Iglo setzt nun auch auf die Lebensmittelampel

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Grün ist okay, Rot ist ein Warnsignal für zu viel Zucker, Salz oder Fett: Nach diesem Prinzip funktioniert die Lebensmittelampel. Sie soll es Verbrauchern einfacher machen, gesunde Produkte von Produkten mit einer hohen Menge ungesunder Inhaltsstoffe unterscheiden zu können. Verbraucherschützer wünschen sich eine flächendeckende Einführung einer solchen Kennzeichnung. Doch die deutsche Industrie stellt sich quer. Bislang gibt es in Deutschland nur Produkte des französischen Konzerns Danone, die eine solche Ampel auf der Verpackung tragen. Jetzt zieht Iglo nach.

Nutri-Score-Ampel nach französischem Vorbild

Ab 2019 möchte der Fischstäbchen-Produzent schrittweise eine Kennzeichnung nach dem französischen Vorbild von Danone einführen. Auf der Rückseite von Lebensmittelverpackungen muss sich zwar bereits eine Kennzeichnung befinden. Das Kleingedruckte ist aber oft schwer zu entziffern und zu entschlüsseln. Eine Ampel auf der Vorderseite soll die Nährwertangaben vereinfacht darstellen. Iglo möchte dazu das von Danone verwendete System nutzen: die Nutri-Score-Ampel. Statt eines dreifarbigen Farbschemas nutzt die Nutri-Score-Ampel fünf Farbstufen und die Buchstaben A bis E. Die Auszeichnung berücksichtigt das gesamte Nährwertprofil des Produkts. Ein Lebensmittel mit einem ausgewogenen Nährwertprofil bekommt dann eine grüne Kennzeichnung mit dem Buchstaben A, ein Produkt mit einer sehr ungünstigen Nährwertzusammensetzung erhält eine rote Kennzeichnung und den Buchstaben E.

Lebensmittelampel lässt Verbraucher gesünder einkaufen

Neben dem Nutri-Score-Modell gibt es auch eine Lebensmittelampel, die von der britischen Lebensmittelbehörde FSA entwickelt wurde. Diese zeigt mit vier Farbpunkten an, ob ein Produkt wenig, mittel oder viel Fett, gesättigte Fette, Zucker und Salz enthält. Die französische Regierung hatte beide Systeme in einem Vergleichstest gegenübergestellt. Das Ergebnis: Beide führen dazu, dass Verbraucher beim Einkauf zu gesünderen Produkten greifen. Lesen Sie auch: Gesünder einkaufen – Fettfallen erkennen

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