Spülmittel im Test der Stiftung Warentest: Nur 2 von 26 sind „gut“

Zeitung mit Verbrauchertipps
Foto: © Zerbor

Spülen per Hand gehört für viele nicht gerade zu den beliebtesten Arbeiten im Haushalt. Wer keine Spülmaschine besitzt, kommt um die lästige Aufgabe aber nicht herum. Handspülmittel sollen die Arbeit wenigstens etwas erleichtern und versprechen hohe Fettlösekraft. Stiftung Warentest hat 26 Produkte getestet – und das Ergebnis ist ernüchternd: Nur zwei Spülmittel bekommen die Note „gut“. Tipps zum Geschirr abwaschen

Pril und das Akuta Konzentrat von Aldi sind Testsieger

Stiftung Warentest prüfte die Handspülmittel in den Kategorien Reinigen, Klarspülen und Ergiebigkeit. Im Labor mussten die Produkte Öl und Fett, Rückstände von Pasta und Hähnchenpüree sowie Angebranntes und eingetrocknetes Müsli und Nudeln vom Geschirr entfernen. Vor allem in der Kategorie Ergiebigkeit hatten die Konzentrate klar die Nase vorn.

Den ersten Platz erreicht das Pril Kraft Gel Ultra Plus, das sich im Test als äußerst ergiebig erweist. Der Preis liegt bei 64 Cent je 100 Spülgänge. Günstiger und ebenfalls empfehlenswert ist das Akuta Original Konzentrat von Aldi Nord. Es kostet 45 Cent pro 100 Spülgänge. Zwischen den einzelnen Produkten einer Marke gibt es dabei deutliche Unterschiede. Weitere Pril-Spülmittel im Test überzeugen zum Beispiel wesentlich weniger als das Konzentrat.

19 Spülmittel im Test enthalten kritischen Konservierungsstoff

Jedes dritte getestete Produkt bekam die Note „ausreichend“, bei fünf Spülmitteln reichte es nur für das Urteil „mangelhaft“. Viele Testkandidaten wurden aufgrund gesundheitlicher Bedenken abgewertet: 19 der 26 Spülmittel enthalten den Konservierungsstoff Methylisothiazolinon. Dieser kann Allergien auslösen und zu Hautreizungen führen. Werden die Spülmittel mit Spülwasser verdünnt, ist das Allergierisiko nur gering. Viele Verbraucher nutzen Spülmittel aber auch, um sich mal schnell die Hände zu waschen. Bei allergischen Menschen kann das bereits eine Hautreaktion auslösen. Generell empfiehlt Stiftung Warentest Menschen mit empfindlicher Haut, beim Spülen Haushaltshandschuhe zu tragen.

Auf den letzten Plätzen landen die Öko-Spülmittel. Sie enthalten zwar keine kritischen Konservierungsstoffe, sind aber nur wenig ergiebig. Laut Anleitung dosiert, spülen sie im Durchschnitt nur 15 Teller. Die Testsieger schaffen ganze 40 Teller. Das macht die Öko-Spülmittel in der Anwendung sehr teuer. Fällt der Schaum in sich zusammen, sollte das Spülmittel nämlich erneuert werden. Nur so kann es Geschirr tatsächlich von Rückständen und Keimen befreien.

Foto: © Zerbor