Stiftung Warentest prüft Akkustaubsauger: Praktisch, aber laut

Akkustaubsauger im Test 2019

Zeitung mit Verbrauchertipps
Foto: © Zerbor

Sie sind wendig, schnell und kommen ohne lästiges Kabel aus: Akkustaubsauger gelten als praktisch. Im aktuellen Test von Stiftung Warentest können jedoch nur zwei Modelle vollkommen überzeugen.

Zehn Akkustaubsauger haben die Verbraucherschützer für die Juni-Ausgabe des Testmagazins untersucht. Im Vordergrund stand dabei natürlich die Saugleistung. In vorangegangenen Tests lag genau hier der Schwachpunkt der Akkustaubsauger: Gleich acht von zehn Geräten schnitten in dieser Kategorie mit der Note „mangelhaft“ ab. Jetzt wollte Stiftung Warentest wissen, ob die Nachfolgegeräte mehr auf dem Kasten haben.

Nur zwei Geräte saugen gut

Doch auch in diesem Test war die Saugleistung der meisten Modelle enttäuschend. Nur zwei Akkustaubsauger schafften es, auf Hartboden immerhin rund 90 Prozent des Staubs aufzusaugen: die kabellosen Sauger von Bosch BSS1A114 ProPower (450 Euro) und Dyson SV12G Cyclone V10 (565 Euro). Auch Teppichboden konnten die Akku-Sauger von Staub und Schmutz befreien und zeigten sich relativ gut darin, Tierhaare zu entfernen.

Die anderen Testkandidaten konnten selbst auf Hartboden nur halb so viel Staub aufnehmen wie die beiden bestbewerteten Modelle. Doch auch für die Testsieger gab es nur die Note „befriedigend“. Grund ist die geringe Akkulaufzeit. Bei voller Leistung halten sie nur acht bis 15 Minuten durch. Weit kommt man damit nicht. Am schlechtesten saugen derweil der Hoover RA22SE 011 (227 Euro) und der Black+Decker CU525BHA (194 Euro). Beide Geräte bewertete Stiftung Warentest mit „mangelhaft“.

Für Allergiker wenig geeignet

Alle Geräte sind zudem deutlich lauter als herkömmliche Beutelstaubsauger. Vor allem auf Teppichboden arbeiten sie oft doppelt so laut. Lediglich der Rowenta Extreme Silence macht seinem Namen alle Ehre und arbeitet leiser. Ein weiterer Nachteil: Akku-Sauger pusten einiges von dem, was sie aufnehmen, wieder heraus. Beim Leeren der Staubboxen wirbelt ebenfalls ordentlich Staub durch die Luft. Das ist vor allem für Allergiker belastend. Immerhin verbrauchen alle getesteten Akkustaubsauger beim Aufladen wenig Strom. Verkauft werden sie derzeit allerdings ohne Energiekabel. Ein britischer Hersteller hatte gegen die EU-Regeln zur Ermittlung der Verbrauchswerte geklagt und Recht bekommen. Stromkabel gibt es erst wieder zum Akku-Sauger dazu, wenn neue Regeln feststehen.
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