Stiftung Warentest: Rotkohl im Vergleich – TK-Ware vor Konserven aus dem Glas

Rotkohl im Test 2020

Festessen
Symbolbild: © Dalmatin.o - stock.adobe. com

Herrlich deftig, aromatisch und noch dazu gesund: Im Herbst und Winter kommt in vielen deutschen Haushalten gerne Rotkohl auf den Tisch. Das Kohlgemüse verbinden viele Deutsche mit einem Festessen zum Jahresende. Die Zubereitung ist allerdings recht aufwendig. Daher erfreuen sich fertige Rotkohlprodukte großer Beliebtheit. Stiftung Warentest hat für die Novemberausgabe des Verbrauchermagazins 27 Rotkohl-Produkte getestet, darunter Zubereitungen aus dem Glas, aus dem Beutel und aus der Tiefkühltruhe.

Diese drei Rotkohl-Zubereitungen überzeugen

Rotkohl ist nicht nur deftig-lecker, sondern auch reich an Nährstoffen: Bis zu 60 Milligramm Vitamin C stehen in 100 Gramm rohem Rotkohl. Als Beilage zum Sonntagsbraten oder zur Weihnachtsgans wird besonders gerne Apfelrotkohl serviert. Neben reinem Rotkohl hat Stiftung Warentest daher auch Apfelrotkohle einer eingehenden Prüfung unterzogen.

Von den 27 Testkandidaten bekommen insgesamt neun Apfelrotkohle und vier reine Rotkohle die Note „gut“. Die Testsieger sind die Apfelrotkohle von Iglo, Edeka und Eismann. Die Produkte schmecken den Testern zufolge aromatisch, ausgewogen und komplex-würzig.

Testsieger aus der Tiefkühltruhe

Alle drei Testsieger kommen aus der Tiefkühltruhe. Auch insgesamt schneiden die Tiefkühl-Produkte wesentlich besser ab als Rotkohl aus dem Glas oder aus dem Beutel. Das liegt unter anderem an der Zubereitungsmethode: Vor dem Einfrieren wird der Rotkohl schonend gekocht, so bleiben sowohl der Geschmack als auch ein Großteil an Vitaminen enthalten.

Unter den fertigen Rotkohlen aus Glas und Beutel überzeugt vor allem der „Rotkohl mit Apfelstückchen“ von HAK. Auch der „Bio Rotkohl“ von Alnatura und der „Bio Apfelrotkohl“ von Rewe schmecken den Testern und erhalten die Note „gut“.

Rotkohl aus dem Glas schmeckt häufig zu sehr nach Essig

Jeder zweite Rotkohl aus dem Glas schmeckt den Testern jedoch zu sehr nach Essig. Der dient zur Konservierung, sollte aber geschmacklich nicht zu deutlich hervorstechen. Der „Delikatess Apfelrotkohl“ von Penny erhält im Geschmackstest die schlechteste Bewertung. Den Testern zufolge war die Zubereitung braunstichig und schmeckte erdig-dumpf, strohig und stark nach Essig. So reichte es nur für die Note „ausreichend“.

Die gute Nachricht: Den Test auf kritische Inhaltsstoffe wie Pestizid­rückstände, Nitrat oder Keime bestehen alle Rotkohl-Produkte. Allerdings sind fertige Rotkohl-Zubereitungen nachgesüßt, enthalten also vergleichsweise viel Zucker. Wer Rotkohl in seiner kalorienarmen Variante genießen möchte, sollte daher lieber selber kochen.
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