Studie: Schwarzarbeit im Haushalt keine Seltenheit

Junge Frau hilft im Haushalt
Schwarzarbeit im Haushalt ist keine Seltenheit - Symbolbild: © goodluz - stock.adobe. com

In vielen Haushalten weltweit kümmern sich nicht nur die Bewohner um Sauberkeit und Ordnung. Menschen dafür zu bezahlen, die Wohnung zu reinigen oder auch Wäsche zu bügeln, ist längst normal. Wie eine Arbeit der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) nun jedoch zeigt, geschieht das nicht selten am Fiskus vorbei. Das kann für alle Parteien problematisch sein.

Illegale Beschäftigung: Drei Viertel sind betroffen

Wie die Studie der OECD zeigt, gehört Deutschland zu jenen Ländern, in denen Schwarzarbeit im häuslichen Bereich besonders häufig vorkommt. Etwa 75 Prozent der gesamten verrichteten Arbeit in diesem Bereich sollen laut der Experten nicht angemeldet sein. Damit liegt Deutschland weit über dem europäischen Schnitt von 57 Prozent. Deutlich geringer ist der Anteil nicht angemeldeter Arbeit in Ländern wie Frankreich, Belgien, Irland und Spanien.

Rechtliche Konsequenzen und weitere negative Folgen

Wer Menschen für haushaltsnahe Tätigkeiten bezahlt und diese nicht offiziell anmeldet, riskiert unangenehme Konsequenzen. Sowohl für die arbeitende Person als auch für jene, die sie beschäftigen, kann Schwarzarbeit juristisch problematisch werden. Darüber hinaus ist es so, dass sich gerade die Beschäftigten häufig nicht ihres fehlenden Versicherungsschutzes im Falle eines Unfalls während der Arbeit bewusst sind. Auch fehlende Einzahlungen in die Rentenkasse und das hiermit verbundene Risiko für Armut im Alter sind Argumente gegen illegale Beschäftigung.
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