Aldi und Lidl wollen Nutri-Score Kennzeichnung einführen

Nutri-Score
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Vor wenigen Tagen hat sich Bundesernährungsministerin Julia Klöckner auf die Nutri-Score Ampel zur Lebensmittelkennzeichnung festgelegt. Das Nutri-Score System schnitt in einer Verbraucherumfrage am besten ab und hat sich auch schon in Frankreich bewährt. Es bleibt allerdings den Herstellern überlassen, ob sie die fünfstufige Farbskala auf ihre Produktverpackungen drucken oder nicht. Aldi Nord und Süd haben den Vorstoß gewagt und auch Lidl möchte die Kennzeichnung in Zukunft nutzen.

Aldi plant Nutri-Score Kennzeichnung für Eigenmarken

Französische Konzerne wie Danone verwenden die Nutri-Score Kennzeichnung bereits auf ihren Produktverpackungen. Anfang der Woche kündigten nun Aldi Nord und Süd an, die Lebensmittel-Ampel ebenfalls für „relevante Eigenmarken-Produkte“ einführen zu wollen. Lidl zog nach und erklärte, man prüfe gerade, wie sich die ergänzende Nährwertangabe auf verschiedenen Produkten anbringen lasse. Der Discounter wartet darauf, dass die Bundesregierung die entsprechenden Rahmenbedingungen schafft und spricht sich dafür aus, dass möglichst viele Lebensmittelhersteller bei der freiwilligen Regelung mitziehen.

Andere Handelsketten zeigen sich noch zögerlicher. Die Verbraucherorganisation foodwatch hat bei mehreren Händlern nachgefragt, auch bei Rewe und Edeka. Rewe will darauf warten, dass die Bundesregierung ein Regelwerk vorlegt. Edeka möchte einen eigenen Praxistest durchführen und die Ergebnisse abwarten.

Fünfstufige Farbskala zur Lebensmittelkennzeichnung

Die Nutri-Score Kennzeichnung besteht aus einer fünfstufigen Skala. Die Farbe Dunkelgrün und der Buchstabe A stehen für eine günstige Nährstoffzusammensetzung, ist das dunkelrote Feld mit dem Buchstaben E hervorgehoben, deutet dies auf eine ungünstige Nährstoffzusammensetzung hin. Neben dem Gehalt an Zucker, Fett und Salz bezieht der Nutri-Score dabei auch andere Nährstoffe wie Proteine und Ballaststoffe mit ein.
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