Öko-Test: Diese Haferflocken sind stark mit Nickel belastet

Haferflocken im Test 2020

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Foto: © Zerbor

Haferflocken gelten als äußerst gesund. Sie enthalten viele wichtige Vitamine und Eiweiß. In vielen Familien gehören sie daher zu einem ausgewogenen Frühstück dazu. Auch zum Backen werden sie gerne verwendet. Das Verbrauchermagazin Öko-Test hat 24 zarte Haferflocken getestet und unter anderem auf ihren Schadstoffgehalt überprüft. Zehn Produkte erhalten die Bestnote. Drei Haferflocken-Marken schneiden allerdings nur mit der Note „ungenügend“ ab. Warum rät Öko-Test vom Kauf dieser Produkte ab?

Diese Marken enthalten zu viel Nickel

Öko-Test hat unter anderem den Nickel-Gehalt der Haferflocken überprüft. Das Metall gelangt über den Boden in den Hafer. Das Getreide kann Nickel besonders stark aufnehmen. Das Problem: In Tierstudien hat Nickel die Fortpflanzung und die Entwicklung der Nachkommen gestört. Seit 2018 hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) daher eine tolerierbare Aufnahmemenge pro Tag (TDI) festgelegt. Im Haferflocken-Test enthalten zwei Produkte so viel Nickel, dass ein Erwachsener von 60 kg Körpergewicht schon mit einer 50 Gramm-Portion den TDI überschreiten würde.

Die betroffenen Marken:

  • „Gut & Günstig Haferflocken Extra Zart“ von Edeka
  • „Flocken Hafer Zart“ von Bio-Zentrale

Beide Produkte erhalten die Note „ungenügend“.

Vier weitere Marken schöpfen die tolerierbare Aufnahmemenge immerhin zur Hälfte aus. Dazu gehören auch die beliebten „Blütenzart Haferflocken“ von Kölln. Das Markenprodukt erhält insgesamt die Note „befriedigend“.

Stark erhöhter Gehalt an Schimmelpilzgiften

Weiterhin hat Öko-Test den Gehalt an Schimmelpilzgiften überprüft. Alle Hersteller im Test halten die gültigen EU-Richtwerte ein. Das Verbrauchermagazin legt allerdings strengere Kriterien an. In vier Produkten stellt es so einen erhöhten Gehalt an Schimmelpilzgiften fest. Der tägliche Toleranzwert wird zur Hälfte ausgeschöpft.

Eine Haferflocken-Marke fiel im Labortest durch einen stark erhöhten Gehalt an Schimmelpilzgiften auf. Die tägliche tolerierbare Aufnahmemenge der EFSA wird bereits mit einer 50 Gramm-Portion überschritten. Dabei handelt es sich um die „Kornmühle Extra Zarte Haferflocken“ von Netto. Sie erhalten ebenfalls die Note „ungenügend“.

Sechs Haferflocken weisen Verunreinigungen mit Mineralöl auf

In sechs getesteten Packungen stellten die Tester Verunreinigungen mit Mineralöl fest. Mineralöl kann sich im Körper anreichern. Noch ist unklar, welche gesundheitlichen Auswirkungen das hat. Das Mineralöl gelangt zum Beispiel über Transportkartons und die Verpackung in die Getreideflocken. Die höchsten Werte weisen die „Flocken Hafer Zart“ von Bio-Zentrale sowie die „Bauckhof Haferflocken Zartblatt, Demeter“ von Bauck auf. Letztere erhalten die Gesamtnote „befriedigend“.

Die gute Nachricht

Eine gute Nachricht hat Öko-Test ebenfalls zu vermelden: In keiner Packung fand das Labor die als krebserregend geltenden aromatischen Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH). Nur eine Packung enthielt kleine Mengen des Unkrautvernichters Glyphosat.
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