zu verringern.
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