Ökologisch Putzen: Wie gut sind Bio-Putzmittel?

Badezimmer und Küche umweltfreundlich putzen

Viele Verbraucher legen heute nicht nur Wert auf gute Produkte, sie achten auch auf Nachhaltigkeit. Bio-Waren und Öko-Produkte liegen im Trend; für den Hausputz greifen daher viele lieber zu Öko-Putzmitteln als zu herkömmlichen Reinigern. Auf dem Markt findet sich mittlerweile eine große Auswahl, von bekannten Öko-Marken, die in jeder Drogerie und jedem Supermarkt erhältlich sind, bis hin zu neuen Produkten. Biologisch abbaubare Inhaltsstoffe, aber zuverlässige Reinigungswirkung: Können die Öko-Reiniger dieses Versprechen halten? Ein kleiner Vergleich.

Der Preis
Öko-Reiniger sind oft etwas teurer in der Anschaffung. Je nach Produkt liegt der Unterschied bei einigen Cent bis hin zu einem oder sogar zwei Euro.

Die Inhaltsstoffe

Öko-Reiniger sollen die Umwelt, speziell die Gewässer, weniger belasten. Verbraucher erwarten daher auch deutlich andere Inhaltsstoffe als in konventionellen, auf Chemie setzenden Reinigern. Doch weit gefehlt, die Inhaltsstoffe beider Gruppen unterscheiden sich gar nicht so sehr. Immerhin: Viele Unternehmen, die Öko-Reiniger herstellen, gewinnen ihre Tenside – die Stoffe, die für die Reinigung zuständig sind – nicht aus Erdöl, wie es bei den herkömmlichen Putzmitteln der Fall ist. Die Öko-Tenside stammen aus pflanzlichen Rohstoffen, etwa aus Palmöl. Allerdings ist auch Palmöl aus ökologischer Sicht nicht unumstritten: Für Palmenplantagen werden riesige Flächen des Regenwaldes gerodet. Beim Kauf von Öko-Reinigern sollte man sich daher informieren, ob das verwendete Palmöl aus kontrollierten, ökologischen Anbau stammt. Im Zweifel hilft eine direkte Anfrage beim Hersteller. Einige Hersteller setzen zudem auf Alternativen, etwa Rapsöl. Ein weiterer Vorteil für die Umwelt: Die Verpackungen der Öko-Reiniger werden zumeist aus Recycling-Plastik hergestellt.
Badezimmer putzen – Auf die Reihenfolge kommt es an!

Die Reinigungsleistung

In der Anwendung können die meisten Öko-Produkte überzeugen und stehen den konventionellen Produkten in nichts nach. Ein Öko-Badreiniger soll sogar besser reinigen als sein konventionelles Pendant, hat RTL in einem Test herausgefunden. Auch auf mikrobiologischer Ebene bewähren sich die Öko-Reinigungsmittel und putzen so hygienisch wie Chemie.

Alles öko? Auf die Kennzeichnung achten

Die Bezeichnung „öko“ und „bio“ für Reinigungsmittel sind übrigens nicht geschützt. Das EU-Umweltsiegel, die sogenannte Euroblume, kennzeichnet besonders umweltfreundliche und verträgliche Produkte. Nicht alle Reiniger, die dieses Siegel nicht bekommen, sind zwangsläufig schädlich. Oft enthalten sie aber Zitrusöle für einen angenehmen Duft. Diese Öle lassen sich im Klärwerk besonders schwer abbauen und gelten als allergieauslösend.