Konsequenzen für Tönnies: So reagieren Lidl, Aldi und Co.

Fleisch im Supermarkt bald knapp?

Zeitung auf einem Tisch
Foto: © Zerbor

In einem Schlachtbetrieb des Fleischereikonzerns Tönnies haben sich mehr als 1.500 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. Bei den meisten handelt es sich um Leiharbeiter, die auf engem Raum in Sammelunterkünften leben. Der Tönnies-Standort Rheda-Wiedenbrück steht derzeit unter Quarantäne. Nun ziehen erste Handelsketten Konsequenzen. Lidl will den Verkauf von Fleisch aus dem Hause Tönnies sogar ganz einstellen.

Lidl stellt zeitweise Zusammenarbeit mit Tönnies ein

Tönnies belieferte bislang alle deutschen Supermärkte mit Fleischwaren. Fleisch des Konzerns wird unter anderem für die Marken Gutfried, Tillmann’s und Zimbo verarbeitet. Nach dem Corona-Ausbruch in der Nähe von Gütersloh schränken viele Supermärkte allerdings ihre Zusammenarbeit mit Tönnies ein.

Wie eine Lidl-Sprecherin dem Handelsblatt mitteilte, plant der Discounter, sein Fleisch zumindest zeitweise über andere Fleischlieferanten aus dem eigenen Netzwerk zu beziehen. Kunden müssen sich keine Sorgen machen, auf das Fleischangebot soll der Lieferantenwechsel keine Auswirkungen haben.

Aldi, Rewe und Edeka: Kein Fleisch aus dem betroffenen Schlachthof

Aldi Süd und Nord wollen zwar weiterhin Fleischwaren von Tönnies beziehen, allerdings nicht mehr aus dem Standort Rheda-Wiedenbrück. Auch Aldi will nun enger mit anderen Lieferanten zusammenarbeiten, um das gewohnte Angebot an Fleischwaren weiterhin gewährleisten zu können.

Neben Lidl und Aldi haben auch Rewe und Edeka angekündigt, vorerst kein Fleisch mehr aus dem betroffenen Schlachthof beziehen zu wollen. Das gilt auch für die Tochterunternehmen Penny und Netto.
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