Stiftung Warentest: Den besten Honig gibt es beim Discounter

Honig im Test

Honig im Glas

Teuer ist nicht immer gleich gut, das hat schon so mancher Test von Stiftung Warentest gezeigt. Für die Februar-Ausgabe 2019 hat das Verbrauchermagazin Honig überprüft. Auch in diesem Fall haben die preiswerten Produkte die Nase vorn. Den besten Honig gibt es den Testern zufolge tatsächlich beim Discounter.

Honig aus dem Supermarkt: Elf Produkte sind „gut“

Auf dem Prüfstand kam ausschließlich Supermarkt-Honig. Insgesamt fiel das Ergebnis eher schlecht aus: Zehn der 36 getesteten Produkte bewertete Stiftung Warentest mit „mangelhaft“. Kein einziger Honig erhielt die Note „sehr gut“. Immerhin für elf Produkte gab es das Testurteil „gut“.

Die Tester unterteilten das Feld in sechs Kategorien: Mischblütenhonig ohne Sortenangabe, Waldhonig, Wildblütenhonig, Akazienhonig, Rapshonig und Lindenhonig.

Beim Mischblütenhonig überraschte das Produkt von Lidl: Der „Cremige Blütenhonig“ von Maribel erhielt die Note „gut“ und liegt damit vor Markenprodukten wie Langnese. Mit etwa 4,60 Euro pro Kilogramm ist er dabei vergleichsweise günstig.

Der beste Waldhonig kommt von Aldi

In der Kategorie Waldhonig stammen die Testsieger ebenfalls vom Discounter. Der „Wald Honig“ von Aldi Nord und der „Wald Honig herb-würzig“ von Aldi Süd Goldland schnitten insgesamt besser ab als die teurere Konkurrenz.

Wer guten Akazienhonig sucht, sollte Stiftung Warentest zufolge zur Bio-Eigenmarke von Rewe greifen. Genau wie der „Feine Lindenhonig“ von D’arbo erhielt er die Note „gut“. In der Kategorie Rapshonig setzte sich das Produkt „Rapsblüte herzhaft“ von Breitsamer durch.

Wildblütenhonig enttäuscht im Test

Insgesamt enttäuschend war das Feld bei den Wildblütenhonigen. Das beste Produkt kommt von Allos, erhält aber nur das Urteil „befriedigend“. In allen getesteten Wildhonigprodukten wurden Rückstände von kritischen Stoffen festgestellt.

Bei vielen anderen Sorten kritisierten die Tester den Geschmack. Vor allem Akazienhonig fiel häufig durch einen eher künstlichen Geschmack auf. In einigen Produkten war auch die Menge der Pollen zu gering, die ein Sortenhonig eigentlich enthalten muss. Darüber hinaus kritisierten die Tester die teils irreführende Deklaration. Produkte, die Honig aus verschiedenen Ländern enthalten, werben mit Aufschriften wie „Imkerhonig“ oder „aus traditioneller Imkerei“. Etwa jeder fünfte Honig war Stiftung Warentest zufolge zudem wärmegeschädigt. Wärme zerstört die im Honig enthaltenen Enzyme.
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Foto: © Daniel Vincek